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	<description>...wenn nicht nur das Deo versagt</description>
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		<title>50 Jahre Herthafan, einfach goldig</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2018 00:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jugendrebellion
Im Frühsommer 68 hallten durch die Nebenstraßen der Pestalozzistraße im beschaulichen Charlottenburg aus tausenden Kehlen Straßenkampfparolen:
Rechts in der Windscheid &#8220;Ho Ho Ho Chi Minh&#8221; mit der Aufforderung &#8220;Bürger laßt das Gaffen sein, kommt herunter, reiht euch ein!&#8221; und &#8220;Bürger runter vom Balkon, unterstützt den Vietkong!&#8221;, der Bürger kam bekanntlich nicht, sondern stänkerte nur was von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Jugendrebellion</h3>
<p>Im Frühsommer 68 hallten durch die Nebenstraßen der Pestalozzistraße im beschaulichen Charlottenburg aus tausenden Kehlen Straßenkampfparolen:<br />
Rechts in der Windscheid &#8220;Ho Ho Ho Chi Minh&#8221; mit der Aufforderung &#8220;Bürger laßt das Gaffen sein, kommt herunter, reiht euch ein!&#8221; und &#8220;<span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">Bürger</span> runter vom Balkon, unterstützt den Vietkong!&#8221;, der Bürger kam bekanntlich nicht, sondern stänkerte nur was von Arbeiten und Haareschneiden.<br />
Kleine Jungs mussten dann aber mal gucken gehen, wohin der Tross marschierte. Vor der Oper wurden Ami-Flaggen verbrannt  und angestrengt Texte aufgesagt.<br />
Ähnliche Texte hatte ich aber auch zu hause, Sonntags zum Hühnchen.<br />
Es aßen sich gegenüber unser Großer &#8220;Rote Zelle Jura&#8221; im Angriff und unser Alter &#8220;Persilscheinurteil Mitläufer&#8221; in der Verteidigung, das Ergebnis dieser Revision: Essstörung, meinerseits &#8211; lebenslänglich.</p>
<p>Ein Fluchtweg aus diesem Spannungsverhältnis führte nach links <span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">in die Fritsche </span>zum Bolzplatz, wo nicht ganz so zahlreich und lautstark aber fast noch entschiedener &#8220;Ha Ho He Hertha BSC&#8221; und &#8220;Nieder mit den Alsenborn!&#8221; skandiert wurde. <span id="more-698"></span>Nachdem Hertha in der Pfalz verloren hatte, war der Aufstieg, den ganz Berlin &#8211; also die eingemauerten &#8211; ganz fest ins Auge gefasst hatte und der als selbstverständlich betrachtet wurde, gefährdet.<br />
Der Bürger kam denn doch noch vom Balkon und <span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">strömte in</span> Massen ins Olympiastadion und Hertha schaffte souverän den Sprung ins Oberhaus, wo man gleich <span style="background-color: transparent; color: #000000; display: inline; float: none; font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;Bitstream Charter&amp;quot;,Times,serif; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;">zum Zuschauerkrösus </span>avancierte und Stammspieler vom Meister verpflichten konnte. <span style="background-color: transparent; color: #000000; display: inline; float: none; font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;Bitstream Charter&amp;quot;,Times,serif; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;">Auf dem Bolzplatz <span style="background-color: transparent; color: #000000; display: inline; float: none; font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;Bitstream Charter&amp;quot;,Times,serif; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;">grenzte</span><span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;"> </span>d</span>ie <span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;"> Begeisterung für </span>&#8220;Goldköpfchen&#8221; Brungs an Raserei, in der 2. Saison war Hertha in der Spitze der Bundesliga angekommen.<br />
Der freie Eintritt für Kinder sorgte dafür, dass die Kaulquappen auf dem besten Weg waren, im Froschkonzert mit zu quaken, der Bundesligaskandal war dann allerdings eine Kröte, an der man sich in dem Alter nur verschlucken konnte, von Verdauen gar nicht zu reden, so dass es letztlich nur zu Unken reichte.<br />
Der Zerfall des hoffnungsvollen Kaders aus akuter Geldgier führte direkt in die Pleite, die Plumpe wurde versilbert, die Kohle gleich wider rausgehauen, so dass noch ordentlich Fußball gespielt wurde, vor allem von Ete Beer und Larry Horr, der einzige der den Bestechungsskandal heil überstanden hatte.<br />
Wenn man aber mal richtigen Krach und viele Leute erleben wollte, ist man zu der Zeit zum Kaiserdamm und hat die Parade unser alliierten Beschützer mit abgenommen: Dieselmotorengedröhn und Panzerkettengerassel vom Ohrenbetäubensten &#8211; der Geruch und das Geräusch von Freiheit und Sicherheit.</p>
<p>Fernsehen war auch neu für mich und brachte Fußball als leicht zu konsumierende Häppchen, der Stadionbesuch, obwohl gratis, war relativ anstrengend und zeitraubend und Sportschau, unser Fernseher konnte nur Erstes und Osten, war einfach bequemer und übersichtlicher. Hier noch ein Link dazu vom Beginn dieses Blogs: <a href="http://www.grasplatzmemmen.de/?p=191">Fernsehfußball</a>.</p>
<h3>Erwachsenwerden</h3>
<p>Wie man es als Fan durch die 80er geschafft hat, unbeschadet kann man nicht unbedingt sagen, sondern wie man es bei Helmut im &#8220;Blue Note&#8221; auf´m Klo nachlesen konnte:</p>
<p style="padding-left: 30px;">KPD/ML Sieg im Volkskrieg,<br />
HSV/BL Sieg im Volkspark,<br />
LSD/XL Sieg im Vollrausch.<br />
Realität ist was für Leute, die nicht mit Drogen umgehen können.</p>
<p>Die Poststadiontraumatische Belastungsstörung konnte so einigermaßen glimpflich überwunden werden, genau wie die panische Angst vor einem akuten Hungerast.</p>
<p>Dann wollte ich eigentlich noch die Verwirrungen der deutschen Einheit behandelt haben, war ich nicht mehr zu gekommen, nie wurde eine dermaßen vernichtende Niederlage so ausgiebig gefeiert.<br />
Dass in Berlin in den 90ern an Runden Tischen mehr los war als auf eckigen Plätzen, war das Eine, was die Hertha im nationalen Überschwang und nach dem Gewinn der WM angeboten hatte, kann fanlicherseits nur als Höchststrafe beschrieben werden, o<span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">bwohl man zur Einheit wieder erstklassig wurde. Dabei hielt man die rote Laterne durchgängig so fest umklammert, dass man es wirklich nicht mit ansehen konnte, zumal der Freizeitpark Ost ständig geöffnet hatte. </span>Trotz der hoffnungsvollen Nachwuchskicker wie M. Basler (&#8221;Bis zum Hals Weltklasse.&#8221; Trainer B. Stange, durch und durch Vollstasi), N. Kovac, K. Ramelow eierte man lustlos und frustgesteuert in der 2. Liga rum.<br />
Mit der Gestaltwerdung der Hauptstadt taten sich wirtschaftliche Perspektiven auf, wo sich bei der Alten Dame einige seriöse Herren als Wirtschaftsrat um die Haushaltskasse verdient gemacht haben.<br />
Und dann kam <a href="http://www.schiedsrichtergespann.de/geh-zu-hause-dieter/">Dieter</a>.<br />
Er war zwar nur 3. Wahl aber im Raushauen der Kohle hat er auch den einen oder anderen Treffer gelandet, mit der Verpflichtung von &#8220;Lulu&#8221; Favre hätte es sogar fast mit der Meisterschaft geklappt, wenn nicht eine Oberpfeife an seinem saumäßigsten Nachmittag aus dem <a href="http://www.schiedsrichtergespann.de/hertha-kommt-in-wolfsburg-unter-die-raeder/">6-Punktespiel</a> des letzten halben Jahrhundert die Farce des neuen Jahrtausend gemacht hätte. Die Chance für Hertha, die Meisterschaft zu gewinnen, hätte die alte <a href="http://www.schiedsrichtergespann.de/wundertrantuete-hertha/">Wundertrantüte </a>auch im letzten Spiel bei einem Abstiegskandidaten grandios vergeigen können, aber mehr Spannung wäre nicht gegangen. So muss man denn wohl alle Hoffnung auf den Titel fahren lassen, man weiß nur noch nicht wohin.</p>
<h3 style="padding-left: 30px;">Kulturschandmale</h3>
<p style="padding-left: 30px;">Die Modernisierung der Bundeshauptstadt mit dem Prunkstück des höchsten Kanzlerbungalow der Welt und dem altmodischstem Fußballstadion Deutschlands schreitet immer noch weiter aber unaufhaltsam voran.<br />
Bei der Renovierung des Olympiastadions hatte man versäumt einen ordentlichen Neuanfang hinzulegen, den alten Quatsch abzureißen und den ganzen Breker-, Thorak- und Meller-Muschelkalkmist auf den Müllhaufen der Geschichte endzulagern. Das wäre mein Entwurf gewesen für das Holocaust- Mahnmal.<br />
Die schönsten Stücke hätte man auf einem Tieflader sehr schön in der Rushhour und im Schritttempo die Paradestraße runter deportieren können, den Rest natürlich bei Nacht und Nebel. Kunst muss auch ein bisschen weh tun, HA Schult-Fans wären völlig aus dem Häuschen gewesen vor Begeisterung, da hat der Meister leider völlig versagt. Die aufgetürmten Stücke, Sockel und Statuetten hätte man akkurat mit einem fettstabilen Stacheldraht- Doppelzaun umfriedet, dazwischen eine Patrouille, natürlich mit deutschen Schäferhund und nächtens voll beleuchtet, dazu die passende Baracke als Informationszentrum.<br />
Das Ganze abgerundet mit der gläsernen Autowaschanlage auf dem Ernie bei der permanent ein Mercedes übergebürstet wird.<br />
Für die fälligen Bußgelder des Dieselskandals sollte dringend ins Auge gefasst werden, den Vorschlag nochmal aufzugreifen, und für jede deutsche Automarke eine Anlage zu installieren und die Karren pausenlos, vor und zurück in Unschuld zu waschen, für den Platz ein großer Gewinn.<br />
Die Chance auf eine Entästhetisierung der herrschenden Erinnerungskultur, bei der das Grauen im Erhabenen verniedlicht wird, wurde mal wieder verpasst, so dass alle Gedankengänge zur Deutschen Leidkultur in aller Gemütlichkeit in Posemuckel enden.</p>
<h3>Midlifecrisis</h3>
<p>Die Auflösung der Zwangsehe <span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">von Dieter und Hertha war mangels Masse unvermeidlich, dass ein <a href="http://www.grasplatzmemmen.de/?p=291">Liftboy </a>die Nachfolge antreten musste, muss man dann als das tragische Ende der Trilogie betrachten. Wie Dieter in Wolfsburg dann einen Meister mit richtig viel Geld zu einem Abstiegskandidaten gemanagt hat, war die dazugehörige Groteske, bei der die Helden auf ihre menschlichen Unzulänglichkeiten reduziert werden, was mich nur notdürftig versöhnen konnte, aber immerhin.</span></p>
<p>Ende Februar bin ich dazu gekommen mir ein Spiel in der Alten Försterei anzusehen, gegen Sandhausen durchschnittliche Zweitligakost, aber das Stadion, Stehplatz Gegentribüne keine 10 Meter von der Seitenlinie entfernt, bietet schon ein anderes Zuschauerlebnis, die Stadt ist allerdings immer noch sehr geteilt, sie wird in der Innenstadt vom Westen gerade aufgerollt, aber Köpenick ist noch voll ostig. An zusätzlicher Entfremdung wird auch noch akribisch gearbeitet</p>
<p>Die Alte Dame braucht dringend eine neue Unterkunft, da sind sich ja fast alle einig. Mein Vorschlag wäre der Osten, der Osten vom Flughafen Tegel am Rande des Wedding. Hoch, laut, eng und ruhig ein bisschen größer als neben  dem Oly geplant.<br />
Hertha scheint sportlich im Zentrum der Mittelmäßigkeit angekommen zu sein und will da anscheinend erstmal nicht mehr weg, dazu hier demnächst mehr.</p>
<p>&#8220;Die Mannschaft&#8221; in Russland verdient auch noch eine Würdigung: Aufregung und Spannung im Übermaß von Anfang an. Viel mehr kann einem eigentlich gar nicht versprochen werden.</p>
<p style="text-align: right;">
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		<title>Abstiegskampf bis zum letzten Abpfiff</title>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2015 08:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht gänzlich unerwartet legt die Alte Dame zum Saisonfinale einen letzten Hauch von Suspense auf, ein Duft mit dem betörenden Odeur von kaltem Angstschweiß in der Kopfnote, abgerundet mit dem stechenden Gestank randvoller Hose in der Herznote und getragen vom Muff des abgestandenen aber anheimelnden Stallgeruch in der Basisnote.
Olfaktorisch ein Worst-case-Szenario, das aber Spannung über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht gänzlich unerwartet legt die Alte Dame zum Saisonfinale einen letzten Hauch von Suspense auf, ein Duft mit dem betörenden Odeur von kaltem Angstschweiß in der Kopfnote, abgerundet mit dem stechenden Gestank randvoller Hose in der Herznote und getragen vom Muff des abgestandenen aber anheimelnden Stallgeruch in der Basisnote.<br />
Olfaktorisch ein Worst-case-Szenario, das aber Spannung über den Spieltag hinaus verspricht &#8211; Relegation, der Overkillthriller.<br />
Die Chance, dass es ein echter Schocker wird, soll 0,6% betragen.</p>
<p>Spielkultur war das, was ich meisten vermisst habe in dieser Saison. Das kann auch Beißen, Hauen, Treten sein, kommt ganz drauf an, was man zu Verfügung hat.<br />
An Geld hat `s nicht gefehlt.<br />
Die Rückrunde der letzten Saison war für mich der Knackpunkt für den nachhaltigen Rückschritt der Mannschaft, spätestens ab dem 20. Spieltag hatte man beste Bedingungen frei aufzuspielen und Systeme, Varianten und Entwicklungsmöglichkeiten zu testen, vorallem bei Spielern, denen man Potenzial zurechnen durfte: Brooksy, Schulz!, Mucki, Ronny und den einen oder anderen aus der Nachwuchsabteilung.<br />
JoLu hatte dann leider völlig die Nerven verloren, in einer Situation in der sie nicht mal angespannt werden mussten und sich komplett in seiner akribischen Arbeit festgefahren.<span id="more-676"></span></p>
<p>Das hat sich dann schmerzhaft darin geäußert, dass er dem Großteil des Kaders die Qualität für die 1. Liga abgesprochen hatte, ein Trainerfehler der nur von Meiers Kopfstoß gegen Streit übertroffen wurde, und ebenfalls die sofortige Freistellung erfordert hätte.</p>
<h4>Perspektivtrainerwechsel</h4>
<p>Da hatte dann zum wiederholten Male das Preetzisionsmanagement kläglich versagt, zumal das auch eine Situation war, wo einiges ausprobiert werden konnte, wenn man seinen Job ordentlich gelernt hätte und einen Freischuss für einen Perspektiv- oder Übergangstrainer hatte.<br />
Was machte GF Sport in der Situation?<br />
Er drängelt sich in Nibelungentreue zu seinem Cheftrainer ins Hamsterrad: Augen zu und öffentlich vorführen, wie man sich für den Verein abstrampelt.<br />
Eine Vorgehensweise, die immerhin den Präsidenten hinreichend beeindruckt hat, so dass er wie der dritte Mann hinter dem GF steht.<br />
Aber aus dem Hamsterrad kann man nicht über den Tellerrand gucken.</p>
<p>Eine Bestätigung der besonderen Art war, dass Preetz die Bewerbung als Nachwuchstrainer von Thomas Tuchel abgelehnt haben soll, die für mich ein weiteres Indiz dafür ist, dass die Hertha ein unübertroffenes Talentreservoir hat<br />
Stattdessen wurden anscheinend ausschließlich Leute mit anrüchigem Stallgeruch engagiert, eine Klüngelei (Man kennt sich, man hilft sich.) bei der jeder vom anderen viel Bestätigung erfährt, auch für Arbeit, die nicht so ganz gelungen ist und die den Verein leider kein Schrittchen weiter bringt.<br />
Die Hoffnung, dass Pàl Dàrdai ein echtes Trainertalent ist, das in der Umgebung in voller Üppigkeit erblühen kann, wird uns wohl durch die nächste Saison begleiten müssen.</p>
<h4>Wanderheuschreckenplage</h4>
<p>Die Lage ist ernst aber nicht aussichtslos, alle werden sich nach dem Klassenerhalt auf die Schultern klopfen, Trainer und Co werden mit dem GF Sport ins Hamsterrad drängeln und die gemeinsamen Entscheidungen über die Verpflichtungen der neuen Saison vornehmen. Hoffentlich bekommen sie die Entlassungen diesmal wenigsten einigermaßen auf die Reihe.<br />
Das riecht förmlich nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner.<br />
Das ist der Fluch, der auf der Alten Dame zurzeit lastet: In Spree-Athen hat die Kleingeistigkeit von Posemuckel nach wie vor das Regiment im Allgemeinen und im Fußball im ganz Besonderen.<br />
Der einzige Weg sie zu überwinden, ist die Profitgier der Wanderheuschrecke.</p>
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		<title>Hertha zurück im Abstiegskampf</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2015 12:43:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach sieben Spielen ohne Niederlage gab es jetzt erwartungsgemäß drei Stück in Serie für die Alte Dame.
Bei den Bayern hatte man Möglichkeiten zu punkten, verlor aber  mit dem selben Ergebnis wie im Hinspiel mit 1:0.
Gegen Gladbach war Old Lady dann fast chancenlos, was Zählbares rauszumauern, obwohl man sich noch einreden wollte, wer solche Großchancen auslässt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach sieben Spielen ohne Niederlage gab es jetzt erwartungsgemäß drei Stück in Serie für die Alte Dame.<br />
Bei den Bayern hatte man Möglichkeiten zu punkten, verlor aber  mit dem selben Ergebnis wie im Hinspiel mit 1:0.<br />
Gegen Gladbach war Old Lady dann fast chancenlos, was Zählbares rauszumauern, obwohl man sich noch einreden wollte, wer solche Großchancen auslässt wie die Gladbacher, wird am Ende bestraft, vorzugsweise durch Ronny. Der scheint allerdings längst vergessen zu haben, wo er das Gerät hingehängt hat, und so war dann Traoré der entscheidende Mann und das auf Robbenart.<br />
Das entspricht dann auch der Fortbewegungsweise von Madame in den letzten Spielen. Die Puffbeleuchtung schimmert schon bedenklich durch den abziehenden Pulverdampf, das Bellen der Hunde, die die auch beißen, kommt auch langsam wieder näher.<br />
Gegen den BVB hat man dann auch genau so gespielt, als wollte man noch gebissen werden. Die Spannung wird so weiter hoch gehalten, und das darf dann auch noch gewürdigt werden.</p>
<h4>Auf der Kriechspur in den Kraichgau</h4>
<p>Dass der Sog des Abstiegskampfes Hertha noch erfassen könnte, war für mich ziemlich unwahrscheinlich, aber ein Pünktchen müsste planungssicherheitshalber noch geholt werden, nichtsdestotrotz könnte es selbstverständich auch mit dem Teufel zugehen und am letzten Spieltag kommt es zu der Situation, dass noch 6 Teams in den sauren Apfel beißen können. Das ist der Genießerthrill, wie ich ihn im letzten Beitrag schon vermutet hatte, da hatte ich allerdings noch nicht an die eingangs erwähnte Serie geglaubt.<br />
Die letzten Krankenstandsmeldungen sind dann allerdings wieder geeignet, dem Schlimmsten gefasst ins triefnasse Auge zu blicken.<span id="more-665"></span><br />
Relegation könnte dann noch die Extraportion Spannung bereithalten, bei der man das letzte Mal den Untergang erleben musste, also noch was gutzumachen hat.<br />
Pal Dardai sollte sich mit der Stabilisierung des Teams die Berechtigung für das Cheftraineramt in der nächsten Saison erarbeitet haben und dürfte mit den Überlegungen für die neue Spielzeit schon angefangen haben.<br />
Einen Schuss Extraqualität täte Fan sich wünschen: Prince Kevin steht immer ganz oben auf meiner Liste, zumal er bei Schalke gerade ausgemustert wurde, ein Schauspiel, das die Hilflosigkeit der schalker Vereinsführung gerade für alte Herthafans in herzerwärmender Weise sichtbar macht. Dass nun auch noch die Anwälte mit der weiteren Abwicklung betraut werden müssen, ist ein amüsantes Nachspiel zur provisorischen Füllung des Sommerlochs.<br />
Die Wanderungstendenz geht aber wohl eindeutig Richtung Süden: Rom oder Neapel, Hauptsache die Kohle stimmt.</p>
<h4>Kaderschmiedearbeiten per Preetzisionsmanagement</h4>
<p>Die Mannschaftsführung der Alten Dame sollte Prince Kevin hinreichend  genau kennen, um die Sinnhaltigkeit einer Verpflichtung beurteilen zu können. Vermutlich fehlt aber die Phantasie und vorallem die Courage, die Chancen zu ergreifen und dabei schwer zu kalkulierende Risiken einzugehen.<br />
Es wird, wie zu befürchten ist, auf die eingespielten Verhaltens- bzw. Verpflichtungsmodalitäten hinauslaufen, die Hoffnung, dass Pal Dardai einige Ideen hat, 15/16 eine funktionierende Mannschaft auf den Rasen zu bringen, ist nicht groß aber sie ist da.<br />
Dass man noch lesen durfte, wie Preetz eine Initiativbewerbung von Thomas Tuchel für die Jugendabteilung abgelehnt hatte, vervollständigt die Liste der Entlassungsgründe weit über die Entscheidungsgrenze hinaus.</p>
<p>Unser altes Mädchen wird zunehmend von alten Lakaien und Laufburschen, nun nicht mehr im Trikot sondern im Dienstlivrée, sprich Trainings- oder Businessanzug, umschwärmt und umsorgt.<br />
Dass dieser Vertrautheit und Gemütlichkeit bei hundertprozentiger Identifikation ausstrahlende Stallgeruch längst zum Himmel stinkt, wurde hier auch schon hinreichend thematisiert.<br />
Die Hoffnung, dass Pal Dardai darüber hinaus die Fähigkeiten entwickelt, ein sehr guter Trainer für Hertha zu sein, ist nicht unerheblich, den Klassenerhalt vorausgesetzt.</p>
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		<title>Im Schein der roten Laterne</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2015 00:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Abstiegskampf]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Messer sind hinreichend gewetzt, ob sie noch passgerecht zwischen die Zähne der Hertha-Spieler implementiert werden können, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden und eine blutige Lippe zu holen, ist die spannende Frage für den weiteren Verlauf der Rückrunde.
JoLu hat das Ergebnis seiner seltsamen Mannschaftsführungsqualitäten präsentiert bekommen &#8211; leider viel zu spät &#8211; spätestens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Messer sind hinreichend gewetzt, ob sie noch passgerecht zwischen die Zähne der Hertha-Spieler implementiert werden können, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden und eine blutige Lippe zu holen, ist die spannende Frage für den weiteren Verlauf der Rückrunde.<br />
JoLu hat das Ergebnis seiner seltsamen Mannschaftsführungsqualitäten präsentiert bekommen &#8211; leider viel zu spät &#8211; spätestens zu Weihnachten hätte er wieder ganz im Kreis seiner Familie das neue Jahr planen dürfen, dafür muss man ihm nun alles Gute wünschen.</p>
<p>Pal Dardai holt sich als neuer Cheftrainer nach dem überraschenden  Punktgewinn in Mainz im Oly gegen Freiburg eine blutige Nase ab. Wenigstens hält er es für  möglich, dass er die Verantwortung dafür zu übernehmen hat &#8211; die  Aufstellung und Vorbereitung hatte an Naivitäten auch keine Wünsche offen gelassen.<br />
Das Spiel für sich gesehen kann nur als Entlassungsgrund gewertet werden, aber auch junge Trainer müssen Fehler machen dürfen, allerdings sollten sie sich dabei Spiele aussuchen, bei denen es nicht ums nackte Überleben geht.<br />
Statt eines Befreiungsschlags wurden die Messer selbst ausgeklappt, in die man dann gelaufen ist. <span id="more-654"></span>Streng besehen waren es zwei leichte individuelle Fehler, die zu den Toren führten: Hegeler als Innenverteidiger musste den Passweg beim ersten Gegentor zulaufen, agierte in der Situation aber lediglich als interessierter Zuschauer. Es war zugegeben auch der beste Platz im Stadion, das Tor zu bestaunen.<br />
Beerens als Bewacher des linken Torpfostens beim Eckball steht einen halben Meter hinter der Torlinie, auf der Linie kann er den Ball normal mit einer Vierteldrehung lässig klären. Der Move war in meiner Jugendzeit als &#8220;Lady Bump&#8221; bekannt, dass Roy den nicht kannte ist normal, aber was er da genau gemacht, dazu fällt mir nur &#8220;Menneken Schiss&#8221; ein. Das Erstaunlichste dabei, wie der Ball zwischen so einer vollen Hose und dem Pfosten durchgepasst hat.<br />
Die offensiven Bemühungen waren allerdings noch bemitleidenswerter. Die volle Trainingswoche wurde dazu genutzt, die Mannschaft müde zu trainieren, die dann auch noch durch eine Reihe von Umstellungen völlig verwirrt wurde, Ergebnis: Hühnerhaufen. Ronny als Abräumer vor der Abwehr zu bringen, lässt aber auch an dem letzten bisschen Fußballverstand starke Zweifel aufkommen.</p>
<h4>Abstiegskampfformation</h4>
<p>Die Experimente des neuen Cheftrainers sind sicherlich noch nicht  vorbei, aber die Lehren, die aus dem Freiburgspiel anscheinend gezogen  worden sind, geben Hoffnung, dass der Abstiegskampf in allen  Mannschaftsteilen angenommen wird.<br />
Die Innenverteidigung mit Brooks und Hegeler dürfte der Vergangenheit angehören, Hegeler gegen Mainz noch &#8220;Man of the Match&#8221;, gegen Freiburg schon sehr fraglich, gegen Wolfsburg beim Siegtor von Dost macht er dann deutlich, dass er den Job als Innenverteidiger noch nicht wirklich richtig verstanden hat.<br />
Langkamp hat wieder mehr Sicherheit und Stabilität in den Abwehrriegel gebracht, da sind die beiden letzten Spiele ohne Gegentor ein kräftiger Hoffnungsschimmer und Brooks hat absolut das Zeug ein Klasseinnenverteidiger zu werden, was für den Weg der Alten Dame in Richtung Europa eine zwingende Voraussetzung ist.<br />
Aus einer fett stabilen Defensive schnell auf Angriff umschalten  und  Ballgewinne aus einem energischen Forechecking jenseits der Mittellinie, die normal erheblich gefährlicher sind, sollten das zukünftige Erfolgsrezept sein. Das hat in den vergangenen Spielen auch einige Male geklappt, die Abschlussaktionen waren eher dürftig.<br />
Die Mannschaftsaufstellung  für die letzten 10 Spiele wurde mit jedem Spiel deutlich sichtbarer.<br />
Im Tor ist Kraft gesetzt, als Viererkette hat sich Pekarik, Langkamp, Brooks und Plattenhardt rausgegliedert, davor auf der 6 Lustenberger und Skjelbred mit Cigerci, Vorne Stocker und Kalou mit Ronny, Ben-Hatira, Schulz, Haraguchi und Beerens vorzugsweise in der Reihenfolge. Die flexible Tannenbaumtaktik, bei der Lusti zur Not in die Abwehrkette verschiebt, könnte gegen Schalke ein ganz zähes Ding werden, das ultimative Aufeinanderprallen der Fünferketten.<br />
Im roten Laternenschein ist sowas verzeilich.</p>
<h4>Wundertrantüte Hertha</h4>
<p>Die &#8220;Alte Dame&#8221; wäre nicht mehr sie selbst, wenn die Achterbahnfahrt diese Saison nicht ungebremst weiter ginge.<br />
7 Punkte aus 5 Spielen ist eine ganz ordentliche Bilanz, und der Reigen der 6-Punkte-Schiksalsbegegnungen reißt in nächster Zeit nicht ab, die Ausbeute von 1,4 Punkten pro Spiel ist aber auch nötig, um relativ sicher die Klasse zu halten.</p>
<p>Wir, die &#8220;Freunde der italienischen Oper&#8221;, waren mit dem Boss ja alle bei Rigoletto und wissen deshalb &#8220;La Donna é mobile&#8221;. Aus langjähriger leidvoller Erfahrung ist in absehbarer Zeit mit einer tiefgreifenden Änderung nicht zu rechnen und so müssen wir uns weiter von Spiel zu Spiel zittern und auf eine überraschende Siegesserie hoffen. Schalke ist der ideale Gegner damit anzufangen, von den 4 folgenden 6-Punktespielen darf man eigentlich keins verlieren, aber normal hilft nur Gewinnen, dann könnte Mitte April vorm Spiel gegen die Überbayern schon Alles klar sein.<br />
Die langweiligen bedeutungslosen Spiele der letzten Rückrunde waren der Grund für die jetzige Misere, diesmal sollte es auf des Messers Schneide bis in den Kraichgau gehen.</p>
<p>Knautschke forever!</p>
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		<title>Durststrecke 2014, Prost Neujahr!</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2014 02:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das 133. Hertha-Kalenderjahr ist ein Grund zu größerer Besorgnis, 31 Punkte reichen normal nicht für den Klassenerhalt. Dass Dinos und anderes Urgestein noch scheißer spielen, ist nicht wirklich beruhigend, dass der Abstiegskampf in der Rückrunde das volle Potenzial an Spannung entfalten wird, davon darf man immerhin ausgehen &#8211; etwas worauf schon ein wenig Vorfreude aufkommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das 133. Hertha-Kalenderjahr ist ein Grund zu größerer Besorgnis, 31 Punkte reichen normal nicht für den Klassenerhalt. Dass Dinos und anderes Urgestein noch scheißer spielen, ist nicht wirklich beruhigend, dass der Abstiegskampf in der Rückrunde das volle Potenzial an Spannung entfalten wird, davon darf man immerhin ausgehen &#8211; etwas worauf schon ein wenig Vorfreude aufkommen will.<br />
Madame ist dieses Jahr nie so richtig in die Chaussons gekommen, wie der Franzose sagt, die alte Wundertrantüte hat fast in jedem Spiel nach allen Seiten hin überraschen können.<br />
Beim Pokal-Aus auf der Alm, wo es doch Sünde gibt, anders ist das nicht zu bezeichnen, was die Alte Dame da angeboten hatte, eine längere Läuterung im Fegefeuer eines ausgedehnten Straftrainingslagers wäre das Mindeste gewesen, nachdem der Chefcoach unaufgefordert Versprechungen für den Wettbewerb verlautbart hatte.<br />
Obwohl es das erste Elfmeterschießen war, das ich in einer langen Fankarriere im Stadion erleben durfte, verschärfend kam hinzu, dass ich mir halbzeitig 2 Bierchen gegönnt hatte, weil ich nicht ein zweites mal für das Würstchen anstehen wollte, die Belastungsprobe für die Blase war weit weniger schlimm als die nervliche. Die Unfähigkeit der Hertha, mit zunehmender Spieldauer das Tempo anzuziehen, war kataklysmisch. Dass man vorher und nachher auch  noch im Stau stehen musste, rundete das Bild richtig ab &#8211; nie wieder Bielefeld.<br />
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Paarung nächste Saison in Liga 2 stattfindet, ist leider nicht von der Hand zu weisen.</p>
<h4>Ligaleidensbereitschaft<span id="more-641"></span></h4>
<p>Der nächste Schritt vom Aufsteiger zu einer etablierten Bundesligamannschaft konnte trotz bestem Willen und der nötigen Kohle nicht vollzogen werden, ganz im Gegenteil: Die Einkäufe, die die fehlende Qualität in den Kader bringen sollten, waren für die Stabilität des Teams eher abträglich, die neu verpflichteten international erfahrenen Kollegen Kalou und Heitinga, die genau den Unterschied ausmachen sollten, haben ihre Kaltschnäuzigkeit vorallem als eklatante Söldnermentalität zum Besten gegeben.<br />
Salomonische Äußerungen bei gleichzeitiger unterirdischer Einsatzbereitschaft könnten der nächste Schritt in Richtung Untergang gewesen sein, die weiteren Auswirkungen muss man abwarten.<br />
Die Personalpolitik von Trainer und Manager besticht hauptsächlich durch Ungeschicklichkeiten und wenig elegantem Wegducken vor der Verantwortung.<br />
Dass beim 0:5 gegen 18,99 &#8211; das Spiel an sich war schon der finale Tritt in den Allerwertesten  der Fanseele &#8211; Brooksi auch noch zum Sündenbock gemacht werden musste, setzte dem übergelaufenen Fass die Krone auf, der Trainer disqualifiziert sich meiner Meinung zum wiederholten Male, wenn er die Schuld öffentlich einzelnen Spielern zuschreibt, zumal wenn es sich um Talente handelt, deren gezielte Entwicklung krasse Streuverluste aufweist.</p>
<p>Der Umgang mit Spielern, die als nicht weiter zielführend eingeschätzt werden, ist geeignet aufstrebende Talente weiträumig nachhaltig abzuschrecken, dass dabei Gerichte bemüht werden müssen, ist preetzise und menschlich betrachtet der absolute Offenbarungseid.</p>
<h4>Ergebnisfußballfreunde</h4>
<p>Seltsamer Weise war es immer nur ein Spiel, das Hertha in Verzug war,  angefangen beim 1:3 gegen Mainz, das gegen die Wölfe wieder  rausgebissen wurde, ein Spiel, das fast der Beginn einer wunderbaren Heimsiegserie gewesen wäre, dann kam 96.<br />
Selten wurden Spielerverpflichtungen aus der Konkursmasse eines Absteigers wie dem Club in ihren Auswirkungen so deutlich, Kiyotake als &#8220;man of the match&#8221; und Plattenhardt als Döllmer des Spieltags waren die Protagonisten dieses Trauerspiels.<br />
Kiyotake ist genau der Mittelfeldantreiber, den Old Lady am Bittersten nötig hat, wobei  beiläufig die japanische Berufsauffassung kickermäßig keine Wünsche offen lässt, da hält man Bushido nicht für einen neuköllner Gangsterrapper, sondern versteht darunter die völlige Hingabe an den Arbeitgeber. Für Chefs, die Schwierigkeiten im Umgang mit eigenwilligen Charakteren haben, sollte das für ein Engagement eigentlich zwingend sein.<br />
Plattenhardt, der vom Papier her auch ein plausibler Transfer gewesen ist, scheint das Schicksal von Bastians zu ereilen und bei Hertha einen kräftigen Karriereknick für die weitere Laufbahn zu bekommen, ein weiteres abschreckendes Beispiel für aufstrebende Fußballer, Hertha möglichst weiträumig zu umdribbeln.</p>
<p>Aber selbst ein Spiel, das so offenkundig zu tage liegende Probleme bloßgelegt hat, konnte mit Glück durch den ersten Auswärtssieg in Köln kompensiert werden, dass danach gegen die Bayern das Spiel bis zum Schlusspfiff offen gehalten werden konnte, hat nicht wirklich für das ausgiebige Frieren entschädigt, war aber mehr, als man sich vorher zu wünschen getraut hätte. Der Sieg gegen Dortmund in einem 6-Punktespiel auf Messers Schneide hat erneut das Potenzial von Brooks eindringlich gezeigt, der auch schon in Köln bester Mann auf dem Platz war und sich zunehmend zum Fels in der Spülung entwickelt.</p>
<h4>Kaderschmiedearbeiten</h4>
<p>Ich wiederhole mich nicht wirklich gerne, aber wie im Artikel zur letzten Spielzeit schon erwähnt, sind die Aufgaben für das sportliche Führungspersonal immer noch die gleichen. Die Alte Dame hat nun wahrhaftig auf ihre alten Tage keine Zeit zu verschenken, fast wünschte man sich, dass die Heuschrecke der Geldvernichtung ein Ende bereitet und dafür sorgt, dass die Entwicklung der Marke Hertha BSC in qualifiziertere Hände übergeben wird.</p>
<p>Damit ist leider im nächsten halben Jahr nicht allzu fest zu rechnen, dann aber sind Koryphäen wie zum Beispiel Ralf Rangnick wieder auf dem Markt, denen eine herausfordernde Aufgabe als Sportdirektor in einer überaus interessanten Stadt schmackhaft zu machen ist, die Trainerfrage stellt sich dann hoffentlich nicht für die 2. Liga.</p>
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		<title>Kriegt Hertha die Krise?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2014 12:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[oder doch noch die Kurve?
In einem nur in der Schlussphase turbulenten Spiel ergattert die &#8220;Alte Dame&#8221; an der Dreisam einen überaus glücklichen Punkt und knüpft nahtlos an die traurigen Leistungen an, die fast durchgängig diesjährig geboten wurden.
Die Königstransfers Stocker und Kalou, denen jegliche Bindung zum Herthaspiel fehlte, Kalou fand anfangs nichtmal eine Bindung zum eigenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>oder doch noch die Kurve?</h4>
<p>In einem nur in der Schlussphase turbulenten Spiel ergattert die &#8220;Alte Dame&#8221; an der Dreisam einen überaus glücklichen Punkt und knüpft nahtlos an die traurigen Leistungen an, die fast durchgängig diesjährig geboten wurden.<br />
Die Königstransfers Stocker und Kalou, denen jegliche Bindung zum Herthaspiel fehlte, Kalou fand anfangs nichtmal eine Bindung zum eigenen Schuhwerk, scheinen noch einige Anlaufzeit zu brauchen, deren Dauer geeignet sein könnte, das Mannschaftsgefüge nachhaltig zu erschüttern.<br />
Sami Allagui kann man den Abgang nicht verübeln, als gefühlter 4. Stürmer hinter Wagner fehlte ihm die Aussicht auf einen Spielplatz gänzlich, Änis Ben-Hatira als 3. Linksaußen dürfte auch seine Einsatzzeiten dahin schmelzen sehen, zuzuschauen wie völlig indisponierte Starspieler orientierungslos über den Platz stolpern und sich erinnern, dass ausschließlich nach Leistung aufgestellt werden sollte, hat das Potential Spieler tiefgreifend zu demotivieren und den Trainerstab vor unlösbare Probleme zu stellen.<br />
Was zu dem Leistungseinbruch in diesem Jahr geführt hat, wird offiziell mit verletzten Führungsspielern und der mangelnden Qualität des Restkaders erklärt. Ich habe meiner Verwunderung über diese Vorgehensweise hier schon versucht Ausdruck zu verleihen. Sich als Cheftrainer aus der Verantwortung auf Kosten der Spieler rausreden, geht gar nicht!<br />
Jetzt wird dafür geworben, dass die Neuverpflichtungen noch Zeit zum Eingewöhnen brauchen, das heißt man hat Spieler geholt, die nicht fit sind oder waren, und klare Ansagen, wie gespielt werden soll, scheinen auch nicht in der nötigen Deutlichkeit gemacht worden sein.</p>
<h4>Heimspielseuchenvögel<span id="more-631"></span></h4>
<p>Hertha scheiterte im letzten richtungsweisenden Spiel zuhause gegen Mainz 05 auf ganzer Linie, Disziplinierungsmaßnahmen für Zuspätkommer hatten dazu geführt, dass die Hintermannschaft nicht in ihrer vermeintlich stabilsten Formation auflaufen konnte, die Spieleröffnung über Niemeyer laufen zu lassen, war vermutlich auch nicht die glücklichste Entscheidung. Die Einwechslung von Kalou, nach der unmittelbar das 0:2 und die Vorentscheidung durch Allagui fällt, der unter dem Gesichtspunkt der Leistungsfähigkeit die erste Wechseloption für die Herthaoffensive gewesen wäre, ist bezeichnend für den wenig gelungen Sprung auf die vermeintlich nächsthöhere Qualitätsstufe<br />
Die erste Trainerentlassung der Saison könnte den Druck auf JoLu noch erhöht haben, die Reaktionen bei der PK nach dem Spiel lassen auf eine gewisse Dünnhäutigkeit schließen, die den Rückschluss nahelegt, dass der Cheftrainer mit seinem Plan ziemlich krass gescheitert war.<br />
Die Startaufstellung lässt auch heute noch gestandene, gut eingetrunkene Auguren ratlos ihre Leber beschauen und einen doppelten Absacker nachbestellen. Die Abwehr gleicht nach dem Ausfall von Langkamp einem Torso, Lusti hat seine Form noch nicht gefunden, es wäre aber wohl besser, er suchte sie auf der 6er-Position vor der Abwehr.<br />
Die Länderspielpausen nach dem 7. und 11. Spieltag, an denen Heimspiele gegen Stuttgard und Hannover anstehen, die das Gratmesser sein dürften, mit dem die Zusammenarbeit gekappt wird, sind die sich aufdrängenden Termine für einen Wechsel der Mannschaftsführung.</p>
<h4>Salomonische Entscheidungen</h4>
<p>Dass sowas bei Madame nochmal getroffen wird, hätte man so auch nicht gedacht, ein gewinnendes Lächeln wird leider nicht ausreichen, Hertha wieder in die Erfolgsspur zu bringen, Valentiniaden über den linken Flügel könnten dabei aber sehr hilfreich sein.<br />
Das Spiel gegen Wolfsburg, dürfte keine Gelegenheit sein, die Mannschaft geordnet und behutsam zu entwickeln, wie es in der Rückrunde in fast jedem Spiel möglich gewesen wäre.</p>
<p>Ein linker Fuß in einer vollzähligen Fußballmannschaft ist einfach viel zu wenig,  um im Abstiegskampf bestehen zu können, Ronny hat den Punkt in Freiburg durch zwei ordentliche Ballberührungen zwar gerettet, aber in Punkto Spielgestaltung war er nur als Beweglichkeitsdefizit zu bilanzieren.<br />
Zu den eklatanten Schwächen in der Verteidigung ist in den beiden Spielen gegen Mainz und Freiburg auch noch eine Sturmflaute hinzu gekommen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Mehr Gegentore in den ersten 4 Partien hat es bislang nur in der Saison 72/73 gegeben, wo man sich heute noch wundert, wie man die Vorsaison als Herthafan überstehen konnte.</p>
<p>Jetzt kommt es darauf an, dass man sich von hungrigen Wölfen nicht zerfleischen lässt und gezielt zurück beißt. Vom Gefühl erwarte ich ein mittleres Debakel, es ist überhaupt nicht zu erkennen, was  die Herthamannschaft außer ein paar Psychotricks von Heitinga dagegen setzen kann.<br />
Aber es ist auch vorstellbar, dass der Fußballgott &#8220;Tante Berolina&#8221; heißt und der buckligen Verwandschaft beispringt, in dem die Taktik von Onkel Rudi nochmal ausgepackt wird und eine Fünferabwehrkette mit Doppelsechs für etwas Stabilität in der Abwehr sorgt. Die Außenverteidiger sind nach belieben überlaufen worden, so dass fast keine Optionen bleiben.<br />
Das Engagement von Riegel-Rudi war damals schon reine Verzweiflung und führte folgerichtig in die 3. Liga, die zu der Zeit auf West-Berlin beschränkt war. So schlimm kann es zum Glück nicht kommen.<br />
HaHoHe!</p>
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		<title>Rumpelstart trotz Doppelback</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2014 11:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Herthastürmer Julian Schieber setzt sich an die Spitze der Torschützenliste und war im ersten Ligaspiel der beste Mann auf dem Platz, trotzdem war die Chancenverwertung das größte Manko der alten Dame, abgesehen von den Konzentrationsmängeln nach dem 2:0 und den altbekannten Schwächen im Rauslaufen von Keeper Kraft, der schwächster Mann in der Partie war und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herthastürmer Julian Schieber setzt sich an die Spitze der Torschützenliste und war im ersten Ligaspiel der beste Mann auf dem Platz, trotzdem war die Chancenverwertung das größte Manko der alten Dame, abgesehen von den Konzentrationsmängeln nach dem 2:0 und den altbekannten Schwächen im Rauslaufen von Keeper Kraft, der schwächster Mann in der Partie war und der Mannschaft nicht den nötigen Rückhalt geben konnte, folglich wurde er vom Trainer öffentlich in Frage gestellt.<br />
Die Trainingsarbeit scheint ähnlich durchwachsen zu laufen, anstatt die Trainingsrückstände aufzuarbeiten, wird die Verletztenliste aufgestockt: &#8220;Baumi&#8221; kann die Saison mit erneutem Kreuzbandriss fast wieder abhaken, Langkamp, in der Rückrunde der Fels in der Spülung, muss 4 Wochen pausieren, Ronny hat anscheinend zu viel Gas gegeben und fällt mit Muskelfaserriss für´s nächste Spiel aus.<br />
Genki hat Rücken und Tolga hat Zeh, wann die beiden wieder einsatzbereit sind, ist derzeit auch nicht abzusehen, Platte und Stocki scheinen noch erheblichen Trainingsrückstand zu haben, so dass es nichtmal bis zur Bank und zu Kurzeinsätzen reicht.</p>
<p>Man sollte davon ausgehen können, dass an Brooksi in der nächsten Startaufstellung kein Weg vorbei führt, außer die Mannschaftsleitung möchte den Jungen nicht gegen einen übermächtigen Gegner leichtfertig verheizen, aber Kiesling kann eigentlich kein anderer vernünftig verteidigen. Änis, der  momentan lieber auf seiner Facebookseite als bei Hertha auf links spielt, sollte für Genki kommen und Hegeler für Ronny, wenn man das Spiel gegen Werder und die Einwechselungen hochrechnet.<span id="more-627"></span><br />
Samy hat das auch getan und sich entsprechend geäußert, nämlich dass er das Zicken anfängt, wenn er zugucken muss, wie Wagner mehr Spielzeit als er bekommt, der nach fünf Minuten bei konsequenter Regelauslegung des Schiris runter gemusst hätte, was seine technischen Defizite nochmal deutlich gemacht hat. Sollte noch ein erstklassiger Stürmer verpflichtet werden, will Samy anscheinend gar nicht mehr. Hany, Lusti und Janker rücken auf der Ersatzbank nach.<br />
Schelle und ein Klassestürmer, wahrscheinlich Kalou, sollen noch verpflichtet werden.</p>
<h4>Transferkarussellbremser</h4>
<p>Preetz, Luhukay und die anderen aus der Kolonne vom Teambuilding haben noch einige ungesicherte Baustellen zu bearbeiten.<br />
Die alte Dame macht ihrem Namen wieder Ehre, Hertha hat den durchschnittlich ältesten Kader der Bundesliga. Das liegt nicht daran, dass soviele alte Knacker in der Mannschaft sind, sondern dass die Jugend nicht energisch genug aufgebaut wird.<br />
Sami Allagui musste aussprechen, was jeder weiß, nämlich dass er spielen möchte. Mitanzusehen wie blinde Grobmotoriker den Vorzug erhalten, scheint er als deutliches Signal gesehen zu haben, sein Glück woanders zu suchen, Angebote soll es genug geben. Bei Hany Mukhtar sieht es genau so aus, das Selbstbewusstsein, das er aus seinem Siegtor bei der EM (kurzgegangen und kurzentschlossen mit dem Knie ins kurze Eck) hätte ziehen können, ist schon wieder verpufft.<br />
In der Kunst, sich von Spielern, die man für überflüssig hält, einvernämlich zu trennen, ist man anscheinend auch noch nicht viel weiter gekommen. Die zu demotivieren, auf die man noch setzt, kann auch eine mediale Fehlwahrnehmung sein und der neue finanzielle Spielraum, kann auch dafür genutzt werden, Verhandlungsspielräume voll auszuschöpfen.<br />
Wollen wir wie letzten Jahre das Beste hoffen, mit dem Schlimmsten muss sowieso gerechnet werden.</p>
<h4>Pillendreher vom Rhein</h4>
<p>Herthas nächster Gegner Bayer 04, mit Abstand die formstärkste Mannschaft aus dem Spitzenfeld der Liga, lässt die Pille zurzeit am besten laufen, Hertha muss gleich von Beginn richtig aufpassen, dass sie nicht unter die Räder kommen, hat aber andererseits überhaupt nichts zu verlieren.<br />
Roger Schmidt, der als gelernter Mechaniker und studierter Maschinenbauer einen eher technischen Zugang zum Fußball zu haben scheint, hat die Angriffsmaschine der Chemiewerker schon sehr ordentlich durchgeölt. Ob Hertha da eine Schippe Sand aus der märkischen Heide reinbekommt, ist sehr fraglich.</p>
<p>Sehr fraglich waren auch die Wechselmodalitäten von Hakan Calhanoglu, der angedroht hatte, sich beim HSV in eine Depression zu spielen, was nach dem Saisonverlauf absolut nachzuvollziehen war.<br />
Der Wechsel zu einem Pharmakonzern hatte eine gewisse Zwangsläufigkeit.</p>
<p>Wenn´s ganz verrückt wird, hat auch Haldol ein Neurocil.</p>
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		<title>Ein Fußballsommer aus dem Bilderbuch</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=611</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2014 18:16:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Rio hat die DFB-Auswahl völlig verdient zum vierten Mal den Weltmeistertitel gewonnen, das Juniorenteam wurde in Ungarn souverän Europameister, ein Fußballsommermärchen wie gemalt, zumal die jungen DFB- Damen dabei sind, die Sache in Kanada noch richtig abzurunden, vorallem weil sie auch Spiele gewinnen, in denen sie die schlechtere Mannschaft waren und so eine Tradition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Rio hat die DFB-Auswahl völlig verdient zum vierten Mal den Weltmeistertitel gewonnen, das Juniorenteam wurde in Ungarn souverän Europameister, ein Fußballsommermärchen wie gemalt, zumal die jungen DFB- Damen dabei sind, die Sache in Kanada noch richtig abzurunden, vorallem weil sie auch Spiele gewinnen, in denen sie die schlechtere Mannschaft waren und so eine Tradition gegen Frankreich fortsetzen.<br />
Aber wer gewinnt hat immer recht!<br />
Deshalb sollte sich die Kritik an Aufstellung und Spielweise vorallem der A-Nationalmannschaft &#8211; die anderen Teams werden, medial betrachtet, eher stiefmütterlich abgehandelt &#8211; weitgehend zurückhalten.<br />
Aber da wäre man nicht mehr in Deutschland.<br />
Es waren bei der WM einige Ungereimtheiten festzustellen, die sich meinem Verständnis weitgehend entzogen haben.<br />
Die Nachnominierung von Mustafi für den verletzten Reus war für mich schon überhaupt nicht nachvollziehbar, dass er dann auch noch gespielt hat, musste sich für die Sportsfreunde Großkreuz, Durm und Ginter wie ein Vollspannstoß in den Allerwertesten angefühlt haben.<br />
Dass von denen nicht mal Äußerungen der Verwunderung nach Außen gedrungen sind, ist in der heutigen Medienlandschaft, wo das sofort als kontraproduktiv eingeordnet wird und unmittelbar auf Akzeptanz und Marktwert durchschlägt, nicht weiter verwunderlich. Dass er mit seiner Einwechselung gegen Ghana am einzigen Rückstand während des Turniers maßgeblich beteiligt war und die Stabilität der Abwehr ordentlich ins Wanken gebracht hatte, hat das Unverständnis nachhaltig verstärkt.<span id="more-611"></span><br />
Jerome Boateng konnte er nicht annähernd ersetzen, dessen Notgrätschen im Finale die Titelgarantie waren.<br />
Dem &#8220;Kadaver&#8221; von Mirek Klose ist der Torrekord wirklich zu gönnen, dass er zweimal an der richtigen Stelle stand und verwandelt hat, war beides Mal eine Pflichtaufgabe für einen Mittelstürmer. Die Zukunft der deutschen Mannschaft sieht anders aus &#8211; der Rücktritt war überfällig, auf der Position kommt zur Zeit Niemand an Pierre-Michelle Lasogga heran, der, wie hier schon erwähnt, dringend nominiert werden musste, weil kein anderer deutscher Stürmer zurzeit auch nur annähernd diese Kampfkraft und Abschlussstärke auf den Platz bringt &#8211; wenn er denn laufen kann.<br />
Özil hatte das Turnier fast komplett durchgespielt, obwohl &#8220;Magic Mesut&#8221; das Karnickel aktuell einfach nicht aus dem Hut bekommt &#8211; ja nichtmal den Hut hat er von der Ablage gekriegt &#8211; da hätten Poldi, Götzinho und vorallem Draxler erheblich mehr Einsatzzeit verdient gehabt.<br />
Aber war ja Alles nochmal gutgegangen.</p>
<h4>Der &#8220;Capitano&#8221; geht von Bord</h4>
<p>Deutschlands Kapitän Philipp Lahm hat abgemustert und seinen Abschied erklärt, er hatte alle Chancen Rekordnationalspieler zu werden, den noch fehlenden Titel seiner Sammlung hinzu zu fügen und die Nachhaltigkeit seiner testimonialen Werbeverwendungsfähigkeit bis ins hohe Rentenalter auszudehnen, der DFB arbeitet mit der Verleihung der Ehrenspielführerwürde der Gefahr einer drohenden Altersarmut mit Macht entgegen. Es sieht fast so aus, als hätte Lahm die Bayerngier nach Geld und Titeln verloren, aber vielleicht hat er es einfach nicht mehr nötig &#8211; könnte theoretisch auch sein.<br />
Auf der rechten Abwehrseite hinterlässt er eine klaffende Lücke, ein Wassereinbruch ist aber nur bei schwerer See zu befürchten, womit in nächster Zeit nicht gerechnet werden muss, notfalls muss Jerome da wieder an die Pumpe, der seinen internationalen Durchbruch und den Eintrag in die Fußballgeschichtsbücher mit seiner Leistung im Finale gekrönt hat.<br />
Mertesacker ist inzwischen ebenfalls zurückgetreten, Schweini muss wohl nochmal genauer in seinen Körper hineinhorchen, um dann wahrscheinlich festzustellen, dass er die Konstitution für die Doppelbelastung auch nicht mehr mitbringt, der weitere Verbleib von Poldi scheint dann ebenfalls sinnlos und man kann von einem echten Generationswechsel sprechen.<br />
Manuel Neuer wird sicher der neue Kapitän, Jerome Boateng und Mats Hummels sind die tragenden Säulen der Innenverteidigung, mit Badstuber, dem wie Mertesacker alles Wieselflinke wesensfremd ist, kann dann die erfolgreiche Viererkette aus Innenverteidigern weiter für Furore sorgen, mit den Benders, Gündogan und Reus warten die Rekonvaleszenten auf neue Einsätze, ob Lasogga noch vorne mit reinstoßen darf, hängt in erster Linie von seiner Verletzungsanfälligkeit ab. Dann wird sich auch herausstellen, inwieweit Hertha mit dem Verkauf das Glückslos gezogen hat.<br />
Die Leihe an den HSV in der letzten Saison hat sich für mich als eklatanter Fehler erwiesen, 13 mickrige Törchen in der Rückrunde waren ein Armutszeugnis mit Offenbarungseid und Hartz4-Antrag, mangelnde Qualität zu beklagen und gleichzeitig das hoffnungsvollste Torversprechen auszuleihen, war ein Spiel mit dem Feuer, das angesengten älteren Damen eigentlich nicht zuzutrauen war.</p>
<h4>Berliner in Brasilien</h4>
<p>Aus Berliner Sicht war eindeutig Jerome Boateng der &#8220;Man of the tournement&#8221;.<br />
Sein großer Bruder ist bei seiner Rückkehr zu den &#8220;Schwarzen Sternen&#8221; bedauerlicher Weise aber geräuschvoll als Schnuppe verglüht, Löwen und Elefanten wurden ebenfalls gleich zur Strecke gebracht, bzw. erlegten sich mehr oder weniger selbst, Superadler und Wüstenfüchse gingen in der ersten Ko-Runde raus, wobei die Wüstensöhne gegen Deutschland immerhin einen sehr ordentlichen Kampf abgeliefert haben.<br />
Die schwarzafrikanischen Mannschaften hatten einen seltsam unbeteiligten Eindruck hinterlassen, der zu bösesten Vermutungen allen Anlass gibt.<br />
Die &#8220;unbezähmbaren Löwen&#8221; mit ihrem bedauernswerten Hobbydompteur Volker Finke haben allem Anschein nach den Geist des Fußballs nach allen Regeln verraten und verramscht, die lückkenlose Aufklärung hat der nationale Verband Kameruns in unnachsichtiger Weise angekündigt und bei der Ankündigung wird man es wohl dann auch belassen.<br />
Ghanas letzter Auftritt gegen Portugal, wobei eigentlich nur die &#8220;Sterne&#8221; realistische Chancen aufs Weiterkommen hatten, war ebebfalls höchst bedenklich &#8211; die Torwartaktion, die als Maßvorlage für CR7 endete, war normal eine echte Lachnummer, in entscheidenden WM-Spielen ist sowas aber nur zum Heulen.</p>
<p>Die FIFA hat mit ihren launigen Fernsehspots gegen Spielmanipulation, dem Schaden den Spott noch selbst hinzugefügt. Die Ankündigung unbarmherzig und rüchsichtslos durchzugreifen, wird mit der Verordnung zum Aufstellen von Schildern auf allen Plätzen umgesetzt: &#8220;Spielmanipulation verboten&#8221;, selbstverständlich in allen manipulationsrelevanten Sprachen, wie Serbokroatisch und traditionellem Chinesisch.<br />
Die Aufklärung und Aufarbeitung nimmt den altbekannten Weg: Abwiegeln, Verharmlosen und schnell Vergessenmachen durch den geschärften Tunnelblick auf nächste sportliche Großereignisse, den wir ältere Fans seit den Tagen des Bundesligaskandals 70/71 kennen. Damals waren es noch &#8220;sportliche Gründe&#8221;, heute zählt auch dabei nur noch das Geld. Am meisten zu zählen haben die Herren von der FIFA, die vermutlich die geldgierigste Non-Profit-Organisation der Welt ist, folgerichtig wurden die nächsten Titelkämpfe an Oligarchen und Scheichs vergeben, die geben wenigsten gerne und vorallem reichlich, und es trifft keine Armen.<br />
Alles wird gut!<br />
Die Brasilianer werden demnächst noch von den Herren der Ringe (IOC) in den Würgegriff genommen, wo dann noch das letzte Flüssige rausgewrungen werden wird.</p>
<h4>Fußballfetischfantasien</h4>
<p>Es sollte wie immer die beste aller Weltmeisterschaften werden, vorallem die fairste.<br />
Dazu wurden die Schiris von der FIFA angehalten, möglichst wenig Karten zu verteilen, was dazu geführt hat, dass übertriebene Härte wie Ellenbogen im Gesicht, Stollen auf dem Knöchel und Kniee auf splitternden Rückenwirbel nicht konsequent geahndet wurden wie auch taktisch motivierte Spielunterbrechungen &#8211; der Rest von dem Debakel wird dann als &#8220;internationale Härte&#8221; verkauft, dem muss man dann auch so zustimmen. Hauptsache die Statistik stimmt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich hatte ja im letzten Post gemutmaßt, dass die deutsche Delegation nach Brasilien gekommen war, dem Löwen in eigener Höhle das Fell abzuziehen. Dass der sich dann selbst nass macht und das Fell nach einer halben Stunde auf der Leine bei Mutti im Garten zum Trocknen hängt, war dann doch sehr überraschend und irgendwie enttäuschend.</p>
<p>Inzwischen sind wieder alle zu hause, haben sich ordentlich feiern oder schmähen lassen und bereiten sich auf die neue Saison vor. Bei Hertha ist man sehr bemüht gewesen die Qualitätsdefizite aufzuarbeiten, die sich nach dem Verlust der Klassestürmer noch drastisch vergrößert haben. Man hält die Augen weit offen, um noch einen durchschlagskräftigen Mittelstürmer zu verpfllichten, die favorisierten Kandidaten wie Modeste und Aboubakar überzeugen den gemeinen Fan noch nicht wirklich richtig. Das &#8220;Preetzisionsmangement&#8221; scheint auf einen Last-Minute-Knaller-Transfer hinauszulaufen ganz nach der alten Dieter-Creativ-Methode, nur das diesmal auch noch Geld da ist. Man darf gespannt sein, ob er kriegsgewinnlerisch mit einem Überraschungsblitztransfer in der Ostukraine zuschlägt oder ganz gewöhnlich über die Plätze Europas und darüber hinaus rumstöbert.<br />
Mein Favorit wäre Mitrovic von Anderlecht, ein Revival der alten Tschetnik-Power. Es sind aber noch viele Kandidaten auf dem Markt: Dost, wenn es noch holländischer werden soll, Jô, der hier schonmal ins Spiel gebracht wurde und einer völligen Vereinsamung von Ronny entgegen wirken könnte, Kalinic, Slimani, Selke und einige andere brauchbare Stürmer mehr. Bei dem Rumgeeier mit &#8220;Schelle&#8221; und den Verletzungen von Baumjohann und Cigerci wäre die Verpflichtung eines kampferprobten Schlachtrosses wie Jermaine Jones, der sich bei der WM nachdrücklich empehlen konnte, auch sehr zu erwägen, da man nicht ausschließen kann, vom Strudel des Abstiegskampf erfasst zu werden.<br />
Der natürliche Nachfolger von Jerome Boateng in der Innenverteidigung bei Hertha ist John Anthony Brooks, Brooksi war bei der WM eine Halbzeit im Einsatz  und hat dabei die USA in die nächste Runde geschossen, zum  Dank dafür hat Klinsi ihn im restlichen Turnierverlauf geschont.</p>
<p>Ich verstehe nicht, was der Junge getan hat, dass er nur so spärlich zum Einsatz kommt, JoLu und Klinsi geben vor, ihn zum zukünftigen Bollwerk in der Abwehr aufzubauen, gleichzeitig wird einem vorgebetet, wie wichtig die einschlägige Erfahrung ist, die man nur in den wichtigen Spielen erwerben kann und dann lassen solche Trainerkoniferen Brooksi zugucken, kann man ja auch von lernen.<br />
Eine rückenfüllende Tätowierung bei laufendem Spielbetrieb soll als wenig mannschaftsdienlich aufgefasst worden sein, was man so hört.</p>
<h4>Stahlvollbad Bundesliga</h4>
<p>Im ersten Spiel gegen Werder Bremen werden die Weichen für den Saissonverlauf schon gestellt, Warmduscher werden für die &#8220;ice bucket challenge&#8221; nachnominiert, Waschlappen eingeseift bis der Schaum vorm Mund die Sicht versperrt. Einigen Schwimmflügelträgern muss noch die Luft rausgelassen werden, die dann hoffentlich geräuscharm abtauchen.<br />
Morgen geht´s los, ertrinken verboten!</p>
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		<title>Weltmeistertitelaspiranten</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2014 15:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jogi, Hansi, Andi und nicht zu vergessen Olli sind mit der deutschen Kickerelite aufgebrochen, um in der Höhle dem Löwen das Fell abzuziehen.
Die Unterstützung von  Funktionärsseite hat diesmal eine völlig neue Qualität erreicht, Hartgeld-Theo Zwanziger, ExDFB-Präsident, der 2011 doch noch zurückgetreten war und Nachfolger von &#8220;Firlefranz&#8221; Beckenbauer im FIFA-Exekutivkomitee wurde, hat zu einem finalen Rundumschlag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jogi, Hansi, Andi und nicht zu vergessen Olli sind mit der deutschen Kickerelite aufgebrochen, um in der Höhle dem Löwen das Fell abzuziehen.</p>
<p>Die Unterstützung von  Funktionärsseite hat diesmal eine völlig neue Qualität erreicht, Hartgeld-Theo Zwanziger, ExDFB-Präsident, der 2011 doch noch zurückgetreten war und Nachfolger von &#8220;Firlefranz&#8221; Beckenbauer im FIFA-Exekutivkomitee wurde, hat zu einem finalen Rundumschlag gegen seinen Nachfolger und die übrigen DFB-Schranzen, den Bundestrainer, einen Voll-Kevin und den IOC-Präsidenten ausgeholt und sich so nochmals in die Schlagzeilen gedrängt. Mit einer beispiellosen verbalen Blutgrätsche erklärt er alle zu politischen Blindtieffliegern, die ihrer Vorbildfunktion in keinster Weise gerecht werden, sei es aus Geldgier, Raserei, Alkoholmissbrauch oder blanker Anbiederei.<br />
Sein Nachfolger Wolfgang Niersbach und der DFB setzen sich in gewohnter Manier mit den Vorwürfen auseinander, indem man nicht darauf eingeht, sondern den Angreifer ins Abseits stellt. Die scharfe Zurückweisung wird dann so untermauert: &#8220;Das ist haltlos, unangemessen und kommt von einem Mann, der seit über zwei Jahren in der Isolation lebt.&#8221;<br />
Leider war von dem Mann Nichts zu den Seltsamkeiten im FIFA-Exekutivkomitee zu vernehmen, aber da hatte noch sein Vorgänger die Entscheidungen treffen dürfen.<br />
Im nächsten Jahr wird Zwanni seinen Abschied aus dem Gremium nehmen, in den verdienten Ruhestand gehen und der erhofften Versenkung verschwinden.</p>
<h4>Lichtgestalten und Dunkelmänner<span id="more-589"></span></h4>
<p>Der &#8220;Kaiser&#8221; wurde 3 Monate von der FIFA-Ethikkommission <span>für jegliche Tätigkeit im Fußball </span>gesperrt, weil er bei der weiteren Aufklärung von fundierten Korruptionsvorwürfen nicht kooperativ genug war. Er weist jeglichen Vorwurf als völlig aus der Luft genommen von sich, man muss wohl auch davon ausgehen, dass er keine Bestechungsgelder in Umschlägen erhalten hat.<br />
Die geschäftlichen Vereinbarungen mit Oligarchen und Scheichs, wo nach den WM-Vergaben großfürstliche Beraterkontrakte zu vergeben waren, stehen selbstverständlich in keinem Zusammenhang damit. Lediglich Erfahrung und Sachkenntnis werden dabei honoriert, und da kommt man bekanntlich an Beckenbauer kaum vorbei, dessen frühere Werbeaussagen das sehr schön beschrieben haben: &#8220;So läuft´s Business!&#8221; und  die Überweisungen der &#8220;Beraterhonorare&#8221; aus dem Orient dürfte er mit einem: &#8220;Ja ist denn heut scho Weihnachten?&#8221; quittiert haben.<br />
Die geniale Spielauffassung gepaart mit einem unwiederstehlichen Siegergen und wie der größtmögliche Gewinn daraus zu ziehen ist, war schon immer die herausragende Fähigkeit von Beckenbauer, er hat sich buchstäblich dumm und dämlich verdient und das hört man dann auch aus fast jedem Kommentar heraus. Die Fragen der Ethikkommission hat er auch schon beantwortet, eine lebenslange Sperre in Radio und Fernsehen sollte dennnoch dringend erwogen werden.</p>
<p>Günter Netzer, die andere Medienikone des deutschen Fußballs, ist von der anderen Seite der Medaille aber wie immer aus der Tiefe des Raumes gekommen und hat da einige Fragen stehen lassen.<br />
Als Executive Director der Schweizer Sportrechte-Agentur Infront Sports &amp; Media AG ist er schon seit längerer Zeit Geschäftsgeheimnisträger im Sportrechtehandel und hat in dieser Funktion einen enormen Klärungsbedarf bei der Abwicklung von unterstützenden Aktionen zur Vermarktung von Sportereignissen aufgetürmt.<br />
Uli Hoeneß äußerte sich dazu, als er die Backen noch richtig aufblasen konnte, folgendermaßen: &#8220;Viele Entscheidungen in den letzten zehn, fünfzehn Jahren sind nicht mit rechten Dingen zugegangen.&#8221; und forderte die DFB-Verantwortlichen auf, bei der Fifa aufzuräumen.</p>
<p>Robert Louis-Dreyfus, von 1993 bis 2001 Vorstandschef von Adidas war die zentrale Schlüsselfigur in einem undurchdringlichen Sumpf, indem fast Alle mindesten knietief im Schlamm standen. Aber da ist der Bart ab, es wird keine weiteren Aufschlüsse von ihm geben, er hat zu guter letzt Allen einen Riesengefallen getan und vor 5 Jahren  das Zeitliche gesegnet. Zu erwarten ist, dass ihm im Zweifel Alle Alles in die Schuhe  mit den 3 Streifen schieben können.<br />
Von ihm sind die 20 Mio, mit denen sich Uli Hoeneß in den Knast spekuliert hat, er hat Günter Netzers Manager-Gruppe finanziert, die die Sportrechte der insolventen Kirch Media gefleddert haben und er hat &#8220;Tante Käthe&#8221; zu Olympique Marseille geholt, wo er wegen illegaler Spielertransfers vorbestraft war.<br />
Die sehr gute Vernetzung vom &#8220;Kaiser&#8221;, Klaus Aloffs und anderen zu einem Verein, der an Unsportlichkeiten wie Doping, Schiebung und Transfertricksereien nichts ausgelassen hat &#8211; hinterzogene Steuern und Sozialabgaben zählen da schon zum völlig normalen Geschäftsgebaren &#8211; dürfte als so eine Art Lehrzeit zu werten sein, um sich für die schmuddeligsten Geschäfte mit dem Fußball zu qualifizieren oder zu wappnen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Mit der Adidas-Affäre um Bernard Tapie, in die höchste Geschäftsbanken- und Regierungskreise wie die Crédit Lyonnais und Christine Lagarde verwickelt waren, gab es Anschauungsunterricht auf der ganz großen Bühne und vom Allerfeinsten.<br />
Da wurde exemplarisch vorgeführt, wie sowas abgearbeitet werden kann.</p>
<p>Der Bericht der Ethikkommission wird sich wie ein flauschiger Flokati anfühlen, aus dem man einige gierige Plagegeister entfernt hat und der dann dekorativ die tieferliegenden Auswüchse gnädig überdeckt. Dann werden es sich die Herrschaften darauf wieder bequem machen. Weitere Klärungen werden mit der Beauftragung von Fachanwälten hinreichend verklausuliert und notfalls unter der Auslegware abgelegt.</p>
<p>Dazu hier noch die Links zu älteren Blogbeiträgen: <a title="Funktionäärsunwesen" href="http://www.schiedsrichtergespann.de/wer-wechselt-den-zwanziger/" target="_blank">Wer wechhselt den Zwanziger?</a> zum deutschen Funktionärswesen und <a title="Spielmanipulationen" href="http://www.schiedsrichtergespann.de/fussballmord-im-sommerloch/" target="_blank">Fußballmord im Sommerloch!</a> zu Spielmanipulationen.</p>
<h4>Rekordgewinnmaximierungsbedingungen</h4>
<p>Die Attraktivität des Fußballs ist unzerstörbar, auch die hässlichsten Fratzen des entfesselten Casinokapitalismus, die sich auf Kosten der Ärmsten schamlos aus der Staatskasse bedienen, sehen beim Hochamt der Fußballheldenvergötterung in Brasilien regelrecht sympathisch aus.<br />
Es gibt aber auch Menschen, die auf die Straße gehen und nicht bereit sind, die Gäste freudig zu empfangen und ihnen den Spaß zu gönnen, in prunkvoll überarbeiteten und neu erbauten Stadien die weltweite Völkerbelustigung auf Tuchfühlung verfolgen zu können. Verfolgt werden stattdessen die Protestierer und zwar mit der ganzen Härte des Systems.<br />
Präsidentin Dilma Rousseff, Ex-Stadtguerillera, die sich auf der Seite der Barrikade gut auskennt, hat nach eigenen Angaben eine 3 wöchige Foltererfahrung und setzt auf unnachgiebiges Durchgreifen, um die Profite der WM-Organisatoren zu gewährleisten.<br />
Die Ausrichtung der WM kostet vorallem Steuergeld, das für nicht wirklich richtig benötigte Betonschüsseln verschleudert wurde, mit Fundamenten wo so mancher seinen Keller mal wieder gründlich aufräumen konnte. Allen voran Ricardo Teixera, der Schwiegersohn des langjährigen Fifa-Präsidenten Joao Havelange und eisgraue Eminenz des brasilianischen Fußballs, beiden wurde die Annahme von weit über 20 Millionen Schweizer Franken Schmiergeld nachgewiesen. Teixeira ist ein Spesenritter von altem Schrot und Doppelkorn, mit allen Wassern gewaschen, in allen  Satteln gerächt, sprich: Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Korruption in allen Varianten und Schwindel erregenden Größenordnungen. Mit der Vergabe der WM nach Brasilien hat er sein Weltmeisterstück schon abgeliefert: Tangenti total.<br />
Bei den Baukosten von rund 10 Mrd. Euro dürften 20 &#8211; 30 Prozent per Nebenabsprachen schon mal umgebucht worden sein, etwaige Gewinne hat er in besten Einvernehmen mit sich selbst, auf der einen Seite als Verbandspräsident und andererseits als Privatmann halbehalbe aufgeteilt, die Verluste übernimmt fast ganz der brasilianische Fußballverband CBF. Er rühmt sich, dass er ungestraft fast jede Schweinerei begehen kann, den Fußball rollt er als Deckmäntelchen davor.<br />
Das setzt voraus, dass er Schmiergelder und sonstige Profite breit gestreut und verteilt hat, so dass Abhängigkeiten geschaffen wurden, die von den Palästen der Verbandspräsidenten in der Schweiz bis zu den Hütten von Dorfpolizisten im hintersten Dschungel reichen.<br />
So geht Verbandsarbeit heute!</p>
<h4>Die Herren des Balles</h4>
<p>Um Vetternwirtschaft bei der FIFA kann es sich schon deshalb nicht handeln, weil der CEO von Infront Sports &amp; Media AG, Philippe Blatter lediglich der Neffe von Sepp ist und Ricardo Teixeira nur der Schwiegersohn von João Havelange war, wegen erwiesener Korruption der beiden musste Tochter bzw. Enkelin Joana die Führung des OKs übernehmen.<br />
Versippt und verschwägert, das ja, aber natürlich alles rein zufällig und vorallem nur nach sachlichen Gesichtspunkten aber mit dem unwiderstehlichen Charme altrömischer Dekadenz.<br />
Auf solchen Argumentationsschlangenlinien bewegt man sich bei der FIFA, falls man sich überhaupt äußert.<br />
Fußball wird nun auch gespielt, von Demonstranten in Brasiliens Städten ist nichts zu hören, die Fans wollen feiern, das Fernsehen will sich die Stimmung bei der Vermarktung ihres teuer erworbenen Produkts nicht  kaputt machen lassen, wäre ja auch geschäftsschädigend.<br />
Die Namensgebung des Spielgerätes hat schon angedeutet, wohin die Reise gehen könnte: <strong>Brazuca!</strong><br />
Das riecht förmlich nach verbrannter Erde. Es bleibt zu hoffen, dass die Opfer und Verheerungen in einem überschaubaren Rahmen bleiben.<br />
Sollte Brasilien das Turnier wie erwartet gewinnen können, wird sich Alles in einem Taumel von Siegestrunkenheit auflösen, ein paar gezielt eingesetzte Caipis runden das Ganze dann noch ab.<br />
Das Problem zeichnet sich aber ab, dass die <span>Seleção nicht auf dem Niveau und in der Form spielt, um im Achtelfinale den &#8220;Giftzwergen&#8221; aus Chile die Stirn zu bieten. Das könnte den Brasilianern die letzten 2 Wochen ihres Fußballfestes nachhaltig vergraulen. Eine Stimmung von tiefer Niedergeschlagenheit bei dem größten Teil der Fußballfans und hoch aufbrausenden Wut bei den anderen<span> könnte </span> die Gemütlichkeit stark beeinträchtigen.<br />
Da kann man dann schon fast beruhigt sein, dass <span>die WM-Organisatoren das mit dem nötigen </span>Ausmaß an krimineller Energie und der vorausschauenden Weitsicht bei der Planung des Turniers bereits berücksichtigt und die entsprechenden Schiedsrichteransetzungen vorgenommen haben. Außerdem hat der Gastgeber auch noch einen gut von der letzten Austragung in Südamerika, eben weil sich im Fußball über einen längeren Zeitraum alles ausgleicht.</span></p>
<h4><span>Fußballgenerationswechsel</span></h4>
<p><span>TikiTaka hat es seinem alten König gleich gemacht und abgedankt, lediglich in Bayern könnte diese Spielart noch eine Nische für einen vorübergehenden Fortbestand gefunden haben.<br />
Die </span>FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste gibt den Leistungsstand der Mannschaften nicht wirklich wieder, vorallem weil die Schwankunken bei den einzelnen Teams durch Verletzungen und Formkrisen ziemlich groß sind, wie die Schweiz auf Platz 6 kommen konnte, ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Aber dass die unangefochtene Nummer 1 sich von den Nummern 14 und 15 demütigen und nach hause schicken lassen muss, wird folgerichtig als Sensation verkauft, aber Mitleid dürfen die Spanier nicht erwarten.</p>
<p>Deutschland als NR 2 ist somit in die Spitzenposition und die Favoritenrolle gerückt, was durch die Deklassierung von Portugal als NR 4 kräftig unterstrichen wurde, das sah richtig nach Fußball aus.<br />
Die afrikanischen Mannschaften haben mich besonders enttäuscht, Spieler mit dieser Athletik und Technik und wenn es denn ernst wird, wird erst um Prämien gefeilscht und rumgezickt, dass man völlig die Konzentration aufs Wesentliche verliert. Dass keine Versicherungen abgeschlossen werden, um 1 Mio. bei Titelgewinn zu  garantieren, ist völlig unverständlich, die Prämien dürften recht überschaubar sein.<br />
Volker Finkes &#8220;Unbezähmbaren Löwen&#8221; haben allenfalls die Anmutung von Bettvorlegern hinterlassen und können sich wieder zusammenrollen, dass er kundtut, seinen Vertrag zu erfüllen, ist wohl nur der Verhandlungsposition um die Abfindung geschuldet.<br />
Die &#8220;Schwarzen Sterne&#8221; mit Prince Kevin, der erst nach einer Stunde gegen die USA gekommen ist, waren zwar die besseren Fußballspieler, aber ein anderer Berliner hat ihnen kurz vor Toresschluss den Todeskopfstoß versetzt, Brooksi von Hertha kam nur durch die Verletzung eines Kollegen ins Spiel und nutzte sein Chance grandios. Aus Berliner Sicht der bisher größte Lichtblick.<br />
Dass der Trainer von Ghana sich für seine Aufstellung entschuldigt hat, ist auch ein Novum, gegen Deutschland musste er Prince Kevin von der ersten Minute von der Kette lassen, damit der zeigen kann, dass da Typen wie er fehlen. Dass ihm dann die Bindung zum Spiel der &#8220;Black Stars&#8221; völlig gefehlt hat, war in den kurzen Ausschnitten schon abzusehen, wo die Kollegen sich vorne im Bus in Stimmung singen und der &#8220;Prince&#8221; hinten einsam seine Musik über Kopfhörer hört. Das Kapitel wird wohl endgültig beendet.<br />
Die Superadler aus Nigeria scheinen sich ganz langsam ins Turnier zu spielen, nur die Elefanten von der Küste scheinen in etwa Normalform zu haben, sie sollten beide die nächste Runde erreichen.</p>
<h4>Skandalspieltheorie</h4>
<p>Deutschland vs USA steht unter dem Verdacht, dass man sich absprechen könnte, so dass beide das Achtelfinale sicher erreichen.<br />
Das ist völliger Quatsch, niemand muss mit irgendjemanden etwas absprechen, worüber sich die ganze Fußballwelt im Klaren ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich hatte auch 82 vorm Fernseher gesessen und mich auf die Rache für Cordoba gefreut, stattdessen kam die &#8220;Schande von Gijon&#8221;. Auch damals war keinem Spieler ein Vorwurf zu machen, lediglich die Fifa mit ihrem Cheforganisator Hermann Neuberger hätte man für die 6 zusätzlichen Live-Übertragungen wegen Geldgeilheit zur Rechenschaft ziehen sollen, was ausgesprochen halbherzig bis gar nicht stattgefunden hatte.<br />
Dass sich Deutsche und Östereicher gut verstehen, liegt auf der Zunge, Verständigungsschwierigkeiten sind gegen die USA auch nicht zu erwarten, zumal keine Worte gemacht werden müssen.</p>
<p>Ich würde mir auch wünschen, dass Ghana die nächste Runde ereicht und Belgien ins &#8220;Herz der Finsternis&#8221; sticht, kann mir aber kaum vorstellen, dass sie Portugal besiegen, sicher nur knapp, so dass die DFB-Kicker den Amis schon 4 &#8211; 5 Stück mit nach hause geben sollten.<br />
Der Skandal ist aber vorprogrammiert, alle werden sich wieder lächerlich machen.<br />
Deutschland kann ganz entspannt in die Partie gehen, weil das wäre wirklich ein Skandal wenn Portugal 8 : 0 die Sterne vom Himmel fegt.<br />
Der angeblich beste Außenverteidiger der Welt war in beiden Spielen der schwächste Mann in der deutschen Mannschaft. Aus seiner Heimat wurde kolportiert, dass es sich bei ihm um den intelligentesten Spieler handelt, den die jüngste Trainerlegende aller Zeiten bisher in seinen Teams hatte. Das will ich hier überhaupt nicht in Frage stellen, aber doch als Problem benennen. Nachdenken hat schon immer zu lästigen und gefährlichen Verzögerungen geführt und tödliche Fehlpässe kann man auch von der Außenlinie spielen. Eigentlich sollte der &#8220;Capitano&#8221; eine Denkpause bekommen, zumal Schweini sich auch mehr als aufdrängt, zur Not mit Kroos auf der Doppelsechs und einer Extraportion Doppelherz für Rekordtorjäger.</p>
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		<title>Kaderschmiedearbeiten</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2014 00:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Willi "Ente" Lippens]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neue Saison wird per Preetzisionsmangement und luhukayscher Akribie generalstabsmäßig vorbereitet, ein Aufmarschplan für die kommenden Kampfeinsätze mustergültig erarbeitet und ein wuchtiger Sturmangriff der unwiderstehlichen Art auf das erste Tabellendrittel gestartet.
So stellt man sich das jedenfalls als selbst in die Jahre gekommener aber an  Geschichtsvergessenheit leidender Liebhaber der &#8220;Alten Dame&#8221; sehnsuchtsvoll vor.
Die alte preußische Infantriedoktrin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Saison wird per Preetzisionsmangement und luhukayscher Akribie generalstabsmäßig vorbereitet, ein Aufmarschplan für die kommenden Kampfeinsätze mustergültig erarbeitet und ein wuchtiger Sturmangriff der unwiderstehlichen Art auf das erste Tabellendrittel gestartet.<br />
So stellt man sich das jedenfalls als selbst in die Jahre gekommener aber an  Geschichtsvergessenheit leidender Liebhaber der &#8220;Alten Dame&#8221; sehnsuchtsvoll vor.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die alte preußische Infantriedoktrin vom unwiderstehlichen Sturmangriff, die sich beim Niederschlagen des Boxeraufstands zum letzten Mal bewährt hatte, war vor 100 Jahren mit verantwortlich, in welchem Ausmaß die Kanonen gemästet worden sind und der angestrebte Platz an der Sonne in Strömen von Blut versenkt wurde†<br />
Soviel an dieser Stelle zur jubilarischen Würdigung alter Berliner Vorgehensweisen.</p>
<p>Der leichtfertige Gebrauch militaristischen Vokabulars bei der Beschreibung der anstehenden fußballerischen Auseinandersetzungen (Please mention the war!) sollte aber einer eher sportlichen Betrachtungsweise anheim fallen, bzw. nicht ganz so ernst genommen werden, zumal Deutschland beim Überseeeinsatz seines Expeditionskorps auch sein schwerstes Sturmgeschütz zu hause gelassen hat, womit wir wieder beim Thema sind.<br />
Pierre-Michel Lasogga, genannt Bär, ein Sturmtank der Extraklasse mit der zweitbesten Torquote der vergangenen Spielzeit musste für uns normalsterbliche Bundestrainer eigentlich dringend mit nach Brasilien fahren. Wieso Jogi, nachdem PML nun auch schon mal eingeladen war, auf seine Nominierung verzichtet hat, ist völlig unverständlich, ein Zusammenhang mit dem anstehenden Idiotentest will man da schon gar nicht mehr ausschließen.<span id="more-581"></span><br />
Nominell nur einen Stürmer mitzunehmen, der schon ein wenig in die Jahre gekommen ist und dessen Verletzungsanfälligkeit in letzter Zeit auch stark zugenommen hat, könnte sich rächen, obwohl Mirek ein ganz netter ist und Poldi, Götze, Müller und Reus auch im Sturm spielen können.<br />
Auf die Option mit der Brechstange zu verzichten, bzw. Klose Mitte der zweiten Halbzeit raus zu nehmen, wenn er denn bei den Verhältnissen so lange durchhält und wen zu bringen, der nochmal richtig an den Ketten zerrt, ist nur als sträflicher Leichtsinn zu bewerten.<br />
Der Matchplan, den sich die Gegner der deutschen Mannschaft zurecht legen, dürfte in erster Linie von &#8220;internationaler Härte&#8221; geprägt sein, was bei den Filigranisten Özil und Götze seine Wirkung nicht verfehlen wird. Da ist es überlebenswichtig jemanden zu haben, der die Physis mitbringt, voll dagegen zu halten und die Lücken zu reißen, in die Müller und Reus zum Torerfolg durchstoßen können, am Beeindruckensten war aber wie Lasogga seine Entschlossenheit zum Torabschluss nochmal gesteigert hat.</p>
<h4>Spielerqualitätsanforderungen</h4>
<p>Der Bär hat seine Qualitäten beim HSV eindrucksvoll unter Beweis gestellt, der Bär kann gehen und zwar zurück zu Hertha, dass das das Beste für ihn ist, davon müsste er allerdings noch überzeugt werden, bzw. seine Mutter Kerstin, dabei werden ein paar Blümchen nicht ausreichen, eine nennenswerte Auffrischung der Haushaltskasse wird sich wohl nicht vermeiden lassen.<br />
Ob er in der Premier League in seinen  jungen Jahren als &#8220;German Sturmtank&#8221; die Breschen in Abwehrbollwerke reißt und entscheidende Treffer landen kann oder als &#8220;Rheinish Krautwickel&#8221; verrissen und verfrühstückt wird, ist eine spannende Frage. Antworten werden im Laufe der nächsten Jahre gegeben.<br />
Die Wahrscheinlichkeit, dass er auf dem Großparkplatz in der niedersächsischen Rübensteppe anheuert, scheint noch am Größten zu sein. Normal möchte man da nicht tot überm Zaun hängen, geschweige denn ohnmächtig auf der Ersatzbank schmoren, aber da kennt er sich schon etwas aus.<br />
Die Hertha-Mannschaftsführung muss ihm dringend nahebringen, dass seine Entwicklungschancen an der Spree die Besten sind, garantierte Einsatzzeiten und die nötigen Erholungspausen sowie ein überzeugendes Handgeld für die Vertragsverlängerung von 3-4 Jahren. Dazu braucht es noch einen qualifizierten Zweitstürmer wie Konan, der Volllstrecker. Auf einen Spieler dieser Art wartet man in Berlin seit &#8220;Erpelwilli&#8221; seinen bereit gestellten Geldkoffer nicht abgeholt hat, woran sich sicherlich auch nur die Älteren werden erinnern können, falls überhaupt.<br />
Der restliche Kader nimmt langsam Konturen an: Mit Hegeler kommt nochmal ein Spezi vom Cheftrainer aus augsburger Tagen, Stocker sollte den geforderten Ansprüchen auf der linken Seite auch genügen und Plattenhardt darf dahinter dicht machen. Leasingrückläufer wie Bastians und Sahar sollten da zu wenig Platz haben und müssten wohl auf dem Grabbeltisch verramscht werden, da wurde bei der Vereinsführung das erforderliche Fingerspitzengefühl des öfteren schmerzlich vermisst, aber dafür haben sie jetzt Gelegenheit zu üben. Mit Franz und Kluge hat man sich ja nun gütlich geeinigt und Kobi in die verdiente Rente geschickt, aber Burchert, Janker, Holland, Niemeyer und Wagner müssen noch vom Qualitätsmanagementsystem ausgesondert werden, Ronny sollte noch als Sonderfallregelung bearbeitet werden.</p>
<h4>Mannschaftsentwicklungshilfe</h4>
<p>Erfolg ist im Fußball nur mit dem Erzielen von Toren zu erreichen, dazu braucht es jemanden, der die Dinger vorne reinmacht. Dass der &#8220;Bär&#8221; zu Beginn der letzten Saison zum HSV abgeschoben wurde, war für mich eine Riesenenttäuschung, die allerdings durch den guten Saisonstart etwas kompensiert werden konnte. Umso schmerzlicher machte sich das Fehlen in der Rückrunde bemerkbar, aber auch schon vorher waren einige Spiele dabei, die noch einen echten Impuls von der Ersatzbank hätten gebrauchen können. Das macht den besonderen Wert von Lasogga aus, dass er ein mitreißender Fighter ist und das in seinem Alter.<br />
Dass er sich dabei manchmal etwas zu straff aufpumpt, wie im Rückspiel der Relegation zu sehen war, ist völlig  normal, auch dass die Luft dann wieder abgelassen werden muss. Ihm das vorzuhalten, ist völliger Blödsinn, vorallem im Vergleich zum Gebaren einiger gesetzter Herren, das in der vergangenen Saisson zur Aufführung kam.</p>
<p>Eine Entscheidung von PML wird in der kommenden Woche erwartet, die charakterlichen Schwächen oder sogar Dummdreistigkeit, die ihm von einigen Herthaanhängern in den einschlägigen Foren unterstellt werden, sind meiner Einschätzung nach völlig haltlos.<br />
In dieser Situation nicht in aller Ruhe auf Muttis Schoß mit dem Daumen im Mund den Weisheiten aus 18 langen Spielzeiten vom Stiefpappi  zu lauschen, den man früher als Pannen-Olli kannte, und das Für und Wider aller Optionen durchzugehen, das wäre geeignet Pierre-Michel Hirninsuffizienz zu diagnostizieren.<br />
Warum das bei dem Einen als Cleverness und Abgezocktheit beim Gehaltspoker und bei Anderen als Unverschämtheit und undankbare Gier wahrgenommen wird, liegt natürlich an der Perspektive, die Beteiligung von Frauen wie Gaby S. und Bianca I. verschiebt sie dann gerne in Richtung: Geht überhaupt nicht. Dass beim Bär Mama Kerstin die Verhandlungen führt, geht wohl noch darüber hinaus, besonders weil sie ein knallharter Profi ist, bei der noch unbändiger Beschützerinstinkt hinzu kommt.</p>
<h4>Trainerkarussellbremser</h4>
<p>Von Wayne Rooney hieß es, als er bei ManU anfing, dass er noch mehr Muffe vor seiner Mutter hätte als vor Sir Alex. Wie man sich auf Trainerbänken und in Managerbüros gegen solche Furiositäten durchsetzen kann, wird auf keiner Sporthochschule gelehrt.</p>
<p>Preetz und Luhukay sind vollkommen auf die Aufgabe fokussiert, unsere olle Hertha wieder in der Bundesliga zu etablieren, der Trainer beschäftigt sich mit nichts anderem während er in Berlin ist als mit Fußball: Trainingspläne, Aufstellungen, Rekonvaleszenten, Gegnerbeobachtungen, Scouting und das ganze Pipapo.<br />
Wie gesund das in der Form ist, muss jeder für sich selbst beantworten.<br />
Dass Thomas Tuchel sein Amt in Mainz zu Verfügung gestellt hat, bei dem es so ausgesehen hat, dass er sich mit noch größerer Intensität aufs Coaching konzentriert hat als JoLu, war eine ganz dicke Überraschung im Saisonfinale, wobei man nicht weiß, soll man ihn dafür bewundern oder bemitleiden.<br />
Nachhaltige Trainingsarbeit kann nur aus einer gesunden Mischung aus Anspannung und Lockerungsübungen dauernden Erfolg haben. Wieweit sich Herthas Cheftrainer in die Arbeit vertieft, dass er über keinen Tellerrand mehr gucken kann, kann nur vermutet werden. Die Rückrunde sah aus, als habe es nicht wirklich eine Strategie gegeben.<br />
Wenn man Ronny zum Spitzenverdiener macht und nicht ausprobieren will, ob er sich einen Spielrhythmus erarbeiten kann, ist das mindestens Geldverschwendung, das gleiche gilt für Brooks, die hoffnungsvollen Talente müssen auch die Gelegenheit bekommen, sich bewähren zu können.<br />
Mit welchen Intentionen, die Qualität der Mannschaft weiter entwickelt werden sollte, war überhaupt nicht zu erkennen. Bei Ronny steht zu befürchten, dass er nach dem Abgang von Ramos ganz vereinsamt und es wohl besser wäre, sich vom Brasilianischen Ballzauber zu verabschieden und auf japanischhe Verlässlichkeit und Disziplin zu bauen, Kiyotake vom Club wäre sicherlich ein brauchbarer Ersatz.</p>
<p>Für eine fehlende Strategie, die Fußballsparte des Vereins als Ganzes weiter zu entwickeln, gibt es keinen Ersatz. Ob JoLu für diese Übung der richtige Leiter ist, wurde hier schon bezweifelt.<br />
Der gefragteste Fußballlehrer in Deutschland, von dem zu vermuten ist, dass er in nächster Zeit über das nötige Maß an freien Denkkapazitäten verfügt, sollte zumindest für die detaillierte Ausarbeitung eines Konzepts gewonnen werden.</p>
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