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	<title> &#187; Jos Luhukay</title>
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	<description>...wenn nicht nur das Deo versagt</description>
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		<title>Abstiegskampf bis zum letzten Abpfiff</title>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2015 08:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht gänzlich unerwartet legt die Alte Dame zum Saisonfinale einen letzten Hauch von Suspense auf, ein Duft mit dem betörenden Odeur von kaltem Angstschweiß in der Kopfnote, abgerundet mit dem stechenden Gestank randvoller Hose in der Herznote und getragen vom Muff des abgestandenen aber anheimelnden Stallgeruch in der Basisnote.
Olfaktorisch ein Worst-case-Szenario, das aber Spannung über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht gänzlich unerwartet legt die Alte Dame zum Saisonfinale einen letzten Hauch von Suspense auf, ein Duft mit dem betörenden Odeur von kaltem Angstschweiß in der Kopfnote, abgerundet mit dem stechenden Gestank randvoller Hose in der Herznote und getragen vom Muff des abgestandenen aber anheimelnden Stallgeruch in der Basisnote.<br />
Olfaktorisch ein Worst-case-Szenario, das aber Spannung über den Spieltag hinaus verspricht &#8211; Relegation, der Overkillthriller.<br />
Die Chance, dass es ein echter Schocker wird, soll 0,6% betragen.</p>
<p>Spielkultur war das, was ich meisten vermisst habe in dieser Saison. Das kann auch Beißen, Hauen, Treten sein, kommt ganz drauf an, was man zu Verfügung hat.<br />
An Geld hat `s nicht gefehlt.<br />
Die Rückrunde der letzten Saison war für mich der Knackpunkt für den nachhaltigen Rückschritt der Mannschaft, spätestens ab dem 20. Spieltag hatte man beste Bedingungen frei aufzuspielen und Systeme, Varianten und Entwicklungsmöglichkeiten zu testen, vorallem bei Spielern, denen man Potenzial zurechnen durfte: Brooksy, Schulz!, Mucki, Ronny und den einen oder anderen aus der Nachwuchsabteilung.<br />
JoLu hatte dann leider völlig die Nerven verloren, in einer Situation in der sie nicht mal angespannt werden mussten und sich komplett in seiner akribischen Arbeit festgefahren.<span id="more-676"></span></p>
<p>Das hat sich dann schmerzhaft darin geäußert, dass er dem Großteil des Kaders die Qualität für die 1. Liga abgesprochen hatte, ein Trainerfehler der nur von Meiers Kopfstoß gegen Streit übertroffen wurde, und ebenfalls die sofortige Freistellung erfordert hätte.</p>
<h4>Perspektivtrainerwechsel</h4>
<p>Da hatte dann zum wiederholten Male das Preetzisionsmanagement kläglich versagt, zumal das auch eine Situation war, wo einiges ausprobiert werden konnte, wenn man seinen Job ordentlich gelernt hätte und einen Freischuss für einen Perspektiv- oder Übergangstrainer hatte.<br />
Was machte GF Sport in der Situation?<br />
Er drängelt sich in Nibelungentreue zu seinem Cheftrainer ins Hamsterrad: Augen zu und öffentlich vorführen, wie man sich für den Verein abstrampelt.<br />
Eine Vorgehensweise, die immerhin den Präsidenten hinreichend beeindruckt hat, so dass er wie der dritte Mann hinter dem GF steht.<br />
Aber aus dem Hamsterrad kann man nicht über den Tellerrand gucken.</p>
<p>Eine Bestätigung der besonderen Art war, dass Preetz die Bewerbung als Nachwuchstrainer von Thomas Tuchel abgelehnt haben soll, die für mich ein weiteres Indiz dafür ist, dass die Hertha ein unübertroffenes Talentreservoir hat<br />
Stattdessen wurden anscheinend ausschließlich Leute mit anrüchigem Stallgeruch engagiert, eine Klüngelei (Man kennt sich, man hilft sich.) bei der jeder vom anderen viel Bestätigung erfährt, auch für Arbeit, die nicht so ganz gelungen ist und die den Verein leider kein Schrittchen weiter bringt.<br />
Die Hoffnung, dass Pàl Dàrdai ein echtes Trainertalent ist, das in der Umgebung in voller Üppigkeit erblühen kann, wird uns wohl durch die nächste Saison begleiten müssen.</p>
<h4>Wanderheuschreckenplage</h4>
<p>Die Lage ist ernst aber nicht aussichtslos, alle werden sich nach dem Klassenerhalt auf die Schultern klopfen, Trainer und Co werden mit dem GF Sport ins Hamsterrad drängeln und die gemeinsamen Entscheidungen über die Verpflichtungen der neuen Saison vornehmen. Hoffentlich bekommen sie die Entlassungen diesmal wenigsten einigermaßen auf die Reihe.<br />
Das riecht förmlich nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner.<br />
Das ist der Fluch, der auf der Alten Dame zurzeit lastet: In Spree-Athen hat die Kleingeistigkeit von Posemuckel nach wie vor das Regiment im Allgemeinen und im Fußball im ganz Besonderen.<br />
Der einzige Weg sie zu überwinden, ist die Profitgier der Wanderheuschrecke.</p>
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		<title>Durststrecke 2014, Prost Neujahr!</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2014 02:26:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das 133. Hertha-Kalenderjahr ist ein Grund zu größerer Besorgnis, 31 Punkte reichen normal nicht für den Klassenerhalt. Dass Dinos und anderes Urgestein noch scheißer spielen, ist nicht wirklich beruhigend, dass der Abstiegskampf in der Rückrunde das volle Potenzial an Spannung entfalten wird, davon darf man immerhin ausgehen &#8211; etwas worauf schon ein wenig Vorfreude aufkommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das 133. Hertha-Kalenderjahr ist ein Grund zu größerer Besorgnis, 31 Punkte reichen normal nicht für den Klassenerhalt. Dass Dinos und anderes Urgestein noch scheißer spielen, ist nicht wirklich beruhigend, dass der Abstiegskampf in der Rückrunde das volle Potenzial an Spannung entfalten wird, davon darf man immerhin ausgehen &#8211; etwas worauf schon ein wenig Vorfreude aufkommen will.<br />
Madame ist dieses Jahr nie so richtig in die Chaussons gekommen, wie der Franzose sagt, die alte Wundertrantüte hat fast in jedem Spiel nach allen Seiten hin überraschen können.<br />
Beim Pokal-Aus auf der Alm, wo es doch Sünde gibt, anders ist das nicht zu bezeichnen, was die Alte Dame da angeboten hatte, eine längere Läuterung im Fegefeuer eines ausgedehnten Straftrainingslagers wäre das Mindeste gewesen, nachdem der Chefcoach unaufgefordert Versprechungen für den Wettbewerb verlautbart hatte.<br />
Obwohl es das erste Elfmeterschießen war, das ich in einer langen Fankarriere im Stadion erleben durfte, verschärfend kam hinzu, dass ich mir halbzeitig 2 Bierchen gegönnt hatte, weil ich nicht ein zweites mal für das Würstchen anstehen wollte, die Belastungsprobe für die Blase war weit weniger schlimm als die nervliche. Die Unfähigkeit der Hertha, mit zunehmender Spieldauer das Tempo anzuziehen, war kataklysmisch. Dass man vorher und nachher auch  noch im Stau stehen musste, rundete das Bild richtig ab &#8211; nie wieder Bielefeld.<br />
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Paarung nächste Saison in Liga 2 stattfindet, ist leider nicht von der Hand zu weisen.</p>
<h4>Ligaleidensbereitschaft<span id="more-641"></span></h4>
<p>Der nächste Schritt vom Aufsteiger zu einer etablierten Bundesligamannschaft konnte trotz bestem Willen und der nötigen Kohle nicht vollzogen werden, ganz im Gegenteil: Die Einkäufe, die die fehlende Qualität in den Kader bringen sollten, waren für die Stabilität des Teams eher abträglich, die neu verpflichteten international erfahrenen Kollegen Kalou und Heitinga, die genau den Unterschied ausmachen sollten, haben ihre Kaltschnäuzigkeit vorallem als eklatante Söldnermentalität zum Besten gegeben.<br />
Salomonische Äußerungen bei gleichzeitiger unterirdischer Einsatzbereitschaft könnten der nächste Schritt in Richtung Untergang gewesen sein, die weiteren Auswirkungen muss man abwarten.<br />
Die Personalpolitik von Trainer und Manager besticht hauptsächlich durch Ungeschicklichkeiten und wenig elegantem Wegducken vor der Verantwortung.<br />
Dass beim 0:5 gegen 18,99 &#8211; das Spiel an sich war schon der finale Tritt in den Allerwertesten  der Fanseele &#8211; Brooksi auch noch zum Sündenbock gemacht werden musste, setzte dem übergelaufenen Fass die Krone auf, der Trainer disqualifiziert sich meiner Meinung zum wiederholten Male, wenn er die Schuld öffentlich einzelnen Spielern zuschreibt, zumal wenn es sich um Talente handelt, deren gezielte Entwicklung krasse Streuverluste aufweist.</p>
<p>Der Umgang mit Spielern, die als nicht weiter zielführend eingeschätzt werden, ist geeignet aufstrebende Talente weiträumig nachhaltig abzuschrecken, dass dabei Gerichte bemüht werden müssen, ist preetzise und menschlich betrachtet der absolute Offenbarungseid.</p>
<h4>Ergebnisfußballfreunde</h4>
<p>Seltsamer Weise war es immer nur ein Spiel, das Hertha in Verzug war,  angefangen beim 1:3 gegen Mainz, das gegen die Wölfe wieder  rausgebissen wurde, ein Spiel, das fast der Beginn einer wunderbaren Heimsiegserie gewesen wäre, dann kam 96.<br />
Selten wurden Spielerverpflichtungen aus der Konkursmasse eines Absteigers wie dem Club in ihren Auswirkungen so deutlich, Kiyotake als &#8220;man of the match&#8221; und Plattenhardt als Döllmer des Spieltags waren die Protagonisten dieses Trauerspiels.<br />
Kiyotake ist genau der Mittelfeldantreiber, den Old Lady am Bittersten nötig hat, wobei  beiläufig die japanische Berufsauffassung kickermäßig keine Wünsche offen lässt, da hält man Bushido nicht für einen neuköllner Gangsterrapper, sondern versteht darunter die völlige Hingabe an den Arbeitgeber. Für Chefs, die Schwierigkeiten im Umgang mit eigenwilligen Charakteren haben, sollte das für ein Engagement eigentlich zwingend sein.<br />
Plattenhardt, der vom Papier her auch ein plausibler Transfer gewesen ist, scheint das Schicksal von Bastians zu ereilen und bei Hertha einen kräftigen Karriereknick für die weitere Laufbahn zu bekommen, ein weiteres abschreckendes Beispiel für aufstrebende Fußballer, Hertha möglichst weiträumig zu umdribbeln.</p>
<p>Aber selbst ein Spiel, das so offenkundig zu tage liegende Probleme bloßgelegt hat, konnte mit Glück durch den ersten Auswärtssieg in Köln kompensiert werden, dass danach gegen die Bayern das Spiel bis zum Schlusspfiff offen gehalten werden konnte, hat nicht wirklich für das ausgiebige Frieren entschädigt, war aber mehr, als man sich vorher zu wünschen getraut hätte. Der Sieg gegen Dortmund in einem 6-Punktespiel auf Messers Schneide hat erneut das Potenzial von Brooks eindringlich gezeigt, der auch schon in Köln bester Mann auf dem Platz war und sich zunehmend zum Fels in der Spülung entwickelt.</p>
<h4>Kaderschmiedearbeiten</h4>
<p>Ich wiederhole mich nicht wirklich gerne, aber wie im Artikel zur letzten Spielzeit schon erwähnt, sind die Aufgaben für das sportliche Führungspersonal immer noch die gleichen. Die Alte Dame hat nun wahrhaftig auf ihre alten Tage keine Zeit zu verschenken, fast wünschte man sich, dass die Heuschrecke der Geldvernichtung ein Ende bereitet und dafür sorgt, dass die Entwicklung der Marke Hertha BSC in qualifiziertere Hände übergeben wird.</p>
<p>Damit ist leider im nächsten halben Jahr nicht allzu fest zu rechnen, dann aber sind Koryphäen wie zum Beispiel Ralf Rangnick wieder auf dem Markt, denen eine herausfordernde Aufgabe als Sportdirektor in einer überaus interessanten Stadt schmackhaft zu machen ist, die Trainerfrage stellt sich dann hoffentlich nicht für die 2. Liga.</p>
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		<title>Kriegt Hertha die Krise?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2014 12:55:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[oder doch noch die Kurve?
In einem nur in der Schlussphase turbulenten Spiel ergattert die &#8220;Alte Dame&#8221; an der Dreisam einen überaus glücklichen Punkt und knüpft nahtlos an die traurigen Leistungen an, die fast durchgängig diesjährig geboten wurden.
Die Königstransfers Stocker und Kalou, denen jegliche Bindung zum Herthaspiel fehlte, Kalou fand anfangs nichtmal eine Bindung zum eigenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>oder doch noch die Kurve?</h4>
<p>In einem nur in der Schlussphase turbulenten Spiel ergattert die &#8220;Alte Dame&#8221; an der Dreisam einen überaus glücklichen Punkt und knüpft nahtlos an die traurigen Leistungen an, die fast durchgängig diesjährig geboten wurden.<br />
Die Königstransfers Stocker und Kalou, denen jegliche Bindung zum Herthaspiel fehlte, Kalou fand anfangs nichtmal eine Bindung zum eigenen Schuhwerk, scheinen noch einige Anlaufzeit zu brauchen, deren Dauer geeignet sein könnte, das Mannschaftsgefüge nachhaltig zu erschüttern.<br />
Sami Allagui kann man den Abgang nicht verübeln, als gefühlter 4. Stürmer hinter Wagner fehlte ihm die Aussicht auf einen Spielplatz gänzlich, Änis Ben-Hatira als 3. Linksaußen dürfte auch seine Einsatzzeiten dahin schmelzen sehen, zuzuschauen wie völlig indisponierte Starspieler orientierungslos über den Platz stolpern und sich erinnern, dass ausschließlich nach Leistung aufgestellt werden sollte, hat das Potential Spieler tiefgreifend zu demotivieren und den Trainerstab vor unlösbare Probleme zu stellen.<br />
Was zu dem Leistungseinbruch in diesem Jahr geführt hat, wird offiziell mit verletzten Führungsspielern und der mangelnden Qualität des Restkaders erklärt. Ich habe meiner Verwunderung über diese Vorgehensweise hier schon versucht Ausdruck zu verleihen. Sich als Cheftrainer aus der Verantwortung auf Kosten der Spieler rausreden, geht gar nicht!<br />
Jetzt wird dafür geworben, dass die Neuverpflichtungen noch Zeit zum Eingewöhnen brauchen, das heißt man hat Spieler geholt, die nicht fit sind oder waren, und klare Ansagen, wie gespielt werden soll, scheinen auch nicht in der nötigen Deutlichkeit gemacht worden sein.</p>
<h4>Heimspielseuchenvögel<span id="more-631"></span></h4>
<p>Hertha scheiterte im letzten richtungsweisenden Spiel zuhause gegen Mainz 05 auf ganzer Linie, Disziplinierungsmaßnahmen für Zuspätkommer hatten dazu geführt, dass die Hintermannschaft nicht in ihrer vermeintlich stabilsten Formation auflaufen konnte, die Spieleröffnung über Niemeyer laufen zu lassen, war vermutlich auch nicht die glücklichste Entscheidung. Die Einwechslung von Kalou, nach der unmittelbar das 0:2 und die Vorentscheidung durch Allagui fällt, der unter dem Gesichtspunkt der Leistungsfähigkeit die erste Wechseloption für die Herthaoffensive gewesen wäre, ist bezeichnend für den wenig gelungen Sprung auf die vermeintlich nächsthöhere Qualitätsstufe<br />
Die erste Trainerentlassung der Saison könnte den Druck auf JoLu noch erhöht haben, die Reaktionen bei der PK nach dem Spiel lassen auf eine gewisse Dünnhäutigkeit schließen, die den Rückschluss nahelegt, dass der Cheftrainer mit seinem Plan ziemlich krass gescheitert war.<br />
Die Startaufstellung lässt auch heute noch gestandene, gut eingetrunkene Auguren ratlos ihre Leber beschauen und einen doppelten Absacker nachbestellen. Die Abwehr gleicht nach dem Ausfall von Langkamp einem Torso, Lusti hat seine Form noch nicht gefunden, es wäre aber wohl besser, er suchte sie auf der 6er-Position vor der Abwehr.<br />
Die Länderspielpausen nach dem 7. und 11. Spieltag, an denen Heimspiele gegen Stuttgard und Hannover anstehen, die das Gratmesser sein dürften, mit dem die Zusammenarbeit gekappt wird, sind die sich aufdrängenden Termine für einen Wechsel der Mannschaftsführung.</p>
<h4>Salomonische Entscheidungen</h4>
<p>Dass sowas bei Madame nochmal getroffen wird, hätte man so auch nicht gedacht, ein gewinnendes Lächeln wird leider nicht ausreichen, Hertha wieder in die Erfolgsspur zu bringen, Valentiniaden über den linken Flügel könnten dabei aber sehr hilfreich sein.<br />
Das Spiel gegen Wolfsburg, dürfte keine Gelegenheit sein, die Mannschaft geordnet und behutsam zu entwickeln, wie es in der Rückrunde in fast jedem Spiel möglich gewesen wäre.</p>
<p>Ein linker Fuß in einer vollzähligen Fußballmannschaft ist einfach viel zu wenig,  um im Abstiegskampf bestehen zu können, Ronny hat den Punkt in Freiburg durch zwei ordentliche Ballberührungen zwar gerettet, aber in Punkto Spielgestaltung war er nur als Beweglichkeitsdefizit zu bilanzieren.<br />
Zu den eklatanten Schwächen in der Verteidigung ist in den beiden Spielen gegen Mainz und Freiburg auch noch eine Sturmflaute hinzu gekommen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Mehr Gegentore in den ersten 4 Partien hat es bislang nur in der Saison 72/73 gegeben, wo man sich heute noch wundert, wie man die Vorsaison als Herthafan überstehen konnte.</p>
<p>Jetzt kommt es darauf an, dass man sich von hungrigen Wölfen nicht zerfleischen lässt und gezielt zurück beißt. Vom Gefühl erwarte ich ein mittleres Debakel, es ist überhaupt nicht zu erkennen, was  die Herthamannschaft außer ein paar Psychotricks von Heitinga dagegen setzen kann.<br />
Aber es ist auch vorstellbar, dass der Fußballgott &#8220;Tante Berolina&#8221; heißt und der buckligen Verwandschaft beispringt, in dem die Taktik von Onkel Rudi nochmal ausgepackt wird und eine Fünferabwehrkette mit Doppelsechs für etwas Stabilität in der Abwehr sorgt. Die Außenverteidiger sind nach belieben überlaufen worden, so dass fast keine Optionen bleiben.<br />
Das Engagement von Riegel-Rudi war damals schon reine Verzweiflung und führte folgerichtig in die 3. Liga, die zu der Zeit auf West-Berlin beschränkt war. So schlimm kann es zum Glück nicht kommen.<br />
HaHoHe!</p>
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		<title>Rumpelstart trotz Doppelback</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2014 11:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Herthastürmer Julian Schieber setzt sich an die Spitze der Torschützenliste und war im ersten Ligaspiel der beste Mann auf dem Platz, trotzdem war die Chancenverwertung das größte Manko der alten Dame, abgesehen von den Konzentrationsmängeln nach dem 2:0 und den altbekannten Schwächen im Rauslaufen von Keeper Kraft, der schwächster Mann in der Partie war und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herthastürmer Julian Schieber setzt sich an die Spitze der Torschützenliste und war im ersten Ligaspiel der beste Mann auf dem Platz, trotzdem war die Chancenverwertung das größte Manko der alten Dame, abgesehen von den Konzentrationsmängeln nach dem 2:0 und den altbekannten Schwächen im Rauslaufen von Keeper Kraft, der schwächster Mann in der Partie war und der Mannschaft nicht den nötigen Rückhalt geben konnte, folglich wurde er vom Trainer öffentlich in Frage gestellt.<br />
Die Trainingsarbeit scheint ähnlich durchwachsen zu laufen, anstatt die Trainingsrückstände aufzuarbeiten, wird die Verletztenliste aufgestockt: &#8220;Baumi&#8221; kann die Saison mit erneutem Kreuzbandriss fast wieder abhaken, Langkamp, in der Rückrunde der Fels in der Spülung, muss 4 Wochen pausieren, Ronny hat anscheinend zu viel Gas gegeben und fällt mit Muskelfaserriss für´s nächste Spiel aus.<br />
Genki hat Rücken und Tolga hat Zeh, wann die beiden wieder einsatzbereit sind, ist derzeit auch nicht abzusehen, Platte und Stocki scheinen noch erheblichen Trainingsrückstand zu haben, so dass es nichtmal bis zur Bank und zu Kurzeinsätzen reicht.</p>
<p>Man sollte davon ausgehen können, dass an Brooksi in der nächsten Startaufstellung kein Weg vorbei führt, außer die Mannschaftsleitung möchte den Jungen nicht gegen einen übermächtigen Gegner leichtfertig verheizen, aber Kiesling kann eigentlich kein anderer vernünftig verteidigen. Änis, der  momentan lieber auf seiner Facebookseite als bei Hertha auf links spielt, sollte für Genki kommen und Hegeler für Ronny, wenn man das Spiel gegen Werder und die Einwechselungen hochrechnet.<span id="more-627"></span><br />
Samy hat das auch getan und sich entsprechend geäußert, nämlich dass er das Zicken anfängt, wenn er zugucken muss, wie Wagner mehr Spielzeit als er bekommt, der nach fünf Minuten bei konsequenter Regelauslegung des Schiris runter gemusst hätte, was seine technischen Defizite nochmal deutlich gemacht hat. Sollte noch ein erstklassiger Stürmer verpflichtet werden, will Samy anscheinend gar nicht mehr. Hany, Lusti und Janker rücken auf der Ersatzbank nach.<br />
Schelle und ein Klassestürmer, wahrscheinlich Kalou, sollen noch verpflichtet werden.</p>
<h4>Transferkarussellbremser</h4>
<p>Preetz, Luhukay und die anderen aus der Kolonne vom Teambuilding haben noch einige ungesicherte Baustellen zu bearbeiten.<br />
Die alte Dame macht ihrem Namen wieder Ehre, Hertha hat den durchschnittlich ältesten Kader der Bundesliga. Das liegt nicht daran, dass soviele alte Knacker in der Mannschaft sind, sondern dass die Jugend nicht energisch genug aufgebaut wird.<br />
Sami Allagui musste aussprechen, was jeder weiß, nämlich dass er spielen möchte. Mitanzusehen wie blinde Grobmotoriker den Vorzug erhalten, scheint er als deutliches Signal gesehen zu haben, sein Glück woanders zu suchen, Angebote soll es genug geben. Bei Hany Mukhtar sieht es genau so aus, das Selbstbewusstsein, das er aus seinem Siegtor bei der EM (kurzgegangen und kurzentschlossen mit dem Knie ins kurze Eck) hätte ziehen können, ist schon wieder verpufft.<br />
In der Kunst, sich von Spielern, die man für überflüssig hält, einvernämlich zu trennen, ist man anscheinend auch noch nicht viel weiter gekommen. Die zu demotivieren, auf die man noch setzt, kann auch eine mediale Fehlwahrnehmung sein und der neue finanzielle Spielraum, kann auch dafür genutzt werden, Verhandlungsspielräume voll auszuschöpfen.<br />
Wollen wir wie letzten Jahre das Beste hoffen, mit dem Schlimmsten muss sowieso gerechnet werden.</p>
<h4>Pillendreher vom Rhein</h4>
<p>Herthas nächster Gegner Bayer 04, mit Abstand die formstärkste Mannschaft aus dem Spitzenfeld der Liga, lässt die Pille zurzeit am besten laufen, Hertha muss gleich von Beginn richtig aufpassen, dass sie nicht unter die Räder kommen, hat aber andererseits überhaupt nichts zu verlieren.<br />
Roger Schmidt, der als gelernter Mechaniker und studierter Maschinenbauer einen eher technischen Zugang zum Fußball zu haben scheint, hat die Angriffsmaschine der Chemiewerker schon sehr ordentlich durchgeölt. Ob Hertha da eine Schippe Sand aus der märkischen Heide reinbekommt, ist sehr fraglich.</p>
<p>Sehr fraglich waren auch die Wechselmodalitäten von Hakan Calhanoglu, der angedroht hatte, sich beim HSV in eine Depression zu spielen, was nach dem Saisonverlauf absolut nachzuvollziehen war.<br />
Der Wechsel zu einem Pharmakonzern hatte eine gewisse Zwangsläufigkeit.</p>
<p>Wenn´s ganz verrückt wird, hat auch Haldol ein Neurocil.</p>
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		<title>Ein Fußballsommer aus dem Bilderbuch</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2014 18:16:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Rio hat die DFB-Auswahl völlig verdient zum vierten Mal den Weltmeistertitel gewonnen, das Juniorenteam wurde in Ungarn souverän Europameister, ein Fußballsommermärchen wie gemalt, zumal die jungen DFB- Damen dabei sind, die Sache in Kanada noch richtig abzurunden, vorallem weil sie auch Spiele gewinnen, in denen sie die schlechtere Mannschaft waren und so eine Tradition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Rio hat die DFB-Auswahl völlig verdient zum vierten Mal den Weltmeistertitel gewonnen, das Juniorenteam wurde in Ungarn souverän Europameister, ein Fußballsommermärchen wie gemalt, zumal die jungen DFB- Damen dabei sind, die Sache in Kanada noch richtig abzurunden, vorallem weil sie auch Spiele gewinnen, in denen sie die schlechtere Mannschaft waren und so eine Tradition gegen Frankreich fortsetzen.<br />
Aber wer gewinnt hat immer recht!<br />
Deshalb sollte sich die Kritik an Aufstellung und Spielweise vorallem der A-Nationalmannschaft &#8211; die anderen Teams werden, medial betrachtet, eher stiefmütterlich abgehandelt &#8211; weitgehend zurückhalten.<br />
Aber da wäre man nicht mehr in Deutschland.<br />
Es waren bei der WM einige Ungereimtheiten festzustellen, die sich meinem Verständnis weitgehend entzogen haben.<br />
Die Nachnominierung von Mustafi für den verletzten Reus war für mich schon überhaupt nicht nachvollziehbar, dass er dann auch noch gespielt hat, musste sich für die Sportsfreunde Großkreuz, Durm und Ginter wie ein Vollspannstoß in den Allerwertesten angefühlt haben.<br />
Dass von denen nicht mal Äußerungen der Verwunderung nach Außen gedrungen sind, ist in der heutigen Medienlandschaft, wo das sofort als kontraproduktiv eingeordnet wird und unmittelbar auf Akzeptanz und Marktwert durchschlägt, nicht weiter verwunderlich. Dass er mit seiner Einwechselung gegen Ghana am einzigen Rückstand während des Turniers maßgeblich beteiligt war und die Stabilität der Abwehr ordentlich ins Wanken gebracht hatte, hat das Unverständnis nachhaltig verstärkt.<span id="more-611"></span><br />
Jerome Boateng konnte er nicht annähernd ersetzen, dessen Notgrätschen im Finale die Titelgarantie waren.<br />
Dem &#8220;Kadaver&#8221; von Mirek Klose ist der Torrekord wirklich zu gönnen, dass er zweimal an der richtigen Stelle stand und verwandelt hat, war beides Mal eine Pflichtaufgabe für einen Mittelstürmer. Die Zukunft der deutschen Mannschaft sieht anders aus &#8211; der Rücktritt war überfällig, auf der Position kommt zur Zeit Niemand an Pierre-Michelle Lasogga heran, der, wie hier schon erwähnt, dringend nominiert werden musste, weil kein anderer deutscher Stürmer zurzeit auch nur annähernd diese Kampfkraft und Abschlussstärke auf den Platz bringt &#8211; wenn er denn laufen kann.<br />
Özil hatte das Turnier fast komplett durchgespielt, obwohl &#8220;Magic Mesut&#8221; das Karnickel aktuell einfach nicht aus dem Hut bekommt &#8211; ja nichtmal den Hut hat er von der Ablage gekriegt &#8211; da hätten Poldi, Götzinho und vorallem Draxler erheblich mehr Einsatzzeit verdient gehabt.<br />
Aber war ja Alles nochmal gutgegangen.</p>
<h4>Der &#8220;Capitano&#8221; geht von Bord</h4>
<p>Deutschlands Kapitän Philipp Lahm hat abgemustert und seinen Abschied erklärt, er hatte alle Chancen Rekordnationalspieler zu werden, den noch fehlenden Titel seiner Sammlung hinzu zu fügen und die Nachhaltigkeit seiner testimonialen Werbeverwendungsfähigkeit bis ins hohe Rentenalter auszudehnen, der DFB arbeitet mit der Verleihung der Ehrenspielführerwürde der Gefahr einer drohenden Altersarmut mit Macht entgegen. Es sieht fast so aus, als hätte Lahm die Bayerngier nach Geld und Titeln verloren, aber vielleicht hat er es einfach nicht mehr nötig &#8211; könnte theoretisch auch sein.<br />
Auf der rechten Abwehrseite hinterlässt er eine klaffende Lücke, ein Wassereinbruch ist aber nur bei schwerer See zu befürchten, womit in nächster Zeit nicht gerechnet werden muss, notfalls muss Jerome da wieder an die Pumpe, der seinen internationalen Durchbruch und den Eintrag in die Fußballgeschichtsbücher mit seiner Leistung im Finale gekrönt hat.<br />
Mertesacker ist inzwischen ebenfalls zurückgetreten, Schweini muss wohl nochmal genauer in seinen Körper hineinhorchen, um dann wahrscheinlich festzustellen, dass er die Konstitution für die Doppelbelastung auch nicht mehr mitbringt, der weitere Verbleib von Poldi scheint dann ebenfalls sinnlos und man kann von einem echten Generationswechsel sprechen.<br />
Manuel Neuer wird sicher der neue Kapitän, Jerome Boateng und Mats Hummels sind die tragenden Säulen der Innenverteidigung, mit Badstuber, dem wie Mertesacker alles Wieselflinke wesensfremd ist, kann dann die erfolgreiche Viererkette aus Innenverteidigern weiter für Furore sorgen, mit den Benders, Gündogan und Reus warten die Rekonvaleszenten auf neue Einsätze, ob Lasogga noch vorne mit reinstoßen darf, hängt in erster Linie von seiner Verletzungsanfälligkeit ab. Dann wird sich auch herausstellen, inwieweit Hertha mit dem Verkauf das Glückslos gezogen hat.<br />
Die Leihe an den HSV in der letzten Saison hat sich für mich als eklatanter Fehler erwiesen, 13 mickrige Törchen in der Rückrunde waren ein Armutszeugnis mit Offenbarungseid und Hartz4-Antrag, mangelnde Qualität zu beklagen und gleichzeitig das hoffnungsvollste Torversprechen auszuleihen, war ein Spiel mit dem Feuer, das angesengten älteren Damen eigentlich nicht zuzutrauen war.</p>
<h4>Berliner in Brasilien</h4>
<p>Aus Berliner Sicht war eindeutig Jerome Boateng der &#8220;Man of the tournement&#8221;.<br />
Sein großer Bruder ist bei seiner Rückkehr zu den &#8220;Schwarzen Sternen&#8221; bedauerlicher Weise aber geräuschvoll als Schnuppe verglüht, Löwen und Elefanten wurden ebenfalls gleich zur Strecke gebracht, bzw. erlegten sich mehr oder weniger selbst, Superadler und Wüstenfüchse gingen in der ersten Ko-Runde raus, wobei die Wüstensöhne gegen Deutschland immerhin einen sehr ordentlichen Kampf abgeliefert haben.<br />
Die schwarzafrikanischen Mannschaften hatten einen seltsam unbeteiligten Eindruck hinterlassen, der zu bösesten Vermutungen allen Anlass gibt.<br />
Die &#8220;unbezähmbaren Löwen&#8221; mit ihrem bedauernswerten Hobbydompteur Volker Finke haben allem Anschein nach den Geist des Fußballs nach allen Regeln verraten und verramscht, die lückkenlose Aufklärung hat der nationale Verband Kameruns in unnachsichtiger Weise angekündigt und bei der Ankündigung wird man es wohl dann auch belassen.<br />
Ghanas letzter Auftritt gegen Portugal, wobei eigentlich nur die &#8220;Sterne&#8221; realistische Chancen aufs Weiterkommen hatten, war ebebfalls höchst bedenklich &#8211; die Torwartaktion, die als Maßvorlage für CR7 endete, war normal eine echte Lachnummer, in entscheidenden WM-Spielen ist sowas aber nur zum Heulen.</p>
<p>Die FIFA hat mit ihren launigen Fernsehspots gegen Spielmanipulation, dem Schaden den Spott noch selbst hinzugefügt. Die Ankündigung unbarmherzig und rüchsichtslos durchzugreifen, wird mit der Verordnung zum Aufstellen von Schildern auf allen Plätzen umgesetzt: &#8220;Spielmanipulation verboten&#8221;, selbstverständlich in allen manipulationsrelevanten Sprachen, wie Serbokroatisch und traditionellem Chinesisch.<br />
Die Aufklärung und Aufarbeitung nimmt den altbekannten Weg: Abwiegeln, Verharmlosen und schnell Vergessenmachen durch den geschärften Tunnelblick auf nächste sportliche Großereignisse, den wir ältere Fans seit den Tagen des Bundesligaskandals 70/71 kennen. Damals waren es noch &#8220;sportliche Gründe&#8221;, heute zählt auch dabei nur noch das Geld. Am meisten zu zählen haben die Herren von der FIFA, die vermutlich die geldgierigste Non-Profit-Organisation der Welt ist, folgerichtig wurden die nächsten Titelkämpfe an Oligarchen und Scheichs vergeben, die geben wenigsten gerne und vorallem reichlich, und es trifft keine Armen.<br />
Alles wird gut!<br />
Die Brasilianer werden demnächst noch von den Herren der Ringe (IOC) in den Würgegriff genommen, wo dann noch das letzte Flüssige rausgewrungen werden wird.</p>
<h4>Fußballfetischfantasien</h4>
<p>Es sollte wie immer die beste aller Weltmeisterschaften werden, vorallem die fairste.<br />
Dazu wurden die Schiris von der FIFA angehalten, möglichst wenig Karten zu verteilen, was dazu geführt hat, dass übertriebene Härte wie Ellenbogen im Gesicht, Stollen auf dem Knöchel und Kniee auf splitternden Rückenwirbel nicht konsequent geahndet wurden wie auch taktisch motivierte Spielunterbrechungen &#8211; der Rest von dem Debakel wird dann als &#8220;internationale Härte&#8221; verkauft, dem muss man dann auch so zustimmen. Hauptsache die Statistik stimmt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich hatte ja im letzten Post gemutmaßt, dass die deutsche Delegation nach Brasilien gekommen war, dem Löwen in eigener Höhle das Fell abzuziehen. Dass der sich dann selbst nass macht und das Fell nach einer halben Stunde auf der Leine bei Mutti im Garten zum Trocknen hängt, war dann doch sehr überraschend und irgendwie enttäuschend.</p>
<p>Inzwischen sind wieder alle zu hause, haben sich ordentlich feiern oder schmähen lassen und bereiten sich auf die neue Saison vor. Bei Hertha ist man sehr bemüht gewesen die Qualitätsdefizite aufzuarbeiten, die sich nach dem Verlust der Klassestürmer noch drastisch vergrößert haben. Man hält die Augen weit offen, um noch einen durchschlagskräftigen Mittelstürmer zu verpfllichten, die favorisierten Kandidaten wie Modeste und Aboubakar überzeugen den gemeinen Fan noch nicht wirklich richtig. Das &#8220;Preetzisionsmangement&#8221; scheint auf einen Last-Minute-Knaller-Transfer hinauszulaufen ganz nach der alten Dieter-Creativ-Methode, nur das diesmal auch noch Geld da ist. Man darf gespannt sein, ob er kriegsgewinnlerisch mit einem Überraschungsblitztransfer in der Ostukraine zuschlägt oder ganz gewöhnlich über die Plätze Europas und darüber hinaus rumstöbert.<br />
Mein Favorit wäre Mitrovic von Anderlecht, ein Revival der alten Tschetnik-Power. Es sind aber noch viele Kandidaten auf dem Markt: Dost, wenn es noch holländischer werden soll, Jô, der hier schonmal ins Spiel gebracht wurde und einer völligen Vereinsamung von Ronny entgegen wirken könnte, Kalinic, Slimani, Selke und einige andere brauchbare Stürmer mehr. Bei dem Rumgeeier mit &#8220;Schelle&#8221; und den Verletzungen von Baumjohann und Cigerci wäre die Verpflichtung eines kampferprobten Schlachtrosses wie Jermaine Jones, der sich bei der WM nachdrücklich empehlen konnte, auch sehr zu erwägen, da man nicht ausschließen kann, vom Strudel des Abstiegskampf erfasst zu werden.<br />
Der natürliche Nachfolger von Jerome Boateng in der Innenverteidigung bei Hertha ist John Anthony Brooks, Brooksi war bei der WM eine Halbzeit im Einsatz  und hat dabei die USA in die nächste Runde geschossen, zum  Dank dafür hat Klinsi ihn im restlichen Turnierverlauf geschont.</p>
<p>Ich verstehe nicht, was der Junge getan hat, dass er nur so spärlich zum Einsatz kommt, JoLu und Klinsi geben vor, ihn zum zukünftigen Bollwerk in der Abwehr aufzubauen, gleichzeitig wird einem vorgebetet, wie wichtig die einschlägige Erfahrung ist, die man nur in den wichtigen Spielen erwerben kann und dann lassen solche Trainerkoniferen Brooksi zugucken, kann man ja auch von lernen.<br />
Eine rückenfüllende Tätowierung bei laufendem Spielbetrieb soll als wenig mannschaftsdienlich aufgefasst worden sein, was man so hört.</p>
<h4>Stahlvollbad Bundesliga</h4>
<p>Im ersten Spiel gegen Werder Bremen werden die Weichen für den Saissonverlauf schon gestellt, Warmduscher werden für die &#8220;ice bucket challenge&#8221; nachnominiert, Waschlappen eingeseift bis der Schaum vorm Mund die Sicht versperrt. Einigen Schwimmflügelträgern muss noch die Luft rausgelassen werden, die dann hoffentlich geräuscharm abtauchen.<br />
Morgen geht´s los, ertrinken verboten!</p>
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		<title>Kaderschmiedearbeiten</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2014 00:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue Saison wird per Preetzisionsmangement und luhukayscher Akribie generalstabsmäßig vorbereitet, ein Aufmarschplan für die kommenden Kampfeinsätze mustergültig erarbeitet und ein wuchtiger Sturmangriff der unwiderstehlichen Art auf das erste Tabellendrittel gestartet.
So stellt man sich das jedenfalls als selbst in die Jahre gekommener aber an  Geschichtsvergessenheit leidender Liebhaber der &#8220;Alten Dame&#8221; sehnsuchtsvoll vor.
Die alte preußische Infantriedoktrin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Saison wird per Preetzisionsmangement und luhukayscher Akribie generalstabsmäßig vorbereitet, ein Aufmarschplan für die kommenden Kampfeinsätze mustergültig erarbeitet und ein wuchtiger Sturmangriff der unwiderstehlichen Art auf das erste Tabellendrittel gestartet.<br />
So stellt man sich das jedenfalls als selbst in die Jahre gekommener aber an  Geschichtsvergessenheit leidender Liebhaber der &#8220;Alten Dame&#8221; sehnsuchtsvoll vor.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die alte preußische Infantriedoktrin vom unwiderstehlichen Sturmangriff, die sich beim Niederschlagen des Boxeraufstands zum letzten Mal bewährt hatte, war vor 100 Jahren mit verantwortlich, in welchem Ausmaß die Kanonen gemästet worden sind und der angestrebte Platz an der Sonne in Strömen von Blut versenkt wurde†<br />
Soviel an dieser Stelle zur jubilarischen Würdigung alter Berliner Vorgehensweisen.</p>
<p>Der leichtfertige Gebrauch militaristischen Vokabulars bei der Beschreibung der anstehenden fußballerischen Auseinandersetzungen (Please mention the war!) sollte aber einer eher sportlichen Betrachtungsweise anheim fallen, bzw. nicht ganz so ernst genommen werden, zumal Deutschland beim Überseeeinsatz seines Expeditionskorps auch sein schwerstes Sturmgeschütz zu hause gelassen hat, womit wir wieder beim Thema sind.<br />
Pierre-Michel Lasogga, genannt Bär, ein Sturmtank der Extraklasse mit der zweitbesten Torquote der vergangenen Spielzeit musste für uns normalsterbliche Bundestrainer eigentlich dringend mit nach Brasilien fahren. Wieso Jogi, nachdem PML nun auch schon mal eingeladen war, auf seine Nominierung verzichtet hat, ist völlig unverständlich, ein Zusammenhang mit dem anstehenden Idiotentest will man da schon gar nicht mehr ausschließen.<span id="more-581"></span><br />
Nominell nur einen Stürmer mitzunehmen, der schon ein wenig in die Jahre gekommen ist und dessen Verletzungsanfälligkeit in letzter Zeit auch stark zugenommen hat, könnte sich rächen, obwohl Mirek ein ganz netter ist und Poldi, Götze, Müller und Reus auch im Sturm spielen können.<br />
Auf die Option mit der Brechstange zu verzichten, bzw. Klose Mitte der zweiten Halbzeit raus zu nehmen, wenn er denn bei den Verhältnissen so lange durchhält und wen zu bringen, der nochmal richtig an den Ketten zerrt, ist nur als sträflicher Leichtsinn zu bewerten.<br />
Der Matchplan, den sich die Gegner der deutschen Mannschaft zurecht legen, dürfte in erster Linie von &#8220;internationaler Härte&#8221; geprägt sein, was bei den Filigranisten Özil und Götze seine Wirkung nicht verfehlen wird. Da ist es überlebenswichtig jemanden zu haben, der die Physis mitbringt, voll dagegen zu halten und die Lücken zu reißen, in die Müller und Reus zum Torerfolg durchstoßen können, am Beeindruckensten war aber wie Lasogga seine Entschlossenheit zum Torabschluss nochmal gesteigert hat.</p>
<h4>Spielerqualitätsanforderungen</h4>
<p>Der Bär hat seine Qualitäten beim HSV eindrucksvoll unter Beweis gestellt, der Bär kann gehen und zwar zurück zu Hertha, dass das das Beste für ihn ist, davon müsste er allerdings noch überzeugt werden, bzw. seine Mutter Kerstin, dabei werden ein paar Blümchen nicht ausreichen, eine nennenswerte Auffrischung der Haushaltskasse wird sich wohl nicht vermeiden lassen.<br />
Ob er in der Premier League in seinen  jungen Jahren als &#8220;German Sturmtank&#8221; die Breschen in Abwehrbollwerke reißt und entscheidende Treffer landen kann oder als &#8220;Rheinish Krautwickel&#8221; verrissen und verfrühstückt wird, ist eine spannende Frage. Antworten werden im Laufe der nächsten Jahre gegeben.<br />
Die Wahrscheinlichkeit, dass er auf dem Großparkplatz in der niedersächsischen Rübensteppe anheuert, scheint noch am Größten zu sein. Normal möchte man da nicht tot überm Zaun hängen, geschweige denn ohnmächtig auf der Ersatzbank schmoren, aber da kennt er sich schon etwas aus.<br />
Die Hertha-Mannschaftsführung muss ihm dringend nahebringen, dass seine Entwicklungschancen an der Spree die Besten sind, garantierte Einsatzzeiten und die nötigen Erholungspausen sowie ein überzeugendes Handgeld für die Vertragsverlängerung von 3-4 Jahren. Dazu braucht es noch einen qualifizierten Zweitstürmer wie Konan, der Volllstrecker. Auf einen Spieler dieser Art wartet man in Berlin seit &#8220;Erpelwilli&#8221; seinen bereit gestellten Geldkoffer nicht abgeholt hat, woran sich sicherlich auch nur die Älteren werden erinnern können, falls überhaupt.<br />
Der restliche Kader nimmt langsam Konturen an: Mit Hegeler kommt nochmal ein Spezi vom Cheftrainer aus augsburger Tagen, Stocker sollte den geforderten Ansprüchen auf der linken Seite auch genügen und Plattenhardt darf dahinter dicht machen. Leasingrückläufer wie Bastians und Sahar sollten da zu wenig Platz haben und müssten wohl auf dem Grabbeltisch verramscht werden, da wurde bei der Vereinsführung das erforderliche Fingerspitzengefühl des öfteren schmerzlich vermisst, aber dafür haben sie jetzt Gelegenheit zu üben. Mit Franz und Kluge hat man sich ja nun gütlich geeinigt und Kobi in die verdiente Rente geschickt, aber Burchert, Janker, Holland, Niemeyer und Wagner müssen noch vom Qualitätsmanagementsystem ausgesondert werden, Ronny sollte noch als Sonderfallregelung bearbeitet werden.</p>
<h4>Mannschaftsentwicklungshilfe</h4>
<p>Erfolg ist im Fußball nur mit dem Erzielen von Toren zu erreichen, dazu braucht es jemanden, der die Dinger vorne reinmacht. Dass der &#8220;Bär&#8221; zu Beginn der letzten Saison zum HSV abgeschoben wurde, war für mich eine Riesenenttäuschung, die allerdings durch den guten Saisonstart etwas kompensiert werden konnte. Umso schmerzlicher machte sich das Fehlen in der Rückrunde bemerkbar, aber auch schon vorher waren einige Spiele dabei, die noch einen echten Impuls von der Ersatzbank hätten gebrauchen können. Das macht den besonderen Wert von Lasogga aus, dass er ein mitreißender Fighter ist und das in seinem Alter.<br />
Dass er sich dabei manchmal etwas zu straff aufpumpt, wie im Rückspiel der Relegation zu sehen war, ist völlig  normal, auch dass die Luft dann wieder abgelassen werden muss. Ihm das vorzuhalten, ist völliger Blödsinn, vorallem im Vergleich zum Gebaren einiger gesetzter Herren, das in der vergangenen Saisson zur Aufführung kam.</p>
<p>Eine Entscheidung von PML wird in der kommenden Woche erwartet, die charakterlichen Schwächen oder sogar Dummdreistigkeit, die ihm von einigen Herthaanhängern in den einschlägigen Foren unterstellt werden, sind meiner Einschätzung nach völlig haltlos.<br />
In dieser Situation nicht in aller Ruhe auf Muttis Schoß mit dem Daumen im Mund den Weisheiten aus 18 langen Spielzeiten vom Stiefpappi  zu lauschen, den man früher als Pannen-Olli kannte, und das Für und Wider aller Optionen durchzugehen, das wäre geeignet Pierre-Michel Hirninsuffizienz zu diagnostizieren.<br />
Warum das bei dem Einen als Cleverness und Abgezocktheit beim Gehaltspoker und bei Anderen als Unverschämtheit und undankbare Gier wahrgenommen wird, liegt natürlich an der Perspektive, die Beteiligung von Frauen wie Gaby S. und Bianca I. verschiebt sie dann gerne in Richtung: Geht überhaupt nicht. Dass beim Bär Mama Kerstin die Verhandlungen führt, geht wohl noch darüber hinaus, besonders weil sie ein knallharter Profi ist, bei der noch unbändiger Beschützerinstinkt hinzu kommt.</p>
<h4>Trainerkarussellbremser</h4>
<p>Von Wayne Rooney hieß es, als er bei ManU anfing, dass er noch mehr Muffe vor seiner Mutter hätte als vor Sir Alex. Wie man sich auf Trainerbänken und in Managerbüros gegen solche Furiositäten durchsetzen kann, wird auf keiner Sporthochschule gelehrt.</p>
<p>Preetz und Luhukay sind vollkommen auf die Aufgabe fokussiert, unsere olle Hertha wieder in der Bundesliga zu etablieren, der Trainer beschäftigt sich mit nichts anderem während er in Berlin ist als mit Fußball: Trainingspläne, Aufstellungen, Rekonvaleszenten, Gegnerbeobachtungen, Scouting und das ganze Pipapo.<br />
Wie gesund das in der Form ist, muss jeder für sich selbst beantworten.<br />
Dass Thomas Tuchel sein Amt in Mainz zu Verfügung gestellt hat, bei dem es so ausgesehen hat, dass er sich mit noch größerer Intensität aufs Coaching konzentriert hat als JoLu, war eine ganz dicke Überraschung im Saisonfinale, wobei man nicht weiß, soll man ihn dafür bewundern oder bemitleiden.<br />
Nachhaltige Trainingsarbeit kann nur aus einer gesunden Mischung aus Anspannung und Lockerungsübungen dauernden Erfolg haben. Wieweit sich Herthas Cheftrainer in die Arbeit vertieft, dass er über keinen Tellerrand mehr gucken kann, kann nur vermutet werden. Die Rückrunde sah aus, als habe es nicht wirklich eine Strategie gegeben.<br />
Wenn man Ronny zum Spitzenverdiener macht und nicht ausprobieren will, ob er sich einen Spielrhythmus erarbeiten kann, ist das mindestens Geldverschwendung, das gleiche gilt für Brooks, die hoffnungsvollen Talente müssen auch die Gelegenheit bekommen, sich bewähren zu können.<br />
Mit welchen Intentionen, die Qualität der Mannschaft weiter entwickelt werden sollte, war überhaupt nicht zu erkennen. Bei Ronny steht zu befürchten, dass er nach dem Abgang von Ramos ganz vereinsamt und es wohl besser wäre, sich vom Brasilianischen Ballzauber zu verabschieden und auf japanischhe Verlässlichkeit und Disziplin zu bauen, Kiyotake vom Club wäre sicherlich ein brauchbarer Ersatz.</p>
<p>Für eine fehlende Strategie, die Fußballsparte des Vereins als Ganzes weiter zu entwickeln, gibt es keinen Ersatz. Ob JoLu für diese Übung der richtige Leiter ist, wurde hier schon bezweifelt.<br />
Der gefragteste Fußballlehrer in Deutschland, von dem zu vermuten ist, dass er in nächster Zeit über das nötige Maß an freien Denkkapazitäten verfügt, sollte zumindest für die detaillierte Ausarbeitung eines Konzepts gewonnen werden.</p>
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		<title>Saisonausklangdissonanzen</title>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2014 14:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mannschaft von Hertha BSC schleppt sich mit letzter Kraft dem Ende der Spielzeit entgegen, nach einer grandiosen Hinrunde ist die Luft raus, die Helden sind müde oder verletzt, die Mannschaftsführung gibt Rätsel auf.
Die Dame scheint es sich auf ihre alten Tage in der Liga gemütlich gemacht zu haben, mitten im  Niemandsland der Tabelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mannschaft von Hertha BSC schleppt sich mit letzter Kraft dem Ende der Spielzeit entgegen, nach einer grandiosen Hinrunde ist die Luft raus, die Helden sind müde oder verletzt, die Mannschaftsführung gibt Rätsel auf.<br />
Die Dame scheint es sich auf ihre alten Tage in der Liga gemütlich gemacht zu haben, mitten im  Niemandsland der Tabelle wurde das Saisonziel Klassenerhalt mit an  Langeweile grenzender Sicherheit erreicht, seitdem sieht es ein bisschen so aus, als spielten sie in einer eigenen Klasse &#8211; der Lustlosliga.<br />
Die Hinrunde hatte in fast jedem Spiel, das nicht gewonnen werden  konnte, die Verheißung hinterlassen, dass noch was möglich gewesen wäre &#8211;  mit ein bisschen mehr Glück, Zielstrebigkeit und Konzentration, wovon jeweils  ein ganz kleines Stück zu wenig auf den Platz gebracht wurde.<br />
Zu Beginn  der Rückrunde kam dann auch noch Pech dazu.</p>
<h4>Charakterstudienfinale</h4>
<p>Beim einzigen Heimsieg in diesem Jahr hatte man selbst als dienstälterer Herthafan den Braunschweigern einen Daumen gedrückt, zudem sich zum letzten Spieltag noch der andere gesellen wird, die dann zusammen die Schraube machen, damit die Eintracht von der Oker bei den Rabattkickern zu 18,99 noch 3 Punkte für den Relegationsplatz im Abverkauf erstehen kann. Und das nicht weil man sein Herz für die Blaugelben entdeckt hätte, als Underdog der Liga mit einem Zweitligaetat stehen ihnen aber die drei Punkte als Sympathieprämie uneingeschränkt zu.<span id="more-570"></span><br />
Mit der Niederlage gegen Augsburg hat Torsten Lieberknecht eigentlich alles richtig gemacht und den Sockel für sein Denkmal an der Hamburger Straße vorbereitet. Bei einem Sieg hätte Mainz vorzeitig das Erreichen der Euro-League feiern können, sodass im letzten Spiel der HSV die wesentlich besseren Chancen gehabt hätte, mit der nötigen Entschlossenheit den Relegationsplatz zurück zu erobern. Nun können die braunschweiger Löwen das Herz in die Hand nehmen und mit der allerletzten Patrone den Bock zum Gärtner und dann zur Strecke bringen, wie es der Gegner im letzten Saisonfinale beim BVB vorgemacht hatte. Den Platz zu verteidigen hätte dagegen leicht zu vollen Hosen, zittrigen Knien und schweren Füßen führen können, mit denen man in Sinsheim leicht eine Torlawine lostreten kann.</p>
<h4>Ausverkaufsstrategien</h4>
<p>Dass  Clubberer und Dinos den Weg in die 2. Liga antreten müssen, ist unter wühltischmäßigen  bzw. schnäppchentechnischen Aspekten die wesentlich vielversprechendere Option und Herthas kommender Torjäger will sicher nicht nochmal bei einem Zweitligisten spielen &#8211; von Per Skjelbred ganz abgesehen.<span><br />
Çalhanoğlu, Adler, Diekmeier und Jansen wären auch Spieler, mit denen Hertha sich verstärken könnte, wobei Verteitiger der schwächsten Abwehr der Liga zu verpflichten, nur bedingt sinnvoll zu sein scheint.<br />
Vom Club sind vorallem <span style="color: #000000;">Drmic, <span style="color: #000000;">Kiyotake und mit Einschränkungen <span style="color: #000000;">Plattenhardt und Hasebe  interessant.<br />
</span></span></span></span><span><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;">Weiter stehen Chuopo-Moting, Stocker, Dejagah, Schmid, Ostrzolek, Bellarabi und Contento auf heißen Kohlen in der kalten Gerüchteküche. D</span></span></span></span><span><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;">a heißt es, <span><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;">die Einkaufswunschliste</span></span></span></span><span><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;"> nochmal genau durchzugehen und </span></span></span></span>das Frischgedruckte ganz gründlich nachzuzählen.<br />
Da sollte in Etwa die Qualität bei sein, die Cheftrainer Jos Luhukay in seinem Restkader so schmerzlich aber dafür um so öffentlicher vermisst hat, eine Vorgehensweise, die ich überaus befremdlich finde.<br />
</span></span></span></span></p>
<h4>Zwischen Baum und Borke, Himmel und Hölle</h4>
<p>Bessere Bedingungen, eine Mannschaft spielerisch weiter zu entwickeln,  waren nach der Vorrunde schwer vorstellbar, um so enttäuschender, dass  der Cheftrainer dem  Großteil seiner Manschaft bei anhaltender  Erfolgslosigkeit die Qualität abspricht, um in der Bundesliga  bestehen  zu können. Das geht schon sehr in Richtung der  selbsterfüllenden  Prophezeiungen und endet normaler Weise zwischen allen Stühlen.</p>
<p>Die vorhandenen Qualitäten der einzelnen Spieler aufs Feld zu bringen und aus dem optimalen Zusammenwirken ordentlichen Fußball entstehen zu lassen, ist die primäre Aufgabe des Cheftrainers. Das Leistungsvermögen seiner Kicker nachhaltig in Frage zu stellen, kann nur als grob kontraproduktiv eingeordnet werden und stellt die komplette Mannschaftsführung in Frage, wenn die Verantwortung nicht von den Verantwortlichen übernommen wird.</p>
<p>Es sind oft minimale Kleinig- oder Widrigkeiten, die den Lauf des Balles beeinflussen. Für mich die entscheidende Szene war der geniale Heber von Ronny in der Schlussphase beim Heimspiel gegen den Club, bei dem Ramos orientierungslos im Strafraum rumirrt, der Linienrichter aus einem akuten Anfall medialer Profilierungssucht eine Abseitsposition zusammen fantasiert, in dem er zu erkennen glaubte, dass der Nürnberger Torwart, der sich nicht mal zielstrebig in Richtung Ball bewegt hatte, von Ramos regelwidrig behindert wurde.<br />
Der beste Herthaner war in diesem Spiel wie in der gesamtem Hinrunde Fabian Lustenberger, der der Defensivabteilung als leitender Angestellter den nötigen Zusammenhalt und die Stabilität gegeben hat,  die den Erfolg im ersten Saisonabschnitt ausgemacht hat.<br />
Die Rückrunde kann nur als desaströs bezeichnet werden, so spielen Absteiger!<br />
Lediglich drei Siege, einen überzeugenden, der gegen todessehnsüchtige Hamburger einem Spaziergang glich, einen überaus glücklichen gegen Stuttgard, der glücksmäßig ein bisschen ausgleichend gewirkt hatte, sowie der etwas unmotivierte gegen Braunschweig.</p>
<h4><span>Qualitätsmanagementsysteme </span></h4>
<p>Gegen Hoffenheim musste man dann aufs schmerzlichste zur Kenntnis nehmen, dass auch Ramos die Qualität, die ihm vom Trainer als einzigen bescheinigt wurde und die  den Unterschied ausmachen soll, nicht mehr mit in den Strafraum bringt, sondern ganz im Gegenteil den schönsten Angriffszug der Hertha jäh durchkreuzt hat.<br />
Änis geht links durch und passt mustergültig zu Sami, der lässig einschieben konnte, wenn Adrian, vom Trainer in den festen Glauben versetzt, dass nur er die Qualität hat zu treffen, den Ball durchgelassen hätte. So hat er verhindert, dass die Qualität, die Änis und Sami schon einige Male eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten, zum Tragen kommen konnte.<br />
Sich in unauflösbare Widersprüche zu verwickeln ist häufig der Anfang vom Ende eines Trainerengagements.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Bei Lucien Favre, der beste Übungsleiter, den die Hertha in den letzten Jahrzehnten hatte, war es die Bemerkung, dass für die Aufstellungen nur das Leistungsvermögen der Spieler ausschlaggebend ist, um dann am 2. Spieltag der Saison 08/09, an die man sich gern und mit viel Wehmut erinnert, Kaka für Simunic zu bringen, der dann auch den Patzer produziert hat, der <span>Wichniarek den Ausgleich ermöglichte und der zu allem Überfluss zu seinem zweiten Vertrag in Berlin geführt hatte.<br />
Das war der Beginn des Untergangs, die nachfolgenden Details hinreichend bekannt.</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span>In München hatte der beste Trainer der Welt seine ganze Menschlichkeit eindrucksvoll nachgewiesen und mit der falschen Taktik und Aufstellung seine &#8220;Überbayern&#8221; auf ein bemitleidenswertes Mittelmaß runter gestutzt. Völlig unvermittelt ins offene Messer zu laufen und das viermal hintereinander hatte schon etwas Tragisches, wenn die Spielidee zur Schnapsidee verkommt und jeder Dorfdepp weiß, dass man in der Situation in erster Linie auf Torsicherung spielen muss, sollte man seinem Namen die Ehre erhalten und es vielleicht mal mit Seppuku (Harakiri für Fortgeschrittene) versuchen.</span></p>
<p><span>Der Geschäftsführer Sport und sein Chefcoach stehen vor der ausgesprochen anspruchsvollen Aufgabe, die Mannschaft so weiter zu entwickeln, dass das spielerische Potenzial ausreicht, um nicht in den Abstiegsstrudel hineingezogen zu werden. Es sieht alles so aus, dass Ronny, bei aller spielerischen Klasse wegen mangelnder Einsatzfreude keinen Platz im Team haben wird, ein Mann wie <span><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;">Kiyotake könnte die bessere Lösung sein.<br />
Auf die Qualitäten der Neuverpflichtungen darf man überaus gespannt sein, dass sie alle so einschlagen wie vor Jahresfrist, muss allerdings bezweifelt werden.</span></span></span></span></p>
<p><span><span><span style="color: #000000;"><span style="color: #000000;">Es verspricht aber um einges mehr Spannung als die Rückrunde.</p>
<p></span></span></span></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span><br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;"> </span></p>
<p style="color:#fff;">
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		<title>Hertha beißt sich in oberer Tabellenhälfte fest</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Nov 2013 01:31:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit dem ersten Auswärtssieg, der auch einer grandiosen Torwartleistung zu verdanken war, setzt sich die &#8220;Alte Dame&#8221; im gesicherten Mittelfeld fest, bzw. führt es an.
10 Punkte auf die Abstiegsränge sollten ein beruhigendes Polster für die restliche handvoll Ligaspiele in diesem Jahr sein. Dass das keiner mit dem berühmten Ruhekissen verwechselt, dafür wird JoLu mit Sicherheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem ersten Auswärtssieg, der auch einer grandiosen Torwartleistung zu verdanken war, setzt sich die &#8220;Alte Dame&#8221; im gesicherten Mittelfeld fest, bzw. führt es an.<br />
10 Punkte auf die Abstiegsränge sollten ein beruhigendes Polster für die restliche handvoll Ligaspiele in diesem Jahr sein. Dass das keiner mit dem berühmten Ruhekissen verwechselt, dafür wird JoLu mit Sicherheit sorgen.<br />
Die Trainingsgruppe Richie Golz wird in diesem Jahr noch viele hohe Bälle vor die Kiste treten müssen, um die Defizite von Thomas Kraft beim Herauslaufen bei hohen Bällen in den Griff zu kriegen, beim Bodenkampf gegen frei vor ihm auftauchende Stürmer hat er gegen die TSG 18,99 den Sieg für die Hertha rausgegrätscht  und so die unglücklichen Aktionen gegen Bayern und Schalke vergessen gemacht, wo er im eigenen 5-Meterraum orientierungslos herumgeirrt ist und entscheidende Treffer kassiert hat. Der Einfachheit halber sollten ihm in nächster Zeit jegliche Ausflüge bei Standards ersatzlos gestrichen werden.</p>
<p>Die andere kontroverse Personalie, bei der es für Hertha eher um pekuniäre Verheißungen zu gehen scheint, ist Pierre-Michel Lassoga. Der Cheftrainer lässt verlauten, dass die Veräußerung für ihn kein Problem sei, der Manager gibt den ersten Neuzugang für die neue Saison bekannt, der Finanzchef betont, dass die wirtschaftliche Konsolidierung weiter ein vorrangiges Ziel ist. Die Rollen sind in dem Spiel klar verteilt, PML ist auch als Optionsschein ein echter Outperformer, herthas Vereinsführung will da ganz lang gehen.<br />
Dass sie ihn wirklich halten wollen, glaube ich eher nicht, zumal mit Faton Ademi schon der nächste &#8220;Sturmtank&#8221; nachrückt.</p>
<p><span id="more-537"></span>Als Außenstehender darf man wohl davon ausgehen, dass die letztendliche Entwicklung stark vom weiteren Saisonverlauf abhängen wird. Sollte Hertha wider jedes Erwarten die Championleaguequalifikation erreichen, ist ein austrainierter Lasogga unverzichtbar, aber wahrscheinlich auch nur so bezahlbar. Mit jedem Treffer, den er für den HSV erzielt, steigt unaufhaltsam die Zahl der Interessenten und damit der Kurs, nicht auszudenken Pierre-Michel bleibt gesund und von Verletzungen verschont und kämpft bis zum Ende mit um die Torjägerkanone. Für die Hamburger ist er vorne drin alternativlos, im Winterschlussverkauf müssten sie aber dringend für die Verteidigung noch ein fettes Sparschwein schlachten, wenn das mit den sportlichen Zielen noch was werden soll. Mit der jetzigen Abwehr reicht es gerade noch für eine Schießbude auf dem Dom.</p>
<p>Wenn man die beiden wertvollsten Spieler aus dem Herthakader betrachtet, nämlich Ramos und Lasogga, fällt auf, dass sie im Rahmen der Scorerliste unter den ersten Zehn als absolute Schnäppchen ins Auge stechen. Die nächste Anpassung könnte dabei auch schnell im achtstelligen Bereich landen.</p>
<p>Da werden dann wirklich schwere Entscheidungen zu treffen sein, in der langfristigen Entwicklung ist es wichtiger, kurzfristig einen großen Schritt in Sachen Entschuldung zu machen und in den Trainerstab zu investieren. Die Nachwuchstrainer in allen Ehren und bei allen Meriten, vom Stallgeruch ganz zu schweigen, irgendwie scheint es noch an was zu fehlen. Gernot Rohr soll laut gut abgestandenen Scheißhausparolen immer noch in der kalten Gerüchteküche bei der Hertha stehen, einen international erfahrenen, weltgewandten Fachmann könnte man im Westend schon gut gebrauchen, Holger Stanislawski könnte auch ein brauchbarer Kandidat sein, wichtiger ist aber wahrscheinlich ein zwingendes Konzept und da hätte dann sowwieso der Cheftrainer das letzte Wort.</p>
<p>Dass Hertha in dieser Saison schon den Sprung auf die europäische Fußballbühne schaffen sollte, ist meines Erachtens nicht mal wünschenswert, weil es genau eine kontinuierliche Entwicklung der Mannschaft stört.<br />
Die Beispiele von Frankfurt und Freiburg sollten abschreckend genug sein, an die letzten Auftritte der Hertha möchte ich in diesem Zusammenhang nur noch sehr ungern erinnert werden. Das zweite Jahr wird in Sachen Klassenerhalt nach einer alten aber solide verflochtenen Binsenweisheit noch schwieriger</p>
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		<title>Championsleaguebefähigungsnachweis</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 23:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Michael Preetz]]></category>
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		<description><![CDATA[Die alte Dame hat den Bayern den Lederhosenboden stramm gezogen und es dann vor Kraft nicht geschafft, ihn ordentlich zu versohlen. Da hat Torwarttrainer Richie Golz noch eine anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen, um bei der erforderlichen Konzentration die nötige Lockerheit  in den Strafraum und auf die Torlinie zu bringen.
An allen drei Gegentreffern war Herthas Torhüter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die alte Dame hat den Bayern den Lederhosenboden stramm gezogen und es dann vor Kraft nicht geschafft, ihn ordentlich zu versohlen. Da hat Torwarttrainer Richie Golz noch eine anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen, um bei der erforderlichen Konzentration die nötige Lockerheit  in den Strafraum und auf die Torlinie zu bringen.<br />
An allen drei Gegentreffern war Herthas Torhüter nicht gänzlich schuldlos, beim ersten verirrt er sich im 5-Meterraum, beim zweiten hatte er nicht genug Bodenhaftung und beim dritten versieht er Liniendienst anstatt dem Ball entgegen zu gehen. Zwischen den Pfosten konnte man sich nicht für höhere Aufgaben gegen den Championsleaguesieger empfehlen, zum Glück nur in diesem Spiel, denn Thomas Kraft war der bislang beständigste Herthaner, an alter Wirkungsstätte hatte er sich wohl zuviel Druck gemacht und nicht richtige Einstellung zwischen Anspannung und Gelöstheit gefunden.</p>
<h3>Pleiten, Pech und Pannen-Olli<span id="more-531"></span></h3>
<p>Wie krass man als Tormann daneben fassen kann, war an diesem Spieltag in der beliebten Fortsetzungsreihe &#8220;Pannen-Olli&#8221; zu bestaunen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Meine absolute Lieblingsfolge ist wie Olli K. kurz vor Toresschluss vorm gegnerischen Kasten auftauchte und mit einer grandiosen Double-Fist-Action das Ding ins Netz bugsierte. Wie groß muss da der Druck zwischen den Ohren gewesen sein, um so völlig hirnentkoppelt zu agieren. Das war großer Slapstick für die Fußballewigkeit, echt Panne, eine der schönsten gelben Karten überhaupt.</p>
<p>Olli B. vom SCF &#8211; eigentlich ein Pfeiler der neuen deutschen Torwartherrlichkeit &#8211; hat mit einem eindrucksvollen Patzer-Triple gegen den HSV die Latte für Schlussmanngraupen in fast unerreichbare Höhen geschraubt. Besonders gelungen fand ich die Szene beim zweiten Tor, als er nicht wusste, wo die Strafraumgrenze war und den Ball Lasogga mit dem Knie vorgelegt hat, der sich wie früher zuhause gefühlt haben dürfte, als Jugendlicher mit dem Orginal im Garten.</p>
<h3>Höhenrauschgift</h3>
<p>Für den weiteren Saisonverlauf und die Entwicklung der Mannschaft war es wahrscheinlich sogar besser, das Match gegen den FCB zu verlieren, so dass alle vergegenwärtigen können, dass nur kontinuierlich akribische Arbeit, Hertha wieder zu einem festen Bestandteil der Liga machen kann.<br />
Manager Preetz, der seinen Vertrag gerade verlängert bekommen hat, hat sich anscheinend auch als lernfähgig erwiesen und die üblichen Vorgehensweisen aus den Tagen des alten Managers überwunden, wo es vorallem darum gegangen ist, sich als Manager zu profilieren.<br />
Die Verpflichtungen für die jetzige Spielzeit haben alle gepasst wie Arsch auf Eimer, das sieht aus, als hätte der Trainer die fälligen Entscheidungen getroffen.<br />
Die angeschlagenen Schalker, die in dem Zustand immer gefährlich sind, aber sich mehr mit dem ledierten Knie von Prince Kevin zu beschäftigen scheinen, sollten gerade recht kommen, um zu zeigen, wie hoch Championsleagueniveau sein kann.</p>
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		<title>Bundesligaalltagstauglichkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Oct 2013 20:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wagner]]></category>

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		<description><![CDATA[Hertha hat mit dem Unendschieden bei 96 die Erstligareife erneut nachgewiesen, aber einmal mehr wurde eklatant deutlich, dass es vor dem gegnerischen Tor an einem Vollstrecker fehlt. Allagui, Ben-Hatira und Ramos haben die Chancen nicht nutzen können, mit deren Verwertung es sich die &#8220;Alte Dame&#8221; im oberen Tabellendrittel schon hätte gemütlich machen können. Wagner war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hertha hat mit dem Unendschieden bei 96 die Erstligareife erneut nachgewiesen, aber einmal mehr wurde eklatant deutlich, dass es vor dem gegnerischen Tor an einem Vollstrecker fehlt. Allagui, Ben-Hatira und Ramos haben die Chancen nicht nutzen können, mit deren Verwertung es sich die &#8220;Alte Dame&#8221; im oberen Tabellendrittel schon hätte gemütlich machen können. Wagner war in Hannover sogar mal an dem Tor beteiligt, bei dem er den Kopf sehr schön weggezogen hatte, wann er den Schädel mal hinhält, dass es klingelt, da hoffen gerade wir älteren Herthafans, dass wir das noch erleben werden.<br />
Auch nach längerem Nachdenken muss von meiner Seite konstatiert werden, dass mein Fußballsachverstand nicht ausreicht, um der Ausleihe von Lasogga und dem Festhalten an Wagner eine Sinnhaltigkeit abzugewinnen, gleichwohl ist das Vertrauen in JoLu unerschüttert. Es ist vorstellbar, dass das Mannschaftsgefüge homogener ohne ihn ist, gerade wenn man sich mit dem Chef nicht 100prozentig versteht, eins ist aber ganz sicher, nämlich dass gegen den Abstieg nur Tore helfen.<br />
Wo Ramos nur spielen will, reißt Lasogga die Lücken in die gegnerische Abwehr und haut die Dinger konsequent auf die Kiste. Dass man das ausleiht, was man am nötigsten braucht??? Man muss ja auch nicht Alles verstehen!</p>
<h3>Shootingstar<span id="more-516"></span></h3>
<p>Pierre-Michel Lasogga hat mit einem lupenreinen Hattrick den HSV gegen den Club aus den Abstiegsrängen geschossen und dem 6-Punktespiel mit der Tordifferenz noch einen hinzugefügt und war folgerichtig der Mann des 8. Spieltags.<br />
So hat er mit Michael Wiesinger seinen ersten Trainer zur Strecke gebracht und kann sich eine Kerbe in die Ohrmuschel knipsen, und er hat den Rekord von Gerd Müller für den zügigsten Auswärtshattrick von 11 auf 8 Minuten verbessert. Und wo Müller drauf steht, ist nicht immer drin. Sein Namensvetter im Sturmzentrum der Bayern hat sich gegen Bayer als Großchancentod erwiesen, was ihn für viele noch sympatischer rüberkommen lässt. Was Vollstreckerqualitäten wert sein können, ist an &#8220;kleines dickes Müller&#8221; Scorerlisten unverkennbar, der Anteil, den er daran hat, wo der FCB heute steht, kann garnicht hoch genug überschätzt werden. Die 15 jährige Torgarantie auf Stürmer gibt es heutezutage auch schon lange nicht mehr.<br />
Auf jeden Fall hofft man, dass Lasso gesund bleibt, gut trainiert und damit die Begehrlichkeiten der ganzen Liga lostritt, die dann nur noch von den Finanzgrößen bezahlt werden können. Man hörte schon was von 7 Millionen und ein Dementi dazu, dass er dafür zu haben sein wird. In der Geschäftsführung wird man hoffen, das demnächst 7stellige Beträge aufgerufen werden und zumindest pekuniär ein Volltreffer gelandet wird.</p>
<h3>Pokalkalamitäten</h3>
<p>Dass PML auch die endscheidenden Tore machen kann, hat er im Pokal gegen Fürth eindrucksvoll gezeigt. Das tut um so mehr weh, als Hertha gegen Lautern in der Pfalz die Chance auf das Berlinderby leichtfertig verspielt hat. Eine Ansetzung bei der man Abstiegskampf auf Umbiegen und Abkotzen realitätsnah simulieren konnte, dass dabei die &#8220;Kampfschweine&#8221; mittenhinein  in die Suhle geworfen werden, &#8220;das ist klar&#8221;, die Abwehr allerdings völlig neu aufzustellen, ging doch ziemlich nach hinten los, und warum ein Stratege wie Kluge dabei keinen Platz hat, ist mir auch völlig unverständlich.</p>
<h3>Ligapflichtaufgaben</h3>
<p>Die ziemlich durchwachsene Bilanz der letzten Wochen stimmt beim Blick auf die Tabelle allerdings sehr versöhnlich. Bei genauerer Betrachtung muss aber konstatiert werden, dass deutlich mehr drin gewesen ist, wenn jemand es rausgeholt bzw. die Dinger reingemacht hätte.<br />
Gegen Freiburg wurde vorab Anschauungsunterricht freihaus geliefert, was alle Beteiligten bei Hertha aufmerksam verfolgt haben dürften, und Liberec hat die Schwächen gnadenlos bloßgelegt, an denen Trainer Streich nur notdürftig gearbeitet haben konnte. Da fehlte der &#8220;Alten Dame&#8221; in der 2. Halbzeit eindeutig der letzte Biss, genau wie drei Tage später im Pokal &#8211; mit den Dritten kann man halt nur gut knirschen.<br />
Beim Heimsieg gegen Mainz hat exakt das den Ausschlag gegeben, obwohl auch eher dosiert vorgegangen wurde und Mainz mit einer gruseligen Passquote der Hertha buchstäblich in die Karten gespielt hat.</p>
<h3>Trainerlegenden</h3>
<p>Zum nächsten Heimspiel, dass wiederum neue Maßstäbe setzen kann, kommen im Topspiel alte Bekannte an die Spree: Luci und Raffa spielen um den Anschluss an die Tabellenspitze.<br />
Die ersten drei Plätze scheinen schon vergeben zu sein, aber der Championsleguequalifakationsplatz wird vom &#8220;dreckigen Dutzend&#8221; der Liga ins Auge gefasst, und unsere &#8220;Alte Dame&#8221; sollte da auch nochmal herzhaft zugreifen.</p>
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