Es sieht nicht so aus, als könnte die Alte Dame bei ihrer Rückkehr in die 1. Bundesliga von einer anderen Mannschaft in dieser Liga auch nur ins Stolpern gebracht werden. Mitanzusehen wie einer der vermeintlich härtesten Konkurrenten nicht eine Torgelegenheit im Olympiastadion herausspielen kann, hat die letzten Bedenken wie die hartneckigsten Schneereste in der Frühlingssonne dahin schmelzen lassen.
Die Abspielfehler, die Hertha im Aufbauspiel an der Mittellinie passiert sind, waren geeignet, den Gegner stark zu machen und sich richtig in Schwierigkeiten zu bringen. Bei schnellerem Umschalten der Lauterer bei Ballgewinn im Mittelfeld in die Vorwärtsbewegung von Herthas Hintermannschaft, wie man es für gewöhnlich beim Spitzenfußball im Fernsehen bewundern kann, hätte ein Diagonalpass gereicht, um die komplette Abwehr auszuspielen, wenn zwei oder drei Spieler steil gehen, ist der Torwart normal auch chancenlos.
Nach der Enttäuschung des verschossenen Elfmeters konnte man sich ordentlich gruseln bei den Fehlpässen im Spielaufbau, wobei nicht mal wirklich Druck auf den Ballführenden gemacht wurde. Die Graupenpässe entsprangen der blanken Hilf- und Ideenlosigkeit, wo normalerweise nochmal hinten rum gespielt werden muss oder der Ball lang nach vorn geschlagen werden kann. Wenn man drei Kopfballmonster vorne drin hat, ist das eigentlich immer eine Option und auf jeden Fall ansehnlicher als die Bemühungen den Torwart nicht ganz kalt werden zu lassen. (weiterlesen…)
Die Bilanzprüfung der Hinrunde lässt kein anderes Ergebnis möglich erscheinen, als den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Liga.
Der 6-Punkteauswärtssieg gegen Cottbus war das i-Tüpfelchen zur Saisonhalbzeit, die sich daraus ergebenden komfortablen Abstände sind echte Spannungskiller, die zum Rückrundenstart zu allem Überfluss nochmal ordentlich durchgeladen haben und die Laumänner weidwund in die Winterpause geschickt haben.
Es war ein schöner Wintertag mit blendendem Sonnenschein in der Nordkurve des Benteler Stadions in Paderborn, provinziger kann deutsche Fußballdiaspora eigentlich nicht sein. Ostwestfalen von seiner aufgeräumtesten Seite, ein Stadionneubau in reinstem Betongrauen, ein Gesamteindruck wie kurz vorher nochmal feucht übergewischt und ganz gründlich durchgelüftet. (weiterlesen…)
Es war mal wieder eindeutig zu kalt für Fußballgucken im Freien.
Ich musste mitte der zweiten Halbzeit in der Südkurve im Block 6, wohin mich das knappe Kartenangebot verschlagen hatte, mit lauter Eintrachtfans um die Wette hüpfen, um wieder etwas Gefühl in meine eiskalten Füße zu bekommen.
Der erste Spielabschnitt war nicht wirklich erwärmend, Hertha versuchte Fußball zu spielen und Braunschweig macht das Ding im ersten Versuch rein. Auf die kalte Dusche konnte man nun wirklich gut verzichtet haben.
SCHULZ!!! konnte Ben-Hatira leider nicht annähernd ersetzen, nur einmal konnte er steil gehen und einen gefährlichen Ball von der Grundlinie an die Strafraumgrenze hereingeben, den Ronny wie fast alle seine Torschussversuche ziemlich kläglich verballert hatte, ansonsten konnte Schulz sich im Eins gegen Eins nie durchsetzen, so dass über Links nicht wirklich Druck aufgebaut werden konnte. (weiterlesen…)
Jogi – gut gebrüllt- Löw, die alte Rollsocke muss sich den Strumpf ganz lang hochziehen lassen und zwar von Pippi persönlich möglichst bis über den Kopf, ich kann ihn jedenfalls vorerst nicht mehr sehen.
Als “weltbester Bundestrainer aller Zeiten” hat er erneut unter Beweis gestellt, dass er in den entscheidenden Spielen keinen Gewinn bringenden Plan hat.
Die Lobeshymnen, die die Personalwechsel gegen Griechenland im Viertelfinale ausgelöst hatten, waren doch erheblich überzogen und wenig zielführend bis völlig grotesk. Gegen eine Mannschaft wie Griechenland, die in allen Belangen hoffnugslos unterlegen war, musste die DFB-Auswahl, bei der man immer besonders betont, auf allen Positionen mehrfach gleichwertig besetzt zu sein, mit fast allen Kaderzusammenstellungen einen überzeugenden Sieg eingefahren haben.
Zwei Tore von einer zweitklassigen Mannschaft zu bekommen, ist eigentlich bedenklich genug und hat im deutschen Trainerteam leider die völlig falschen Schlussfolgerungen ausgelöst. (weiterlesen…)
Deutschland beendet die Vorrunde als einzige Mannschaft verlustpunktfrei, hat aber noch reichlich Luft über den Scheiteln, leider auch darunter, die bei PKs und anderen Interviews wohltemperiert und ohne jeglichen Druck abgelassen wird.
Wie wohl überhaupt festgestellt werden muss, dass Welt- und Europameisterschaften inzwischen in einer Weise zugeschwafelt werden, dass Waldi als Wattewadenbeißer mit einem handelsüblichen Knebel das Handwerk nicht mehr zu legen ist, so dass drastischere Maßnahmen in die engere Auswahl gezogen werden müssten.
So ein Gesicht, gerade im rasierten Zustand, gehört normal auch in die Hose und nicht auf den Bildschirm und Waldi sollte nur noch Gassi gehen und im verdienten Ruhestand sein Weißbier verzehren, besonders wenn man sich vergegenwärtigt, dass die EM nur das Aufwärmprogramm für Olympia ist.
Alle aktuellen EURO-Krisenstaaten haben den Sprung in die Finalspiele geschafft, wobei die griechische Phalanx wieder das größte Überraschungsmoment und bei der Sbornaja nur verbrannte Erde und Ratlosigkeit hinterlassen hat. (weiterlesen…)
Hertha hat wie erwartet, die Entscheidung bis unmittelbar vor dem Schlusspfiff, der die Spielzeit 2011/12 offiziell beendet hat, offen gehalten und den Fans einen unerwarteten Nachschlag an Abstiegszweikampf beschert.
Genauer gesagt muss erwähnt werden, dass der 1. FC Köln die Entscheidung offen gehalten hat, als versäumt wurde, 3 Punkte gegen Freiburg rauszufighten, bei denen Trainer Christian Streich es verstanden hatte, Spannung und Spielfreude in der Mannschaft zu erhalten nach dem der Klassenerhalt schon gesichert war.
Das war eine Trainerleistung, die man gar nicht hoch genug überschätzen kann: Aus einem sicheren Absteiger nach der Vorrunde, eine Rückrundenpunkteausbeute einzufahren, die für den internationalen Spielbetrieb berechtigt hätte.
Die 47 Rückrundenpunkte von Kloppo sind allerdings auch eine Marke, die ein bisschen halten könnte
Nachdem die beiden besten deutschen Mannschaften BVB und FCB das Pokalfinale unter sich ausmachen und die Bayern auch noch eine Woche später ein Heimspiel im Championsleaguefinale haben, hat Hertha Fortuna zu Gast. (weiterlesen…)
Das war fast wie damals in Falladas “Wolf unter Wölfen”, Heulen bis zum Zähneklappern und Preetz als “Paripanther”, der nix hat, aber alles verspielt, sich dann bei Selbstgesprächen verplauscht und die Alte Dame um Hütchen und Spitzenkragen redet.
Preetzens “Gaga-Brief” (BZ), mit dem er “Hertha zum Affen gemacht hat” (Bild), löste eine Lawine aus Hohn und Spott aus, die die Berliner medial verschüttet hat. Der Geschäftsführer Sport nimmt in dieser Situation die Rolle als Sündenbock an (Tagesspiegel).
Nur muss ihn denn auch einer in die Wüste schicken.
Es wurde immerhin Erlebnisfußball geboten, dass dabei das Ergebnis auf der Strecke geblieben ist, ist ausgesprochen ärgerlich, aber nicht mehr zu ändern.
Dafür bietet es die Gelegenheit, sich als tragische Heldenrolle zu stilisieren und das Publikum in einem Schwall aus Durchhalteparolen und Aufmunterungsphrasen zu ersäufen, soweit das nicht schon selbst zu bekömmlicheren und gehaltvolleren Mitteln gegriffen hatte.
Dass Marco Djuricin jetzt Hertha aus der Krisr schießen soll, wenn man der BZ glauben darf, was sich normal von selbst verbietet, dazu fällt mir denn auch nichts mehr ein.
Hätte man früher mal drauf kommen können.
Die einhellige Meinung, dass die Rettung der Klassenzugehörigkeit in dieser Saison über die Relegation erreicht werden muss, finde ich schon fast etwas beunruhigend.
Gegen Gladbach kann man im nächsten Topspiel nur gewinnen, das Torverhältnis kann aber auch ganz entscheidend sein.
Hertha BSC hat es wieder nicht geschafft in einem 6-Punkteabstiegsthriller, was Zählbares verbuchen zu können. Immerhin darf konstatiert werden, dass Spannung und Dramatik bei Spielen der Hertha wieder maßgebende Gestaltungsmittel sind, wobei sich bedingungsloser Einsatzwille im Abstiegskampf eigentlich von selbst versteht.
Das Selbstverständnis, den Ball gelegentlich auch mal über die gegnerische Torlinie zu bugsieren, fehlt in diesem Jahr völlig. Die Spielfreude der Sonnenscheinfraktion vom Äquator, vom Kälteeinbruch im Februar immernoch schockgefrostet, muss erst mühsam wieder aufgetaut werden, warme Worte allein werden nicht genügen, ein bisschen Feuer unter dem Allerwertesten dürfte es schon auch noch sein.
Otto Rehhagel, der bevorzugte Beschönigungsgeist der Fußballfans aus Bildungsbürgerkreisen darf demnächst in Anlehnung an Atze Wellesley, genannt Wellington bei der Erwartung eines über den linken Flügel durchbrechenenden Franzosen ausrufen: “Ich wollte, es würde Frühling oder die Borussen kommen!” (weiterlesen…)
Ein alter Mann verliert die Geduld, die Nerven und das Spiel, aber niemals die Contenance!

Mit einer beängstigend leblosen Vorstellung in der 2. Halbzeit, bei der Trainer Otto Rehhagel den einzigen Stabilitätsanker in Herthas Defensive, Peter Niemeyer über Bord schmeißt und mit breiter entblößter Brust ins offene frisch gewetzte Messer rennt, ist die “Alte Dame” endgültig im Herzen der Finsternis, dem nackten, Existenz bedrohnenden Überlebenskampf in der ersten Liga angekommen.
Alle Mann an die Winschen, Leinen los und klarmachen zu den letzten Gefechten!
Der alte Fahrensmann Otto Rehhagel heuert als Skipper für die letzten entscheidenden Auseinandersetzungen bei der Hertha an, René Tretschok als Steuermann und Ante Čović als Bootsmannsmaat in habt acht sollen den verluderten Sauhaufen wieder auf Vordermann bringen. Die Ansätze im Spiel gegen den BVB waren hoffnungsgeschwängert, gegen Augsburg muss die “alte Dame ” aber niederkommen, zum Befreiungsschlag ausholen, den Bock umstoßen und die nötigen Tore erzwingen.
Mit fliegenden Fahnen untergehen oder den Untergang mit Fahnenflüchtigen überstehen im Haifischplanschbecken Bundesliga, wo Heulbojen beim Windjammern Alarmsirenen übertönen, wird die Werbetrommel im ganz großen Stil gerührt. Vortrommler Michael Preetz hat sein Schicksal an den Ausgang des wahrscheinlich letzten Kampfeinsatzes von Otto Rehhagel auf hoher See geknüpft.
Seelenverkäufer oder Seenotrettungskreuzer? (weiterlesen…)
...WENN NICHT NUR DAS DEO VERSAGT