<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title> &#187; Memmen</title>
	<atom:link href="http://www.grasplatzmemmen.de/?cat=43&#038;feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.grasplatzmemmen.de</link>
	<description>...wenn nicht nur das Deo versagt</description>
	<lastBuildDate>Wed, 20 Jun 2018 00:09:09 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>50 Jahre Herthafan, einfach goldig</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=698</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=698#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2018 00:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Helden]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=698</guid>
		<description><![CDATA[Jugendrebellion
Im Frühsommer 68 hallten durch die Nebenstraßen der Pestalozzistraße im beschaulichen Charlottenburg aus tausenden Kehlen Straßenkampfparolen:
Rechts in der Windscheid &#8220;Ho Ho Ho Chi Minh&#8221; mit der Aufforderung &#8220;Bürger laßt das Gaffen sein, kommt herunter, reiht euch ein!&#8221; und &#8220;Bürger runter vom Balkon, unterstützt den Vietkong!&#8221;, der Bürger kam bekanntlich nicht, sondern stänkerte nur was von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Jugendrebellion</h3>
<p>Im Frühsommer 68 hallten durch die Nebenstraßen der Pestalozzistraße im beschaulichen Charlottenburg aus tausenden Kehlen Straßenkampfparolen:<br />
Rechts in der Windscheid &#8220;Ho Ho Ho Chi Minh&#8221; mit der Aufforderung &#8220;Bürger laßt das Gaffen sein, kommt herunter, reiht euch ein!&#8221; und &#8220;<span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">Bürger</span> runter vom Balkon, unterstützt den Vietkong!&#8221;, der Bürger kam bekanntlich nicht, sondern stänkerte nur was von Arbeiten und Haareschneiden.<br />
Kleine Jungs mussten dann aber mal gucken gehen, wohin der Tross marschierte. Vor der Oper wurden Ami-Flaggen verbrannt  und angestrengt Texte aufgesagt.<br />
Ähnliche Texte hatte ich aber auch zu hause, Sonntags zum Hühnchen.<br />
Es aßen sich gegenüber unser Großer &#8220;Rote Zelle Jura&#8221; im Angriff und unser Alter &#8220;Persilscheinurteil Mitläufer&#8221; in der Verteidigung, das Ergebnis dieser Revision: Essstörung, meinerseits &#8211; lebenslänglich.</p>
<p>Ein Fluchtweg aus diesem Spannungsverhältnis führte nach links <span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">in die Fritsche </span>zum Bolzplatz, wo nicht ganz so zahlreich und lautstark aber fast noch entschiedener &#8220;Ha Ho He Hertha BSC&#8221; und &#8220;Nieder mit den Alsenborn!&#8221; skandiert wurde. <span id="more-698"></span>Nachdem Hertha in der Pfalz verloren hatte, war der Aufstieg, den ganz Berlin &#8211; also die eingemauerten &#8211; ganz fest ins Auge gefasst hatte und der als selbstverständlich betrachtet wurde, gefährdet.<br />
Der Bürger kam denn doch noch vom Balkon und <span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">strömte in</span> Massen ins Olympiastadion und Hertha schaffte souverän den Sprung ins Oberhaus, wo man gleich <span style="background-color: transparent; color: #000000; display: inline; float: none; font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;Bitstream Charter&amp;quot;,Times,serif; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;">zum Zuschauerkrösus </span>avancierte und Stammspieler vom Meister verpflichten konnte. <span style="background-color: transparent; color: #000000; display: inline; float: none; font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;Bitstream Charter&amp;quot;,Times,serif; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;">Auf dem Bolzplatz <span style="background-color: transparent; color: #000000; display: inline; float: none; font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;Bitstream Charter&amp;quot;,Times,serif; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;">grenzte</span><span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;"> </span>d</span>ie <span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;"> Begeisterung für </span>&#8220;Goldköpfchen&#8221; Brungs an Raserei, in der 2. Saison war Hertha in der Spitze der Bundesliga angekommen.<br />
Der freie Eintritt für Kinder sorgte dafür, dass die Kaulquappen auf dem besten Weg waren, im Froschkonzert mit zu quaken, der Bundesligaskandal war dann allerdings eine Kröte, an der man sich in dem Alter nur verschlucken konnte, von Verdauen gar nicht zu reden, so dass es letztlich nur zu Unken reichte.<br />
Der Zerfall des hoffnungsvollen Kaders aus akuter Geldgier führte direkt in die Pleite, die Plumpe wurde versilbert, die Kohle gleich wider rausgehauen, so dass noch ordentlich Fußball gespielt wurde, vor allem von Ete Beer und Larry Horr, der einzige der den Bestechungsskandal heil überstanden hatte.<br />
Wenn man aber mal richtigen Krach und viele Leute erleben wollte, ist man zu der Zeit zum Kaiserdamm und hat die Parade unser alliierten Beschützer mit abgenommen: Dieselmotorengedröhn und Panzerkettengerassel vom Ohrenbetäubensten &#8211; der Geruch und das Geräusch von Freiheit und Sicherheit.</p>
<p>Fernsehen war auch neu für mich und brachte Fußball als leicht zu konsumierende Häppchen, der Stadionbesuch, obwohl gratis, war relativ anstrengend und zeitraubend und Sportschau, unser Fernseher konnte nur Erstes und Osten, war einfach bequemer und übersichtlicher. Hier noch ein Link dazu vom Beginn dieses Blogs: <a href="http://www.grasplatzmemmen.de/?p=191">Fernsehfußball</a>.</p>
<h3>Erwachsenwerden</h3>
<p>Wie man es als Fan durch die 80er geschafft hat, unbeschadet kann man nicht unbedingt sagen, sondern wie man es bei Helmut im &#8220;Blue Note&#8221; auf´m Klo nachlesen konnte:</p>
<p style="padding-left: 30px;">KPD/ML Sieg im Volkskrieg,<br />
HSV/BL Sieg im Volkspark,<br />
LSD/XL Sieg im Vollrausch.<br />
Realität ist was für Leute, die nicht mit Drogen umgehen können.</p>
<p>Die Poststadiontraumatische Belastungsstörung konnte so einigermaßen glimpflich überwunden werden, genau wie die panische Angst vor einem akuten Hungerast.</p>
<p>Dann wollte ich eigentlich noch die Verwirrungen der deutschen Einheit behandelt haben, war ich nicht mehr zu gekommen, nie wurde eine dermaßen vernichtende Niederlage so ausgiebig gefeiert.<br />
Dass in Berlin in den 90ern an Runden Tischen mehr los war als auf eckigen Plätzen, war das Eine, was die Hertha im nationalen Überschwang und nach dem Gewinn der WM angeboten hatte, kann fanlicherseits nur als Höchststrafe beschrieben werden, o<span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">bwohl man zur Einheit wieder erstklassig wurde. Dabei hielt man die rote Laterne durchgängig so fest umklammert, dass man es wirklich nicht mit ansehen konnte, zumal der Freizeitpark Ost ständig geöffnet hatte. </span>Trotz der hoffnungsvollen Nachwuchskicker wie M. Basler (&#8221;Bis zum Hals Weltklasse.&#8221; Trainer B. Stange, durch und durch Vollstasi), N. Kovac, K. Ramelow eierte man lustlos und frustgesteuert in der 2. Liga rum.<br />
Mit der Gestaltwerdung der Hauptstadt taten sich wirtschaftliche Perspektiven auf, wo sich bei der Alten Dame einige seriöse Herren als Wirtschaftsrat um die Haushaltskasse verdient gemacht haben.<br />
Und dann kam <a href="http://www.schiedsrichtergespann.de/geh-zu-hause-dieter/">Dieter</a>.<br />
Er war zwar nur 3. Wahl aber im Raushauen der Kohle hat er auch den einen oder anderen Treffer gelandet, mit der Verpflichtung von &#8220;Lulu&#8221; Favre hätte es sogar fast mit der Meisterschaft geklappt, wenn nicht eine Oberpfeife an seinem saumäßigsten Nachmittag aus dem <a href="http://www.schiedsrichtergespann.de/hertha-kommt-in-wolfsburg-unter-die-raeder/">6-Punktespiel</a> des letzten halben Jahrhundert die Farce des neuen Jahrtausend gemacht hätte. Die Chance für Hertha, die Meisterschaft zu gewinnen, hätte die alte <a href="http://www.schiedsrichtergespann.de/wundertrantuete-hertha/">Wundertrantüte </a>auch im letzten Spiel bei einem Abstiegskandidaten grandios vergeigen können, aber mehr Spannung wäre nicht gegangen. So muss man denn wohl alle Hoffnung auf den Titel fahren lassen, man weiß nur noch nicht wohin.</p>
<h3 style="padding-left: 30px;">Kulturschandmale</h3>
<p style="padding-left: 30px;">Die Modernisierung der Bundeshauptstadt mit dem Prunkstück des höchsten Kanzlerbungalow der Welt und dem altmodischstem Fußballstadion Deutschlands schreitet immer noch weiter aber unaufhaltsam voran.<br />
Bei der Renovierung des Olympiastadions hatte man versäumt einen ordentlichen Neuanfang hinzulegen, den alten Quatsch abzureißen und den ganzen Breker-, Thorak- und Meller-Muschelkalkmist auf den Müllhaufen der Geschichte endzulagern. Das wäre mein Entwurf gewesen für das Holocaust- Mahnmal.<br />
Die schönsten Stücke hätte man auf einem Tieflader sehr schön in der Rushhour und im Schritttempo die Paradestraße runter deportieren können, den Rest natürlich bei Nacht und Nebel. Kunst muss auch ein bisschen weh tun, HA Schult-Fans wären völlig aus dem Häuschen gewesen vor Begeisterung, da hat der Meister leider völlig versagt. Die aufgetürmten Stücke, Sockel und Statuetten hätte man akkurat mit einem fettstabilen Stacheldraht- Doppelzaun umfriedet, dazwischen eine Patrouille, natürlich mit deutschen Schäferhund und nächtens voll beleuchtet, dazu die passende Baracke als Informationszentrum.<br />
Das Ganze abgerundet mit der gläsernen Autowaschanlage auf dem Ernie bei der permanent ein Mercedes übergebürstet wird.<br />
Für die fälligen Bußgelder des Dieselskandals sollte dringend ins Auge gefasst werden, den Vorschlag nochmal aufzugreifen, und für jede deutsche Automarke eine Anlage zu installieren und die Karren pausenlos, vor und zurück in Unschuld zu waschen, für den Platz ein großer Gewinn.<br />
Die Chance auf eine Entästhetisierung der herrschenden Erinnerungskultur, bei der das Grauen im Erhabenen verniedlicht wird, wurde mal wieder verpasst, so dass alle Gedankengänge zur Deutschen Leidkultur in aller Gemütlichkeit in Posemuckel enden.</p>
<h3>Midlifecrisis</h3>
<p>Die Auflösung der Zwangsehe <span style="display: inline !important; float: none; background-color: transparent; color: #000000; font-family: Georgia,;">von Dieter und Hertha war mangels Masse unvermeidlich, dass ein <a href="http://www.grasplatzmemmen.de/?p=291">Liftboy </a>die Nachfolge antreten musste, muss man dann als das tragische Ende der Trilogie betrachten. Wie Dieter in Wolfsburg dann einen Meister mit richtig viel Geld zu einem Abstiegskandidaten gemanagt hat, war die dazugehörige Groteske, bei der die Helden auf ihre menschlichen Unzulänglichkeiten reduziert werden, was mich nur notdürftig versöhnen konnte, aber immerhin.</span></p>
<p>Ende Februar bin ich dazu gekommen mir ein Spiel in der Alten Försterei anzusehen, gegen Sandhausen durchschnittliche Zweitligakost, aber das Stadion, Stehplatz Gegentribüne keine 10 Meter von der Seitenlinie entfernt, bietet schon ein anderes Zuschauerlebnis, die Stadt ist allerdings immer noch sehr geteilt, sie wird in der Innenstadt vom Westen gerade aufgerollt, aber Köpenick ist noch voll ostig. An zusätzlicher Entfremdung wird auch noch akribisch gearbeitet</p>
<p>Die Alte Dame braucht dringend eine neue Unterkunft, da sind sich ja fast alle einig. Mein Vorschlag wäre der Osten, der Osten vom Flughafen Tegel am Rande des Wedding. Hoch, laut, eng und ruhig ein bisschen größer als neben  dem Oly geplant.<br />
Hertha scheint sportlich im Zentrum der Mittelmäßigkeit angekommen zu sein und will da anscheinend erstmal nicht mehr weg, dazu hier demnächst mehr.</p>
<p>&#8220;Die Mannschaft&#8221; in Russland verdient auch noch eine Würdigung: Aufregung und Spannung im Übermaß von Anfang an. Viel mehr kann einem eigentlich gar nicht versprochen werden.</p>
<p style="text-align: right;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=698</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abstiegskampf bis zum letzten Abpfiff</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=676</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=676#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 May 2015 08:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Abstiegskampf]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Jos Luhukay]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Preetz]]></category>
		<category><![CDATA[Pal Dardai]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=676</guid>
		<description><![CDATA[Nicht gänzlich unerwartet legt die Alte Dame zum Saisonfinale einen letzten Hauch von Suspense auf, ein Duft mit dem betörenden Odeur von kaltem Angstschweiß in der Kopfnote, abgerundet mit dem stechenden Gestank randvoller Hose in der Herznote und getragen vom Muff des abgestandenen aber anheimelnden Stallgeruch in der Basisnote.
Olfaktorisch ein Worst-case-Szenario, das aber Spannung über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht gänzlich unerwartet legt die Alte Dame zum Saisonfinale einen letzten Hauch von Suspense auf, ein Duft mit dem betörenden Odeur von kaltem Angstschweiß in der Kopfnote, abgerundet mit dem stechenden Gestank randvoller Hose in der Herznote und getragen vom Muff des abgestandenen aber anheimelnden Stallgeruch in der Basisnote.<br />
Olfaktorisch ein Worst-case-Szenario, das aber Spannung über den Spieltag hinaus verspricht &#8211; Relegation, der Overkillthriller.<br />
Die Chance, dass es ein echter Schocker wird, soll 0,6% betragen.</p>
<p>Spielkultur war das, was ich meisten vermisst habe in dieser Saison. Das kann auch Beißen, Hauen, Treten sein, kommt ganz drauf an, was man zu Verfügung hat.<br />
An Geld hat `s nicht gefehlt.<br />
Die Rückrunde der letzten Saison war für mich der Knackpunkt für den nachhaltigen Rückschritt der Mannschaft, spätestens ab dem 20. Spieltag hatte man beste Bedingungen frei aufzuspielen und Systeme, Varianten und Entwicklungsmöglichkeiten zu testen, vorallem bei Spielern, denen man Potenzial zurechnen durfte: Brooksy, Schulz!, Mucki, Ronny und den einen oder anderen aus der Nachwuchsabteilung.<br />
JoLu hatte dann leider völlig die Nerven verloren, in einer Situation in der sie nicht mal angespannt werden mussten und sich komplett in seiner akribischen Arbeit festgefahren.<span id="more-676"></span></p>
<p>Das hat sich dann schmerzhaft darin geäußert, dass er dem Großteil des Kaders die Qualität für die 1. Liga abgesprochen hatte, ein Trainerfehler der nur von Meiers Kopfstoß gegen Streit übertroffen wurde, und ebenfalls die sofortige Freistellung erfordert hätte.</p>
<h4>Perspektivtrainerwechsel</h4>
<p>Da hatte dann zum wiederholten Male das Preetzisionsmanagement kläglich versagt, zumal das auch eine Situation war, wo einiges ausprobiert werden konnte, wenn man seinen Job ordentlich gelernt hätte und einen Freischuss für einen Perspektiv- oder Übergangstrainer hatte.<br />
Was machte GF Sport in der Situation?<br />
Er drängelt sich in Nibelungentreue zu seinem Cheftrainer ins Hamsterrad: Augen zu und öffentlich vorführen, wie man sich für den Verein abstrampelt.<br />
Eine Vorgehensweise, die immerhin den Präsidenten hinreichend beeindruckt hat, so dass er wie der dritte Mann hinter dem GF steht.<br />
Aber aus dem Hamsterrad kann man nicht über den Tellerrand gucken.</p>
<p>Eine Bestätigung der besonderen Art war, dass Preetz die Bewerbung als Nachwuchstrainer von Thomas Tuchel abgelehnt haben soll, die für mich ein weiteres Indiz dafür ist, dass die Hertha ein unübertroffenes Talentreservoir hat<br />
Stattdessen wurden anscheinend ausschließlich Leute mit anrüchigem Stallgeruch engagiert, eine Klüngelei (Man kennt sich, man hilft sich.) bei der jeder vom anderen viel Bestätigung erfährt, auch für Arbeit, die nicht so ganz gelungen ist und die den Verein leider kein Schrittchen weiter bringt.<br />
Die Hoffnung, dass Pàl Dàrdai ein echtes Trainertalent ist, das in der Umgebung in voller Üppigkeit erblühen kann, wird uns wohl durch die nächste Saison begleiten müssen.</p>
<h4>Wanderheuschreckenplage</h4>
<p>Die Lage ist ernst aber nicht aussichtslos, alle werden sich nach dem Klassenerhalt auf die Schultern klopfen, Trainer und Co werden mit dem GF Sport ins Hamsterrad drängeln und die gemeinsamen Entscheidungen über die Verpflichtungen der neuen Saison vornehmen. Hoffentlich bekommen sie die Entlassungen diesmal wenigsten einigermaßen auf die Reihe.<br />
Das riecht förmlich nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner.<br />
Das ist der Fluch, der auf der Alten Dame zurzeit lastet: In Spree-Athen hat die Kleingeistigkeit von Posemuckel nach wie vor das Regiment im Allgemeinen und im Fußball im ganz Besonderen.<br />
Der einzige Weg sie zu überwinden, ist die Profitgier der Wanderheuschrecke.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=676</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im Schein der roten Laterne</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=654</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=654#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2015 00:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Abstiegskampf]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Pal Dardai]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=654</guid>
		<description><![CDATA[Die Messer sind hinreichend gewetzt, ob sie noch passgerecht zwischen die Zähne der Hertha-Spieler implementiert werden können, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden und eine blutige Lippe zu holen, ist die spannende Frage für den weiteren Verlauf der Rückrunde.
JoLu hat das Ergebnis seiner seltsamen Mannschaftsführungsqualitäten präsentiert bekommen &#8211; leider viel zu spät &#8211; spätestens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Messer sind hinreichend gewetzt, ob sie noch passgerecht zwischen die Zähne der Hertha-Spieler implementiert werden können, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden und eine blutige Lippe zu holen, ist die spannende Frage für den weiteren Verlauf der Rückrunde.<br />
JoLu hat das Ergebnis seiner seltsamen Mannschaftsführungsqualitäten präsentiert bekommen &#8211; leider viel zu spät &#8211; spätestens zu Weihnachten hätte er wieder ganz im Kreis seiner Familie das neue Jahr planen dürfen, dafür muss man ihm nun alles Gute wünschen.</p>
<p>Pal Dardai holt sich als neuer Cheftrainer nach dem überraschenden  Punktgewinn in Mainz im Oly gegen Freiburg eine blutige Nase ab. Wenigstens hält er es für  möglich, dass er die Verantwortung dafür zu übernehmen hat &#8211; die  Aufstellung und Vorbereitung hatte an Naivitäten auch keine Wünsche offen gelassen.<br />
Das Spiel für sich gesehen kann nur als Entlassungsgrund gewertet werden, aber auch junge Trainer müssen Fehler machen dürfen, allerdings sollten sie sich dabei Spiele aussuchen, bei denen es nicht ums nackte Überleben geht.<br />
Statt eines Befreiungsschlags wurden die Messer selbst ausgeklappt, in die man dann gelaufen ist. <span id="more-654"></span>Streng besehen waren es zwei leichte individuelle Fehler, die zu den Toren führten: Hegeler als Innenverteidiger musste den Passweg beim ersten Gegentor zulaufen, agierte in der Situation aber lediglich als interessierter Zuschauer. Es war zugegeben auch der beste Platz im Stadion, das Tor zu bestaunen.<br />
Beerens als Bewacher des linken Torpfostens beim Eckball steht einen halben Meter hinter der Torlinie, auf der Linie kann er den Ball normal mit einer Vierteldrehung lässig klären. Der Move war in meiner Jugendzeit als &#8220;Lady Bump&#8221; bekannt, dass Roy den nicht kannte ist normal, aber was er da genau gemacht, dazu fällt mir nur &#8220;Menneken Schiss&#8221; ein. Das Erstaunlichste dabei, wie der Ball zwischen so einer vollen Hose und dem Pfosten durchgepasst hat.<br />
Die offensiven Bemühungen waren allerdings noch bemitleidenswerter. Die volle Trainingswoche wurde dazu genutzt, die Mannschaft müde zu trainieren, die dann auch noch durch eine Reihe von Umstellungen völlig verwirrt wurde, Ergebnis: Hühnerhaufen. Ronny als Abräumer vor der Abwehr zu bringen, lässt aber auch an dem letzten bisschen Fußballverstand starke Zweifel aufkommen.</p>
<h4>Abstiegskampfformation</h4>
<p>Die Experimente des neuen Cheftrainers sind sicherlich noch nicht  vorbei, aber die Lehren, die aus dem Freiburgspiel anscheinend gezogen  worden sind, geben Hoffnung, dass der Abstiegskampf in allen  Mannschaftsteilen angenommen wird.<br />
Die Innenverteidigung mit Brooks und Hegeler dürfte der Vergangenheit angehören, Hegeler gegen Mainz noch &#8220;Man of the Match&#8221;, gegen Freiburg schon sehr fraglich, gegen Wolfsburg beim Siegtor von Dost macht er dann deutlich, dass er den Job als Innenverteidiger noch nicht wirklich richtig verstanden hat.<br />
Langkamp hat wieder mehr Sicherheit und Stabilität in den Abwehrriegel gebracht, da sind die beiden letzten Spiele ohne Gegentor ein kräftiger Hoffnungsschimmer und Brooks hat absolut das Zeug ein Klasseinnenverteidiger zu werden, was für den Weg der Alten Dame in Richtung Europa eine zwingende Voraussetzung ist.<br />
Aus einer fett stabilen Defensive schnell auf Angriff umschalten  und  Ballgewinne aus einem energischen Forechecking jenseits der Mittellinie, die normal erheblich gefährlicher sind, sollten das zukünftige Erfolgsrezept sein. Das hat in den vergangenen Spielen auch einige Male geklappt, die Abschlussaktionen waren eher dürftig.<br />
Die Mannschaftsaufstellung  für die letzten 10 Spiele wurde mit jedem Spiel deutlich sichtbarer.<br />
Im Tor ist Kraft gesetzt, als Viererkette hat sich Pekarik, Langkamp, Brooks und Plattenhardt rausgegliedert, davor auf der 6 Lustenberger und Skjelbred mit Cigerci, Vorne Stocker und Kalou mit Ronny, Ben-Hatira, Schulz, Haraguchi und Beerens vorzugsweise in der Reihenfolge. Die flexible Tannenbaumtaktik, bei der Lusti zur Not in die Abwehrkette verschiebt, könnte gegen Schalke ein ganz zähes Ding werden, das ultimative Aufeinanderprallen der Fünferketten.<br />
Im roten Laternenschein ist sowas verzeilich.</p>
<h4>Wundertrantüte Hertha</h4>
<p>Die &#8220;Alte Dame&#8221; wäre nicht mehr sie selbst, wenn die Achterbahnfahrt diese Saison nicht ungebremst weiter ginge.<br />
7 Punkte aus 5 Spielen ist eine ganz ordentliche Bilanz, und der Reigen der 6-Punkte-Schiksalsbegegnungen reißt in nächster Zeit nicht ab, die Ausbeute von 1,4 Punkten pro Spiel ist aber auch nötig, um relativ sicher die Klasse zu halten.</p>
<p>Wir, die &#8220;Freunde der italienischen Oper&#8221;, waren mit dem Boss ja alle bei Rigoletto und wissen deshalb &#8220;La Donna é mobile&#8221;. Aus langjähriger leidvoller Erfahrung ist in absehbarer Zeit mit einer tiefgreifenden Änderung nicht zu rechnen und so müssen wir uns weiter von Spiel zu Spiel zittern und auf eine überraschende Siegesserie hoffen. Schalke ist der ideale Gegner damit anzufangen, von den 4 folgenden 6-Punktespielen darf man eigentlich keins verlieren, aber normal hilft nur Gewinnen, dann könnte Mitte April vorm Spiel gegen die Überbayern schon Alles klar sein.<br />
Die langweiligen bedeutungslosen Spiele der letzten Rückrunde waren der Grund für die jetzige Misere, diesmal sollte es auf des Messers Schneide bis in den Kraichgau gehen.</p>
<p>Knautschke forever!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=654</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Durststrecke 2014, Prost Neujahr!</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=641</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=641#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Dec 2014 02:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Helden]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Abstiegskampf]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Jos Luhukay]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Preetz]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Rangnick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=641</guid>
		<description><![CDATA[Das 133. Hertha-Kalenderjahr ist ein Grund zu größerer Besorgnis, 31 Punkte reichen normal nicht für den Klassenerhalt. Dass Dinos und anderes Urgestein noch scheißer spielen, ist nicht wirklich beruhigend, dass der Abstiegskampf in der Rückrunde das volle Potenzial an Spannung entfalten wird, davon darf man immerhin ausgehen &#8211; etwas worauf schon ein wenig Vorfreude aufkommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das 133. Hertha-Kalenderjahr ist ein Grund zu größerer Besorgnis, 31 Punkte reichen normal nicht für den Klassenerhalt. Dass Dinos und anderes Urgestein noch scheißer spielen, ist nicht wirklich beruhigend, dass der Abstiegskampf in der Rückrunde das volle Potenzial an Spannung entfalten wird, davon darf man immerhin ausgehen &#8211; etwas worauf schon ein wenig Vorfreude aufkommen will.<br />
Madame ist dieses Jahr nie so richtig in die Chaussons gekommen, wie der Franzose sagt, die alte Wundertrantüte hat fast in jedem Spiel nach allen Seiten hin überraschen können.<br />
Beim Pokal-Aus auf der Alm, wo es doch Sünde gibt, anders ist das nicht zu bezeichnen, was die Alte Dame da angeboten hatte, eine längere Läuterung im Fegefeuer eines ausgedehnten Straftrainingslagers wäre das Mindeste gewesen, nachdem der Chefcoach unaufgefordert Versprechungen für den Wettbewerb verlautbart hatte.<br />
Obwohl es das erste Elfmeterschießen war, das ich in einer langen Fankarriere im Stadion erleben durfte, verschärfend kam hinzu, dass ich mir halbzeitig 2 Bierchen gegönnt hatte, weil ich nicht ein zweites mal für das Würstchen anstehen wollte, die Belastungsprobe für die Blase war weit weniger schlimm als die nervliche. Die Unfähigkeit der Hertha, mit zunehmender Spieldauer das Tempo anzuziehen, war kataklysmisch. Dass man vorher und nachher auch  noch im Stau stehen musste, rundete das Bild richtig ab &#8211; nie wieder Bielefeld.<br />
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Paarung nächste Saison in Liga 2 stattfindet, ist leider nicht von der Hand zu weisen.</p>
<h4>Ligaleidensbereitschaft<span id="more-641"></span></h4>
<p>Der nächste Schritt vom Aufsteiger zu einer etablierten Bundesligamannschaft konnte trotz bestem Willen und der nötigen Kohle nicht vollzogen werden, ganz im Gegenteil: Die Einkäufe, die die fehlende Qualität in den Kader bringen sollten, waren für die Stabilität des Teams eher abträglich, die neu verpflichteten international erfahrenen Kollegen Kalou und Heitinga, die genau den Unterschied ausmachen sollten, haben ihre Kaltschnäuzigkeit vorallem als eklatante Söldnermentalität zum Besten gegeben.<br />
Salomonische Äußerungen bei gleichzeitiger unterirdischer Einsatzbereitschaft könnten der nächste Schritt in Richtung Untergang gewesen sein, die weiteren Auswirkungen muss man abwarten.<br />
Die Personalpolitik von Trainer und Manager besticht hauptsächlich durch Ungeschicklichkeiten und wenig elegantem Wegducken vor der Verantwortung.<br />
Dass beim 0:5 gegen 18,99 &#8211; das Spiel an sich war schon der finale Tritt in den Allerwertesten  der Fanseele &#8211; Brooksi auch noch zum Sündenbock gemacht werden musste, setzte dem übergelaufenen Fass die Krone auf, der Trainer disqualifiziert sich meiner Meinung zum wiederholten Male, wenn er die Schuld öffentlich einzelnen Spielern zuschreibt, zumal wenn es sich um Talente handelt, deren gezielte Entwicklung krasse Streuverluste aufweist.</p>
<p>Der Umgang mit Spielern, die als nicht weiter zielführend eingeschätzt werden, ist geeignet aufstrebende Talente weiträumig nachhaltig abzuschrecken, dass dabei Gerichte bemüht werden müssen, ist preetzise und menschlich betrachtet der absolute Offenbarungseid.</p>
<h4>Ergebnisfußballfreunde</h4>
<p>Seltsamer Weise war es immer nur ein Spiel, das Hertha in Verzug war,  angefangen beim 1:3 gegen Mainz, das gegen die Wölfe wieder  rausgebissen wurde, ein Spiel, das fast der Beginn einer wunderbaren Heimsiegserie gewesen wäre, dann kam 96.<br />
Selten wurden Spielerverpflichtungen aus der Konkursmasse eines Absteigers wie dem Club in ihren Auswirkungen so deutlich, Kiyotake als &#8220;man of the match&#8221; und Plattenhardt als Döllmer des Spieltags waren die Protagonisten dieses Trauerspiels.<br />
Kiyotake ist genau der Mittelfeldantreiber, den Old Lady am Bittersten nötig hat, wobei  beiläufig die japanische Berufsauffassung kickermäßig keine Wünsche offen lässt, da hält man Bushido nicht für einen neuköllner Gangsterrapper, sondern versteht darunter die völlige Hingabe an den Arbeitgeber. Für Chefs, die Schwierigkeiten im Umgang mit eigenwilligen Charakteren haben, sollte das für ein Engagement eigentlich zwingend sein.<br />
Plattenhardt, der vom Papier her auch ein plausibler Transfer gewesen ist, scheint das Schicksal von Bastians zu ereilen und bei Hertha einen kräftigen Karriereknick für die weitere Laufbahn zu bekommen, ein weiteres abschreckendes Beispiel für aufstrebende Fußballer, Hertha möglichst weiträumig zu umdribbeln.</p>
<p>Aber selbst ein Spiel, das so offenkundig zu tage liegende Probleme bloßgelegt hat, konnte mit Glück durch den ersten Auswärtssieg in Köln kompensiert werden, dass danach gegen die Bayern das Spiel bis zum Schlusspfiff offen gehalten werden konnte, hat nicht wirklich für das ausgiebige Frieren entschädigt, war aber mehr, als man sich vorher zu wünschen getraut hätte. Der Sieg gegen Dortmund in einem 6-Punktespiel auf Messers Schneide hat erneut das Potenzial von Brooks eindringlich gezeigt, der auch schon in Köln bester Mann auf dem Platz war und sich zunehmend zum Fels in der Spülung entwickelt.</p>
<h4>Kaderschmiedearbeiten</h4>
<p>Ich wiederhole mich nicht wirklich gerne, aber wie im Artikel zur letzten Spielzeit schon erwähnt, sind die Aufgaben für das sportliche Führungspersonal immer noch die gleichen. Die Alte Dame hat nun wahrhaftig auf ihre alten Tage keine Zeit zu verschenken, fast wünschte man sich, dass die Heuschrecke der Geldvernichtung ein Ende bereitet und dafür sorgt, dass die Entwicklung der Marke Hertha BSC in qualifiziertere Hände übergeben wird.</p>
<p>Damit ist leider im nächsten halben Jahr nicht allzu fest zu rechnen, dann aber sind Koryphäen wie zum Beispiel Ralf Rangnick wieder auf dem Markt, denen eine herausfordernde Aufgabe als Sportdirektor in einer überaus interessanten Stadt schmackhaft zu machen ist, die Trainerfrage stellt sich dann hoffentlich nicht für die 2. Liga.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=641</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kriegt Hertha die Krise?</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=631</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=631#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2014 12:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Abstiegskampf]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Jos Luhukay]]></category>
		<category><![CDATA[Ronny]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=631</guid>
		<description><![CDATA[oder doch noch die Kurve?
In einem nur in der Schlussphase turbulenten Spiel ergattert die &#8220;Alte Dame&#8221; an der Dreisam einen überaus glücklichen Punkt und knüpft nahtlos an die traurigen Leistungen an, die fast durchgängig diesjährig geboten wurden.
Die Königstransfers Stocker und Kalou, denen jegliche Bindung zum Herthaspiel fehlte, Kalou fand anfangs nichtmal eine Bindung zum eigenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>oder doch noch die Kurve?</h4>
<p>In einem nur in der Schlussphase turbulenten Spiel ergattert die &#8220;Alte Dame&#8221; an der Dreisam einen überaus glücklichen Punkt und knüpft nahtlos an die traurigen Leistungen an, die fast durchgängig diesjährig geboten wurden.<br />
Die Königstransfers Stocker und Kalou, denen jegliche Bindung zum Herthaspiel fehlte, Kalou fand anfangs nichtmal eine Bindung zum eigenen Schuhwerk, scheinen noch einige Anlaufzeit zu brauchen, deren Dauer geeignet sein könnte, das Mannschaftsgefüge nachhaltig zu erschüttern.<br />
Sami Allagui kann man den Abgang nicht verübeln, als gefühlter 4. Stürmer hinter Wagner fehlte ihm die Aussicht auf einen Spielplatz gänzlich, Änis Ben-Hatira als 3. Linksaußen dürfte auch seine Einsatzzeiten dahin schmelzen sehen, zuzuschauen wie völlig indisponierte Starspieler orientierungslos über den Platz stolpern und sich erinnern, dass ausschließlich nach Leistung aufgestellt werden sollte, hat das Potential Spieler tiefgreifend zu demotivieren und den Trainerstab vor unlösbare Probleme zu stellen.<br />
Was zu dem Leistungseinbruch in diesem Jahr geführt hat, wird offiziell mit verletzten Führungsspielern und der mangelnden Qualität des Restkaders erklärt. Ich habe meiner Verwunderung über diese Vorgehensweise hier schon versucht Ausdruck zu verleihen. Sich als Cheftrainer aus der Verantwortung auf Kosten der Spieler rausreden, geht gar nicht!<br />
Jetzt wird dafür geworben, dass die Neuverpflichtungen noch Zeit zum Eingewöhnen brauchen, das heißt man hat Spieler geholt, die nicht fit sind oder waren, und klare Ansagen, wie gespielt werden soll, scheinen auch nicht in der nötigen Deutlichkeit gemacht worden sein.</p>
<h4>Heimspielseuchenvögel<span id="more-631"></span></h4>
<p>Hertha scheiterte im letzten richtungsweisenden Spiel zuhause gegen Mainz 05 auf ganzer Linie, Disziplinierungsmaßnahmen für Zuspätkommer hatten dazu geführt, dass die Hintermannschaft nicht in ihrer vermeintlich stabilsten Formation auflaufen konnte, die Spieleröffnung über Niemeyer laufen zu lassen, war vermutlich auch nicht die glücklichste Entscheidung. Die Einwechslung von Kalou, nach der unmittelbar das 0:2 und die Vorentscheidung durch Allagui fällt, der unter dem Gesichtspunkt der Leistungsfähigkeit die erste Wechseloption für die Herthaoffensive gewesen wäre, ist bezeichnend für den wenig gelungen Sprung auf die vermeintlich nächsthöhere Qualitätsstufe<br />
Die erste Trainerentlassung der Saison könnte den Druck auf JoLu noch erhöht haben, die Reaktionen bei der PK nach dem Spiel lassen auf eine gewisse Dünnhäutigkeit schließen, die den Rückschluss nahelegt, dass der Cheftrainer mit seinem Plan ziemlich krass gescheitert war.<br />
Die Startaufstellung lässt auch heute noch gestandene, gut eingetrunkene Auguren ratlos ihre Leber beschauen und einen doppelten Absacker nachbestellen. Die Abwehr gleicht nach dem Ausfall von Langkamp einem Torso, Lusti hat seine Form noch nicht gefunden, es wäre aber wohl besser, er suchte sie auf der 6er-Position vor der Abwehr.<br />
Die Länderspielpausen nach dem 7. und 11. Spieltag, an denen Heimspiele gegen Stuttgard und Hannover anstehen, die das Gratmesser sein dürften, mit dem die Zusammenarbeit gekappt wird, sind die sich aufdrängenden Termine für einen Wechsel der Mannschaftsführung.</p>
<h4>Salomonische Entscheidungen</h4>
<p>Dass sowas bei Madame nochmal getroffen wird, hätte man so auch nicht gedacht, ein gewinnendes Lächeln wird leider nicht ausreichen, Hertha wieder in die Erfolgsspur zu bringen, Valentiniaden über den linken Flügel könnten dabei aber sehr hilfreich sein.<br />
Das Spiel gegen Wolfsburg, dürfte keine Gelegenheit sein, die Mannschaft geordnet und behutsam zu entwickeln, wie es in der Rückrunde in fast jedem Spiel möglich gewesen wäre.</p>
<p>Ein linker Fuß in einer vollzähligen Fußballmannschaft ist einfach viel zu wenig,  um im Abstiegskampf bestehen zu können, Ronny hat den Punkt in Freiburg durch zwei ordentliche Ballberührungen zwar gerettet, aber in Punkto Spielgestaltung war er nur als Beweglichkeitsdefizit zu bilanzieren.<br />
Zu den eklatanten Schwächen in der Verteidigung ist in den beiden Spielen gegen Mainz und Freiburg auch noch eine Sturmflaute hinzu gekommen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Mehr Gegentore in den ersten 4 Partien hat es bislang nur in der Saison 72/73 gegeben, wo man sich heute noch wundert, wie man die Vorsaison als Herthafan überstehen konnte.</p>
<p>Jetzt kommt es darauf an, dass man sich von hungrigen Wölfen nicht zerfleischen lässt und gezielt zurück beißt. Vom Gefühl erwarte ich ein mittleres Debakel, es ist überhaupt nicht zu erkennen, was  die Herthamannschaft außer ein paar Psychotricks von Heitinga dagegen setzen kann.<br />
Aber es ist auch vorstellbar, dass der Fußballgott &#8220;Tante Berolina&#8221; heißt und der buckligen Verwandschaft beispringt, in dem die Taktik von Onkel Rudi nochmal ausgepackt wird und eine Fünferabwehrkette mit Doppelsechs für etwas Stabilität in der Abwehr sorgt. Die Außenverteidiger sind nach belieben überlaufen worden, so dass fast keine Optionen bleiben.<br />
Das Engagement von Riegel-Rudi war damals schon reine Verzweiflung und führte folgerichtig in die 3. Liga, die zu der Zeit auf West-Berlin beschränkt war. So schlimm kann es zum Glück nicht kommen.<br />
HaHoHe!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=631</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rumpelstart trotz Doppelback</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=627</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=627#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2014 11:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Helden]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelpack]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Jos Luhukay]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Preetz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=627</guid>
		<description><![CDATA[Herthastürmer Julian Schieber setzt sich an die Spitze der Torschützenliste und war im ersten Ligaspiel der beste Mann auf dem Platz, trotzdem war die Chancenverwertung das größte Manko der alten Dame, abgesehen von den Konzentrationsmängeln nach dem 2:0 und den altbekannten Schwächen im Rauslaufen von Keeper Kraft, der schwächster Mann in der Partie war und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herthastürmer Julian Schieber setzt sich an die Spitze der Torschützenliste und war im ersten Ligaspiel der beste Mann auf dem Platz, trotzdem war die Chancenverwertung das größte Manko der alten Dame, abgesehen von den Konzentrationsmängeln nach dem 2:0 und den altbekannten Schwächen im Rauslaufen von Keeper Kraft, der schwächster Mann in der Partie war und der Mannschaft nicht den nötigen Rückhalt geben konnte, folglich wurde er vom Trainer öffentlich in Frage gestellt.<br />
Die Trainingsarbeit scheint ähnlich durchwachsen zu laufen, anstatt die Trainingsrückstände aufzuarbeiten, wird die Verletztenliste aufgestockt: &#8220;Baumi&#8221; kann die Saison mit erneutem Kreuzbandriss fast wieder abhaken, Langkamp, in der Rückrunde der Fels in der Spülung, muss 4 Wochen pausieren, Ronny hat anscheinend zu viel Gas gegeben und fällt mit Muskelfaserriss für´s nächste Spiel aus.<br />
Genki hat Rücken und Tolga hat Zeh, wann die beiden wieder einsatzbereit sind, ist derzeit auch nicht abzusehen, Platte und Stocki scheinen noch erheblichen Trainingsrückstand zu haben, so dass es nichtmal bis zur Bank und zu Kurzeinsätzen reicht.</p>
<p>Man sollte davon ausgehen können, dass an Brooksi in der nächsten Startaufstellung kein Weg vorbei führt, außer die Mannschaftsleitung möchte den Jungen nicht gegen einen übermächtigen Gegner leichtfertig verheizen, aber Kiesling kann eigentlich kein anderer vernünftig verteidigen. Änis, der  momentan lieber auf seiner Facebookseite als bei Hertha auf links spielt, sollte für Genki kommen und Hegeler für Ronny, wenn man das Spiel gegen Werder und die Einwechselungen hochrechnet.<span id="more-627"></span><br />
Samy hat das auch getan und sich entsprechend geäußert, nämlich dass er das Zicken anfängt, wenn er zugucken muss, wie Wagner mehr Spielzeit als er bekommt, der nach fünf Minuten bei konsequenter Regelauslegung des Schiris runter gemusst hätte, was seine technischen Defizite nochmal deutlich gemacht hat. Sollte noch ein erstklassiger Stürmer verpflichtet werden, will Samy anscheinend gar nicht mehr. Hany, Lusti und Janker rücken auf der Ersatzbank nach.<br />
Schelle und ein Klassestürmer, wahrscheinlich Kalou, sollen noch verpflichtet werden.</p>
<h4>Transferkarussellbremser</h4>
<p>Preetz, Luhukay und die anderen aus der Kolonne vom Teambuilding haben noch einige ungesicherte Baustellen zu bearbeiten.<br />
Die alte Dame macht ihrem Namen wieder Ehre, Hertha hat den durchschnittlich ältesten Kader der Bundesliga. Das liegt nicht daran, dass soviele alte Knacker in der Mannschaft sind, sondern dass die Jugend nicht energisch genug aufgebaut wird.<br />
Sami Allagui musste aussprechen, was jeder weiß, nämlich dass er spielen möchte. Mitanzusehen wie blinde Grobmotoriker den Vorzug erhalten, scheint er als deutliches Signal gesehen zu haben, sein Glück woanders zu suchen, Angebote soll es genug geben. Bei Hany Mukhtar sieht es genau so aus, das Selbstbewusstsein, das er aus seinem Siegtor bei der EM (kurzgegangen und kurzentschlossen mit dem Knie ins kurze Eck) hätte ziehen können, ist schon wieder verpufft.<br />
In der Kunst, sich von Spielern, die man für überflüssig hält, einvernämlich zu trennen, ist man anscheinend auch noch nicht viel weiter gekommen. Die zu demotivieren, auf die man noch setzt, kann auch eine mediale Fehlwahrnehmung sein und der neue finanzielle Spielraum, kann auch dafür genutzt werden, Verhandlungsspielräume voll auszuschöpfen.<br />
Wollen wir wie letzten Jahre das Beste hoffen, mit dem Schlimmsten muss sowieso gerechnet werden.</p>
<h4>Pillendreher vom Rhein</h4>
<p>Herthas nächster Gegner Bayer 04, mit Abstand die formstärkste Mannschaft aus dem Spitzenfeld der Liga, lässt die Pille zurzeit am besten laufen, Hertha muss gleich von Beginn richtig aufpassen, dass sie nicht unter die Räder kommen, hat aber andererseits überhaupt nichts zu verlieren.<br />
Roger Schmidt, der als gelernter Mechaniker und studierter Maschinenbauer einen eher technischen Zugang zum Fußball zu haben scheint, hat die Angriffsmaschine der Chemiewerker schon sehr ordentlich durchgeölt. Ob Hertha da eine Schippe Sand aus der märkischen Heide reinbekommt, ist sehr fraglich.</p>
<p>Sehr fraglich waren auch die Wechselmodalitäten von Hakan Calhanoglu, der angedroht hatte, sich beim HSV in eine Depression zu spielen, was nach dem Saisonverlauf absolut nachzuvollziehen war.<br />
Der Wechsel zu einem Pharmakonzern hatte eine gewisse Zwangsläufigkeit.</p>
<p>Wenn´s ganz verrückt wird, hat auch Haldol ein Neurocil.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=627</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hertha verpasst den Zug nach Europa</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=552</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=552#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 01:50:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Ramos]]></category>
		<category><![CDATA[Allagui]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Sechspunktespiele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=552</guid>
		<description><![CDATA[Hertha BSC gegen VfL Wolfsburg war ein durchwachsenes Spiel, bei dem schon in der ersten Szene deutlich wurde, dass Hertha nicht den richtigen Zug zum Tor hatte, als nach 3 Minuten auf der linken Außenbahn alle Signale auf grün standen, aber Allagui leichtfertig den Ball vertändelte.
Dann gingen die Schranken runter und es kam der Güterbummelzug.
Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hertha BSC gegen VfL Wolfsburg war ein durchwachsenes Spiel, bei dem schon in der ersten Szene deutlich wurde, dass Hertha nicht den richtigen Zug zum Tor hatte, als nach 3 Minuten auf der linken Außenbahn alle Signale auf grün standen, aber Allagui leichtfertig den Ball vertändelte.<br />
Dann gingen die Schranken runter und es kam der Güterbummelzug.<br />
Nach gefühlten 150 durchgerollten Kesselwagen kam ein Ball von Ramos aus halbrechter Position in den Strafraum der Wölfe und fand nach einer kleinen Flippereinlage den Weg ins VfL-Tor, letzter Bumper Skjelbred, der sich nach ganz schwachen Leistungen langsam wieder zurück in Form spielt.</p>
<h4>Versöhnungsgeschenkideen</h4>
<p>Nach dem Rückstand schnürten die Wölfe ein wenig um den Herthastrafraum, ohne dass es zu größeren Sorgenfalten führte, lediglich eine leichte Mulmigkeit auf dem Mollenfriedhof breitete sich aus.<br />
Dann wurde Ramos perfekt und in idealer Position vom Wolfsburger Medojevic angespielt, ein Geschenk, das ein Klassestürmer annehmen muss, es sei denn, er versucht die Ablöse zu drücken, was bei Adrian zur Zeit  unvorstellbar ist, muss man doch fest annehmen, dass er Alles gibt, um mit Kolumbien nach Brasilien zu fahren.<br />
Ein Geschenk mit Schleifchen und Grußkarte, zugestellt per Einschreiben mit Rückschein, das Ganze auch noch ausreichend frankiert und abgestempelt, wird vom Herthagoalgetter in beleidigender Weise verschmäht.<span id="more-552"></span></p>
<p>Ein Heber nach dem reflexhaft noch ein Bierchen geordert werden musste, die Gräber des Mollenfriedhofs taten sich auf, die Mulmigkeit wich einem schweren Grummeln. Solche Dinger zu versemmeln, wird in der BuLi fast immer bestraft. Sky-Kommentator Fritz von Turnt und Tutnix oder so ähnlich fing gleich damit an und führte vor, dass er sich mit Vornamen jenseits von Fritz und Franz im Kleinkrieg befindet, Tolgay und Haime spielten und auch sonst war unüberhörbar, dass er von Tuten und Blasen keinen blassen Schimmer hat, obwohl er ein Posthorn im Wappen führt und an Blasiertheit ganz schwer zu übertreffen ist. Schade, dass das Spiel ihn so gar nicht interessiert hat, eine zwingend überzeugende Demonstration, warum man Sky nicht buchen sollte. Prekär, dass man nur da die Spiele ordentlich sieht, fernsehtechnisch und in voller Länge.<br />
Die Befürchtung, dass das mit dem Dreier zu hause wieder nichts wird, zog sich durchs ganze Spiel, Hertha war über die meiste Zeit das agilere Team, Gustavo hätte nach einem taktischen Foul unbbedingt die Gelb-Rote sehen müssen und Ben Hatira hätte den Ausgleich machen müssen. Die anderen verlorenen Spiele dieses Jahr verliefen in beängstigend ähnlichen Prozessen ab. Gegen völlig verunsicherte Schwaben hat man jetzt die Gelegenheit den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern und dann entsprechend befreit die Saison zu Ende zu spielen.</p>
<h4>Aufwärtstendenztrends</h4>
<p>Monetarisch geht es Hertha so gut, wie lange nicht, genau seit Dieter H. gekommen war und die 30 Mios von der Ufa verbraten hat, nochmal gut die gleiche Summe an Schulden verbrannt hat und dann noch die Kohle, für die er das Tafelsilber der &#8220;Alten Dame&#8221; versetzt hatte, so dass man die Mannschaft kaum noch aus den laufenden Einnahmen bezahlen konnte. Dafür bekam man als Fan manchmal ganz ordentlichen Fußball geboten.<br />
Das wurde mit dem Megadeal jetzt ausgeglichen, gut 60 Millionen und diesmal Alles in Euro sollten für einen stetig verbesserten Spielbetrieb sorgen, weil endlich wieder sowas wie finanzieller Spielraum da ist. Der Tanz ums blau-weiße Kalb hat die Fokussierung auf das Wesentliche etwas gestört, dazu kamen Ausmusterungen von Spielern, die das nicht ohne weiteres akzeptieren wollten.<br />
Die Stürmerfrage steht auch noch mitten im Strafraum. Man kann es Ramos nicht übel nehmen, wenn er zum Höhepunkt seiner Kickerkarriere nochmal um die ganz großen Trophäen spielen möchte.<br />
Kloppos BVB dürfte schon gebucht haben, nach allem was man so hört, ist pekuniär wohl noch einiges zu machen, bei Interessenten wie Atletico, Monaco oder den Gunners riecht das förmlich nach richtig Geld.</p>
<h4>Perspektivmannschaftsgefüge</h4>
<p>Lasogga wird hoffentlich einen längerfristigen Vertrag in Berlin unterschreiben, wie man Wagner zeitnah los wird, ist wahrscheinlich das größere Problem.<br />
Das größte Perspektivpotential, das man im Westend zu bieten hat, ist die intellektuelle Herausforderung die Strukturen so heraus zu arbeiten und zu nutzen, das mittelfristig eine konkurrenzfähige Mannschaft in der Championsleague spielt. Ob JoLu dafür der geeignete Mann ist, darf bezweifelt werden, der Start der Rückrunde sieht nach ersten leichten Verschleißerscheinungen aus.<br />
Thomas Tuchel sollten die sportlichen Möglichkeiten, die er in Mainz nicht haben dürfte, bei der Hertha eindringlich nahegebracht werden. Berlin ist nicht mehr ganz so arm, was die Sache vom Fußballerischen aus betrachtet nicht weniger sexy machen sollte.<br />
Das wäre ein Projekt für 2015, bis dahin sollte der amtierende Cheftrainer konzeptionell überzeugende Maßnahmen ergreifen dürfen, er hat alle Drücker in der Hand.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=552</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herthas Holperstart ins neue Jahr</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=546</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=546#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 01:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Helden]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[HSV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=546</guid>
		<description><![CDATA[Nach einem grandiosem Zwischenspurt zum Ende der Hinrunde mit drei Siegen in Folge, wobei der Erfolg bei einer europäischen Spitzenmannschaft zum Auftakt der Feiertage besonders große Freude verbreitet hatte, bei dem sich Herthafans erschrocken die Frage stellen mussten: &#8220;Ja ist denn heut´ schon Weihnachten?&#8221;, startete das neue Jahr mit zwei ausgesprochen unglücklichen Niederlagen, die trotz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem grandiosem Zwischenspurt zum Ende der Hinrunde mit drei Siegen in Folge, wobei der Erfolg bei einer europäischen Spitzenmannschaft zum Auftakt der Feiertage besonders große Freude verbreitet hatte, bei dem sich Herthafans erschrocken die Frage stellen mussten: &#8220;Ja ist denn heut´ schon Weihnachten?&#8221;, startete das neue Jahr mit zwei ausgesprochen unglücklichen Niederlagen, die trotz der krassen Fehlentscheidungen nicht unverdient waren.<br />
Der  Coup gegen den BVB war ein 6-Punktespiel in Tabellenregionen, an die kein Mensch vor der Saison zu glauben gewagt hätte und der nächste Kracher gegen die Millionentruppe aus der Autostadt findet diesen Sonntag im Olymp statt, wo man aus dem <a title="Wolfsburg hin" href="http://www.grasplatzmemmen.de/?p=503" target="_blank">Hinspiel </a>auch noch einiges gut machen kann. Die zweite Halbzeit gegen die Wölfe waren die schwächsten 45 Minuten, die ich von Hertha im letzten Jahr gesehen hatte, hilf-, plan- und mutlos wurde da gespielt, die freudige Überraschung war allerdings, dass das eine echte Außnahme gewesen ist.<br />
Die sehr unglücklichen Spiele gegen Frankfurt und Nürnberg knüpften bedauerlicher Weise daran an.</p>
<h4>Mäzene und Heuschrecken<span id="more-546"></span></h4>
<p>Wie der ungefährdete Sieg gegen Liga-Dino HSV, der einen Kader fast doppelt so teuer wie Hertha hat, bewertet werden muss, ist sehr schwer zu beurteilen. Eine verbreitete Theorie zum Aussterben der Saurier besagt: &#8220;Sie kamen zu tief in die Kreide.&#8221; 100 Millionen sind Größenordnungen, da würde unsere &#8220;Alte Dame&#8221; im letzten Hemd dastehen &#8211; das ist das ohne Taschen. Dass sie im WSV jetzt überraschend eine ziemlich dicke Hose bekommen hat, muss wohl als echtes Schnäppchen betrachtet werden.<br />
Die Frage, die in den nächsten Spielzeiten beeantwortet werden wird, ist für wen.</p>
<h4><span>Kohlberg Kravis Roberts &amp; Co <span>(Private Equity Investment)</span></span></h4>
<p>Ich gehe davon aus, dass eine echte Win-win-Situation gegeben ist. Die Marke &#8220;Hertha BSC&#8221; hat echtes Entwicklungspotenzial. Wie man hörte, soll vorallem die gute Jugendarbeit ausschlaggebend für den Deal gewesen sein. Da genau stellt sich für mich die Frage: Ist es die Jugend oder die Arbeit, die für die Erfolge verantwortlich ist?<br />
Auf Grund meines fortgeschrittenen Alters sage ich ganz eindeutig: Es ist die Jugend.<br />
Kein anderer Bundesligaverein hat ein so ergiebiges Einzugsgebiet an Talenten wie Hertha, dass ein Stürmer, der zu größten Hoffnungen Anlass gibt, von Poznan nicht nach Berlin wechselt, darf eigentlich nicht wieder vorkommen. Wie ich die Beteiligten an dem Geschäft verstanden habe, ist genau diese Stoßrichtung vorgesehen.<br />
Ob das mit der gegenwärtigen Übungsleiterbelegschaft für alle gewinnbringend umzusetzen ist, muss bezweifelt werden. Covic, Hartmann und Thom haben alle jede Menge Stallgeruch, Thom hat auch schon Titel gewonnen. Aber Stallgeruch endet bekanntlich auf dem Misthaufen, gegen den man nicht anstinken kann, die vollen Hosen sorgen dann dafür, dass es olfaktorisch zu einer echten Herausforderung wird.<br />
Wie an dieser Stelle schon des öfteren angeregt, sind Investitionen in Köpfe und Konzepte unerlässlich und  auch dabei möchte man dem gegenwärtigen Cheftrainer die Federführung überlassen, obwohl es eigentlich die primäre Aufgabe des Sportdirektors sein müsste. Dem muss hier dann doch mal wohlwollend angerechnnet werden, dass er sich vom alten Lehrmeister frei gemacht hat und aus den gemachten Fehlern die nötigen Schlüsse gezogen hat.</p>
<h4>Klaus-Michael Kühne und die Nagelprobe</h4>
<p>Das gute alte Mäzenatentum, wie es beim HSV noch in unverfälschter Form zu beobachten ist, birgt Risiken, die einen Verein an den Rand des Ruins führen, wenn den Wünschen des großen Gönners nicht entsprochen wird. Felix Magath, der von ihm auserkorene Retter, war da und hat sich wieder verabschiedet, weil die Herren in Aufsichtsrat und Vorstand sich nicht von ihren Mitspracherechten trennen konnten.<br />
Das ist geeignet, dem letzten Dinos die fürs Überleben nötigen Weidegründe zu entziehen, von notwendig werdenden finanziellen Infusionen, um diese zu erreichen, gar nicht zu reden.<br />
Den Trainer permanent in Frage zu stellen, in dem mögliche Nachfolger in aller Öffentlichkeit und ausführlichster Weise erörtert werden, schreckt die (Slomka und Schaaf) gezielt ab.<br />
Das was die Verantwortlichen zur Zeit in Hamburg veranstalten, erinnert an ganz alte Zustände bei der Hertha, die hier schon als Poststadiontraumatische Belastungsstörung diagnostiziert wurden, und muss im Überlebenskampf des BuLi-Dinos als aktive Aussterbenshilfe bewertet werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=546</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundesligaalltagstauglichkeit</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=516</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=516#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Oct 2013 20:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Helden]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Streich]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Jos Luhukay]]></category>
		<category><![CDATA[Lasogga]]></category>
		<category><![CDATA[Wagner]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=516</guid>
		<description><![CDATA[Hertha hat mit dem Unendschieden bei 96 die Erstligareife erneut nachgewiesen, aber einmal mehr wurde eklatant deutlich, dass es vor dem gegnerischen Tor an einem Vollstrecker fehlt. Allagui, Ben-Hatira und Ramos haben die Chancen nicht nutzen können, mit deren Verwertung es sich die &#8220;Alte Dame&#8221; im oberen Tabellendrittel schon hätte gemütlich machen können. Wagner war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hertha hat mit dem Unendschieden bei 96 die Erstligareife erneut nachgewiesen, aber einmal mehr wurde eklatant deutlich, dass es vor dem gegnerischen Tor an einem Vollstrecker fehlt. Allagui, Ben-Hatira und Ramos haben die Chancen nicht nutzen können, mit deren Verwertung es sich die &#8220;Alte Dame&#8221; im oberen Tabellendrittel schon hätte gemütlich machen können. Wagner war in Hannover sogar mal an dem Tor beteiligt, bei dem er den Kopf sehr schön weggezogen hatte, wann er den Schädel mal hinhält, dass es klingelt, da hoffen gerade wir älteren Herthafans, dass wir das noch erleben werden.<br />
Auch nach längerem Nachdenken muss von meiner Seite konstatiert werden, dass mein Fußballsachverstand nicht ausreicht, um der Ausleihe von Lasogga und dem Festhalten an Wagner eine Sinnhaltigkeit abzugewinnen, gleichwohl ist das Vertrauen in JoLu unerschüttert. Es ist vorstellbar, dass das Mannschaftsgefüge homogener ohne ihn ist, gerade wenn man sich mit dem Chef nicht 100prozentig versteht, eins ist aber ganz sicher, nämlich dass gegen den Abstieg nur Tore helfen.<br />
Wo Ramos nur spielen will, reißt Lasogga die Lücken in die gegnerische Abwehr und haut die Dinger konsequent auf die Kiste. Dass man das ausleiht, was man am nötigsten braucht??? Man muss ja auch nicht Alles verstehen!</p>
<h3>Shootingstar<span id="more-516"></span></h3>
<p>Pierre-Michel Lasogga hat mit einem lupenreinen Hattrick den HSV gegen den Club aus den Abstiegsrängen geschossen und dem 6-Punktespiel mit der Tordifferenz noch einen hinzugefügt und war folgerichtig der Mann des 8. Spieltags.<br />
So hat er mit Michael Wiesinger seinen ersten Trainer zur Strecke gebracht und kann sich eine Kerbe in die Ohrmuschel knipsen, und er hat den Rekord von Gerd Müller für den zügigsten Auswärtshattrick von 11 auf 8 Minuten verbessert. Und wo Müller drauf steht, ist nicht immer drin. Sein Namensvetter im Sturmzentrum der Bayern hat sich gegen Bayer als Großchancentod erwiesen, was ihn für viele noch sympatischer rüberkommen lässt. Was Vollstreckerqualitäten wert sein können, ist an &#8220;kleines dickes Müller&#8221; Scorerlisten unverkennbar, der Anteil, den er daran hat, wo der FCB heute steht, kann garnicht hoch genug überschätzt werden. Die 15 jährige Torgarantie auf Stürmer gibt es heutezutage auch schon lange nicht mehr.<br />
Auf jeden Fall hofft man, dass Lasso gesund bleibt, gut trainiert und damit die Begehrlichkeiten der ganzen Liga lostritt, die dann nur noch von den Finanzgrößen bezahlt werden können. Man hörte schon was von 7 Millionen und ein Dementi dazu, dass er dafür zu haben sein wird. In der Geschäftsführung wird man hoffen, das demnächst 7stellige Beträge aufgerufen werden und zumindest pekuniär ein Volltreffer gelandet wird.</p>
<h3>Pokalkalamitäten</h3>
<p>Dass PML auch die endscheidenden Tore machen kann, hat er im Pokal gegen Fürth eindrucksvoll gezeigt. Das tut um so mehr weh, als Hertha gegen Lautern in der Pfalz die Chance auf das Berlinderby leichtfertig verspielt hat. Eine Ansetzung bei der man Abstiegskampf auf Umbiegen und Abkotzen realitätsnah simulieren konnte, dass dabei die &#8220;Kampfschweine&#8221; mittenhinein  in die Suhle geworfen werden, &#8220;das ist klar&#8221;, die Abwehr allerdings völlig neu aufzustellen, ging doch ziemlich nach hinten los, und warum ein Stratege wie Kluge dabei keinen Platz hat, ist mir auch völlig unverständlich.</p>
<h3>Ligapflichtaufgaben</h3>
<p>Die ziemlich durchwachsene Bilanz der letzten Wochen stimmt beim Blick auf die Tabelle allerdings sehr versöhnlich. Bei genauerer Betrachtung muss aber konstatiert werden, dass deutlich mehr drin gewesen ist, wenn jemand es rausgeholt bzw. die Dinger reingemacht hätte.<br />
Gegen Freiburg wurde vorab Anschauungsunterricht freihaus geliefert, was alle Beteiligten bei Hertha aufmerksam verfolgt haben dürften, und Liberec hat die Schwächen gnadenlos bloßgelegt, an denen Trainer Streich nur notdürftig gearbeitet haben konnte. Da fehlte der &#8220;Alten Dame&#8221; in der 2. Halbzeit eindeutig der letzte Biss, genau wie drei Tage später im Pokal &#8211; mit den Dritten kann man halt nur gut knirschen.<br />
Beim Heimsieg gegen Mainz hat exakt das den Ausschlag gegeben, obwohl auch eher dosiert vorgegangen wurde und Mainz mit einer gruseligen Passquote der Hertha buchstäblich in die Karten gespielt hat.</p>
<h3>Trainerlegenden</h3>
<p>Zum nächsten Heimspiel, dass wiederum neue Maßstäbe setzen kann, kommen im Topspiel alte Bekannte an die Spree: Luci und Raffa spielen um den Anschluss an die Tabellenspitze.<br />
Die ersten drei Plätze scheinen schon vergeben zu sein, aber der Championsleguequalifakationsplatz wird vom &#8220;dreckigen Dutzend&#8221; der Liga ins Auge gefasst, und unsere &#8220;Alte Dame&#8221; sollte da auch nochmal herzhaft zugreifen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=516</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hertha wird durchgereicht</title>
		<link>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=509</link>
		<comments>http://www.grasplatzmemmen.de/?p=509#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2013 12:44:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>maenne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha]]></category>
		<category><![CDATA[Memmen]]></category>
		<category><![CDATA[Abstiegskampf]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Ramos]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Jos Luhukay]]></category>
		<category><![CDATA[Lasogga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grasplatzmemmen.de/?p=509</guid>
		<description><![CDATA[Hertha hat mit dem Spiel gegen den VfB Stuttgart deutlich gemacht, dass es in dieser Saison ums nackte Überleben in der Erstklassigkeit geht. Wer aus so einem überlegenen Spielverlauf nichts Zählbares mitnimmt, darf sich nicht beschweren, wenn es eng wird in der 1. Bundesliga.
Spielerisch sah das alles ganz gut aus, es fehlte allerdings an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hertha hat mit dem Spiel gegen den VfB Stuttgart deutlich gemacht, dass es in dieser Saison ums nackte Überleben in der Erstklassigkeit geht. Wer aus so einem überlegenen Spielverlauf nichts Zählbares mitnimmt, darf sich nicht beschweren, wenn es eng wird in der 1. Bundesliga.<br />
Spielerisch sah das alles ganz gut aus, es fehlte allerdings an der letzten Präzision im Passspiel oder an der nötigen Bewegung im Laufspiel, so dass das Tempo häufig verloren ging, weil der Ball mit langem Bein angenommen werden musste und so wenig Überraschungsmomente ins Angriffsspiel kamen, um wirklich glasklare Torchancen zu erarbeiten.<br />
Positiv fiel mir allerdings auf, dass die brandgefährlichen Querpässe im Mittelfeld gefehlt haben, bei denen man ein Spiel schnell aus der Hand gibt, wenn der Gegner die gemachten Geschenke auch annimmt, womit in Liga 1 unbedingt zu rechnen ist.</p>
<h3>Killerinstinktlosigkeit</h3>
<p>Das, was den Marktwert von Pierre-Michel Lasogga ausmacht, fehlte dem Herthasturm fast völlig, Ramos ging immer wieder nach außen und suchte nicht den direkten Abschluss und Niemand rückte ins Zentrum nach, um gegebenenfalls zu verwerten. Bei der Einwechslung zur Schlussoffensive mit Wagner vorm Tor war nicht zu erkennen, was er da versuchen sollte, was da von ihm kommt, sieht lediglich bemüht aus.<span id="more-509"></span><br />
Bei aller Bewunderung für die Arbeit des Cheftrainers stößt das Festhalten an Sandro Wagner bei den Herthafans auf allgemeines Unverständnis, man hat nicht das Gefühl, dass er die Bälle fordert und Tore schießen will. Wenn man als Brechstange gebracht wird, um dann als Bohnenstange rum zustehen, also quasi die Brechbohnenstange macht, ist es nicht verwunderlich, wenn nur Schnippelböhnchen dabei rauskommen, die mag keiner und den meisten wird auch noch schlecht.<br />
Die Dynamik mit der Lasogga sich durch gegnerische Strafräume bewegt und an den Ketten zerrt, wurde nie schmerzlicher vermisst als in der Schlussphase gegen Stuttgart. Ich war fest davon ausgegangen, dass die Laufwege von Ramos und Lasogga, die sich bei früheren Einsätzen gerne gegenseitig im Weg gestanden haben, so koordiniert hätten werden können, dass regelmäßig Großalarm vorm Tor ausgelöst hätte werden müssen.<br />
Jos Luhukay hat anders entschieden. Schade!</p>
<h3>Kombinationsmaschinenschaden</h3>
<p>Passgenauigkeit in Tateinheit mit Lauffreudigkeit sind die beiden entscheidenden Zutaten im modernen Offensivspiel, Forechecking und das Zustellen der Passwege in der Defensive, dazu kommen noch Feinheiten wie Zweikampfverhalten und Ballbehauptung und das Halten und Verschieben der Grundordnung.<br />
Wenn die Kombinationsmaschine richtig rund läuft, ist es völlig nebensächlich, wer die Pille letztendlich über die Linie schiebt, das Ding einnickt oder das Leder reinhämmert. Was allerdings Leute wie Janker und Wagner damit zu tun haben könnten, verstehe ich hinten und vorne nicht, da ist kein Potenzial zu erkennen, von Qualität traut man sich gar nicht zu reden. Die ganz neuen, die zur allgemeinen Verwunderung gleich in der Startelf aufgeboten wurden, ließen ihr fußballerisches Kombinationsvermögen schon mehr oder weniger deutlich erkennen.<br />
Der SC Freiburg als nächster Gegner der Hertha, der morgen noch Gelegenheit hat, sich gegen eine eher zweitklassige Mannschaft in der Europa League warmzuspielen, steht in der Liga schon mit dem Rücken zu dem Zaun, an dem die härtesten Fans normalerweise rütteln und den Kopf des Trainers fordern. Das ist im Breisgau aber überhaupt keine Option, da darf der Trainer sogar absteigen ohne entlassen zu werden.</p>
<p>Freiburg noch ohne Sieg muss es gegen die &#8220;betagte Dame&#8221; eigentlich wissen wollen, um nicht vom Sog des Absstiegsstrudel erfasst zu werden, da wird man morgen Abend in aller Ruhe gucken können, wo die Schwächen genutzt werden können, wenn von Liberec welche aufgezeigt werden.<br />
Dass die Freiburger vorallem angeschlagen brandgefährlich sein können, &#8220;das ist klar!&#8221; Da wird man es wohl mal mit einer defensiveren Variante versuchen wollen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.grasplatzmemmen.de/?feed=rss2&amp;p=509</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
